Österreich-Coverage-/Rechtematrix v1
Stand: 4. August 2026
Zweck
GET /api/v1/data-sources/coverage-matrix weist für alle neun
österreichischen Bundesländer den Status jeder bekannten
public_display-Quellen-/Fähigkeitskombination der öffentlichen Werkzeuge
aus. Die Matrix trennt ausdrücklich:
- Registry- und Rechtestatus,
- zweckgebundenen Active Release,
- Distribution und Consumer-Fähigkeit,
- Coverage und regionale Evidenz,
- Freshness und Quality Summary,
- technische Consumer-Bindung,
- daraus abgeleitete Verfügbarkeit.
„9/9 dokumentiert“ bedeutet nur, dass kein Bundesland verschwiegen wird.
unknown, gated und notConfigured zählen niemals als verfügbar.
Scope von v1
- Land:
AT - Regionen: ISO 3166-2
AT-1bisAT-9 - Nutzungszweck: ausschließlich
public_display - Werkzeuge:
pv-yieldundsite-check - Export, Derivate, Rohdatenweitergabe und
ml_aisind nicht umfasst.
Die Lanes stammen aus dem technischen Consumer-Binding-Inventar. Zusätzlich
wird google-solar/building_solar_lookup ausdrücklich als
legacy_shadow-Lane mit ungeklärtem Scope ergänzt, damit diese bestehende
öffentliche Verbrauchergrenze in der Matrix nicht verschwiegen wird. Eine
statische Scope-Zuordnung beschreibt nur den erwarteten Vertrag. Sie öffnet
keine Zelle. Noch nicht regional qualifizierte Legacy-Quellen bleiben für alle
neun Bundesländer notConfigured.
Stabiler Schlüssel
Jede Zelle verwendet mindestens:
regionCode|sourceSlug|distributionKey|usagePurpose|capability
Der Lane-Schlüssel enthält dieselbe Identität ohne regionCode. WMS- und
Snapshot-Kanäle sind getrennte Lanes und erben weder Rechte noch Coverage
voneinander.
Ableitung
Die Matrix liest die redigierte öffentliche Source-Provenienz. Ein dort
vorhandener Active Release belegt für den gespeicherten
public_display-Kontext einen qualifizierten Release und ein damals gültiges
Registry-Rechtegate. Für die konkrete Lane werden zusätzlich exakt geprüft:
- Registry
registeredund Rechteconditionaloderapproved; - erwarteter Active-Pointer-Kanal;
- erwartete Distribution;
- erwartete Capability;
- Freshness
freshodernotApplicable; - bestandene Quality Summary;
- erforderlicher Coverage-Key und Status
coveredoderpartial; - technische Bindung
release_bound.
Der Coverage-Status wird nicht aus dem aggregierten Provenienzfeld abgeleitet.
Die Matrix liest den konkret erforderlichen Key aus
source_release_coverage und verlangt dabei weiterhin einen qualifizierten,
aktiven public_display-Release. Fehlt diese key-genaue Evidenz oder wurde der
Active Pointer zwischenzeitlich verschoben, bleibt die Zelle geschlossen.
PVGIS benötigt zusätzlich die hash- und release-gebundene öffentliche 45-Punkte-Evidence. Pro Bundesland müssen exakt fünf valide Referenzpunkte vorliegen. Ein kaputtes oder nicht mehr an den Active Release gebundenes Evidence-Artefakt sperrt alle betroffenen Zellen, ohne den restlichen Matrixvertrag zu erfinden.
Nationale partial-Coverage wird als availableWithGaps ausgewiesen.
Regionale Pilot-Coverage wird nur im benannten Bundesland als
availableWithGaps dargestellt; die übrigen acht Zellen sind
outsideCoverage. Ein Format- oder Identitätskorpus ist kein
Coverage-Nachweis.
Availability-Werte
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
available | alle Gates bestanden, belegte Coverage ohne bekannten Coverage-Teilstand |
availableWithGaps | alle harten Gates bestanden, aber belegter Partial-/Pilotstand |
gated | mindestens ein Rechte-, Release-, Freshness-, Quality- oder Binding-Gate fehlt |
outsideCoverage | außerhalb des versioniert belegten regionalen Pilots |
notConfigured | Quelle/Capability sichtbar, aber regionaler Scope noch nicht qualifiziert |
Reason-Codes nennen alle erkannten Grenzen. knownGaps bleiben davon
getrennt: Ein fachlicher Modellhinweis wie „PVGIS ist keine Dachprüfung“ ist
sichtbar, sperrt aber keinen ansonsten qualifizierten Standortmodell-Release.
Caching und Fehler
Der erfolgreiche Contract verwendet einen SHA-256-ETag über das vollständige
DTO und unterstützt If-None-Match mit HTTP 304. Es gibt keinen
requestabhängigen Zeitstempel im Hash; evidenceUpdatedAt wird deterministisch
aus Activation-, Coverage-, Quality- und PVGIS-Evidence-Zeitpunkten gebildet.
Kann das Registry-/Release-Ledger nicht gelesen werden, antwortet die API mit
HTTP 503 und Cache-Control: no-store. Die Dokumentationsseite zeigt dann
keine Ersatzverfügbarkeit, sondern einen expliziten fail-closed Hinweis.
Österreich-Adapter und Canary-Harness
Das Österreich-Adapter-Harness liest diese
Matrix als verbindliches Eingangsgate. Ein Quellenadapter darf einen Canary
nur für eine Zelle mit available oder availableWithGaps und exakt passender
Quellen-, Distributions-, Zweck-, Fähigkeits-, Kanal-, Release-, Pointer- und
Coverage-Identität ausführen. gated, outsideCoverage und notConfigured
bleiben unverändert geschlossen; ein Source Review oder vorhandener
Consumer-Code ersetzt keine aktuell qualifizierte Matrixzelle.
Für PVGIS und SPARTACUS v3 werden ausschließlich die bereits dokumentierten 45 öffentlichen Referenzpunkte verwendet, fünf je Bundesland. Regionale Piloten dürfen erst mit fünf ausdrücklich für ihren exakten Scope versionierten öffentlichen Punkten angebunden werden. Die Canarys lesen nur; sie verändern weder Registry-Freigaben, Quellenstände, Active Pointer noch Coverage.
Erweiterung
Ein weiterer Nutzungszweck oder eine neue Quelle wird erst aufgenommen, wenn
Distribution, Capability, Kanal, erwarteter Scope und das zweckspezifische
Release-Gate versioniert sind. Insbesondere werden BEV-Exportrechte nicht aus
public_display abgeleitet. parcel_dxf ist in seinem separaten Exportvertrag
release-gebunden und seit dem vollständigen Produktions-, Parser- und
Rollback-Readback #412 mit DXF_EXPORT_ENABLED=true kontrolliert aktiv. Der
Consumer bleibt absichtlich außerhalb dieser Public-Display-/Standort-Check-
Matrix; false ist sein nachgewiesener Rollbackzustand. NÖGIS bleibt bis zur
distributionsweisen Qualifikation in #413 offen. Die
SPARTACUS-v3-Migration aus #404 ist produktiv abgeschlossen.