LandNutzen. Anmelden
Magnus Deubner × Andreas Ostheimer · Cofounder 50 / 50 Pilotregion Niederösterreich Vertrauliche Arbeitsfassung

LandNutzen.
Nutzungs­potenzial sichtbar machen.

Eine digitale Plattform, die Leerstand und Brachflächen im ländlichen Raum wieder nutzbar macht — und ein Briefing, das die Roadmap dorthin nüchtern auf die Realität von Datenrechten, Haftung und Aufwand prüft.

6
Projektphasen
56
Aufgaben gesamt
48
Monate Gesamtlaufzeit
Pilotregion
Inhalt — 13 Kapitel
01 — Kernidee

Eine Lücke, die niemand füllt.

Bestehende Katastersysteme erfassen Leerstand, aber niemand weiß, was konkret mit einer Liegenschaft möglich wäre, was es kostet und welche Förderungen verfügbar sind.

LandNutzen schließt diese Lücke als niederschwellige Entscheidungs- und Kommunikations­schicht über vorhandenen Geodaten.

Eigentümer, Gemeinde oder Planer geben eine Adresse ein. Die Plattform liefert automatisch Kataster-, Widmungs- und Klimadaten sowie 3–5 konkrete Nutzungsszenarien mit Ampelsystem, Grobkostenschätzung, passenden Förderungen und Klimarisiko-Check — kostenlos, ohne Login, in Minuten.

BEV Kataster NÖGIS Widmung HORA 3.0 GeoSphere Brachflächen-Dialog LLM via Vercel AI Gateway

Zielgruppen

Eigentümer

Liegenschafts­eigentümer

Kostenlose Erst­einschätzung in Minuten. Kein Login. Klarheit über Nutzungs­optionen, ohne sofort einen Sachverständigen beauftragen zu müssen.

Public

Gemeinden & Politik

Leerstandsberichte, Fördermittel-Übersicht, Aggregat-Dashboard für die Ortsentwicklung. Gemeinde-Paket: 990 €/Jahr.

Pro

Planungsbüros

Volldatenexport im Abo-Modell. Planer-Lizenzen 59–149 €/Monat, Beratungs­konversion ab 490 €.

Alleinstellungs­merkmal: Brachflächen­potenzial + Nutzungs­szenarien + Klimarisiko + Förder­matching in einem einzigen Tool — Pilot in NÖ, geplante Skalierung im DACH-Raum.
02 — Roadmap

Sechs Phasen über 48 Monate.

Der ursprüngliche Projektplan strukturiert die Entwicklung von der Gründung bis zum DACH-Rollout. Jede Phase wird hier in der geplanten Form gezeigt — und mit einer realistischen Einordnung aus dem Briefing v4 ergänzt.

Phase 0
Marke, Förderung & POC-Vorbereitung
Sofort – Monat 2 · 7 Aufgaben jetzt + Gründung nach POC
  1. Domainnamen sichern: landnutzen.at / .com / .eu
  2. EUIPO-KMU-Förderantrag (75 % Rückerstattung)
  3. discover.ip Vorabdiagnose beim ÖPA
  4. Schutzfähigkeit „LandNutzen" anwaltlich prüfen
  5. Wortbildmarke beim ÖPA Fast-Track anmelden
  6. KMU.DIGITAL Beratungs­förderung beantragen
  7. LEADER-Förderantrag NÖ einreichen
  8. Gesellschaftsgründung & NDA-Vorlage: bewusst nach erfolgreichem POC (Phase 2-Start)
Realistische Einordnung · 2–6 Wochen, parallel zum POC

Marken- und Förder­tasks laufen jetzt. Die formelle Gesellschaftsgründung ist bewusst nach dem POC angesetzt — bis dahin gilt die schriftliche Cofounder-Absprache 50 / 50 (Magnus × Andreas, vereinbart 12.5.2026, siehe §08) als Arbeitsgrundlage. Andreas (Ostheimer OG) übernimmt in der Vorphase Programmier- und Designaufgaben in Personalunion, ein externer Designer und der zugehörige NDA-Punkt sind im POC nicht nötig. Nach POC-Erfolg: GesbR mit GmbH-/FlexKapG-1:1-Umwandlungs­klausel oder direkt FlexKapG, je nach Kunden-/Haftungsprofil zum POC-Ende; IP, Vesting, Leaver-Regeln dann schriftlich vor Marktbetrieb. GesbR-Haftung bleibt der Grund, dass diese Schicht nicht leichtfertig zu früh formalisiert wird.

Phase 1
Scoping & Architektur
Monat 1–3 · 8 Aufgaben
  1. Technisches Scoping-Gespräch mit Programmier­partner
  2. Datenbankschema + Entity-Relationship-Diagramm
  3. BEV-WFS Parzellen-Lookup — Proof of Concept
  4. HORA 3.0 WMS-Anbindung (Hochwasser­zonierung)
  5. UX-Wireframe Eingabe + Ergebnisansicht (lo-fi)
  6. Kooperations­gespräch Brachflächen-Dialog / BMLUK
  7. Pilotgemeinden in NÖ verbindlich einbinden
  8. ecoplus NÖ kontaktieren (Kooperations­vereinbarung)
Realistische Einordnung · 3–5 Wochen

Machbar, wenn Domain-Input von Magnus konkret kommt. Kritischer Pfad: schriftlicher API-Zugang Brachflächen-Dialog, BEV-Nutzungsrechte für Speicherung & Export. Ohne diese Klärung wird Phase 2 spekulativ. Owner BEV-Nutzungsrechte: Magnus (Tracking-Issue #77).

Phase 2
MVP-Entwicklung
Monat 3–6 · 10 Aufgaben
  1. Sprint 1: Eingabemaske + BEV-Kataster + Widmungs­abfrage
  2. Sprint 2: Szenario-Engine (5 Nutzungsklassen, Ampel)
  3. Sprint 3: Klimarisiko-Modul (HORA + GeoSphere)
  4. Sprint 4: ALSAG-Kontaminations­kataster einbinden
  5. Sprint 5: LLM-Reportgenerierung (Vercel AI SDK + AI Gateway, 3 Rollenprofile)
  6. DSGVO-Konzept & Datenschutz­erklärung finalisieren
  7. Anonyme Erst­einschätzung live (kein Login, Rate-Limit 10/Tag)
  8. Hi-fi Design & Markenbild (Logo, Farben, Typografie)
  9. Interner Beta-Test mit 3 Pilotgemeinden
  10. aws Digitalisierung Förderantrag (KI-Modul, 30 % Zuschuss)
Realistische Einordnung · 4–6 Monate Vollzeit-Äquivalent

Szenario-Engine, Datenintegration und Qualitäts­sicherung sind Hauptaufwand — nicht das LLM. ALSAG-Sprint umformulieren: Verdachts­flächen­kataster existiert seit 01.01.2025 nicht mehr; „Haftungsrisiko eliminieren" ist fachlich nicht mehr haltbar. Nur publizierte Flächen anzeigen, klarer Disclaimer. DSGVO-Sonderfall „Adresseingabe ohne Login": die Adresse ist auch ohne Konto personenbezogen — Privacy-Notice und Rate-Limit reichen nicht; AVV mit Sub-Prozessoren (Hosting, LLM, Geo-APIs) und ein klarer Speicher-/Lösch­zyklus müssen vor Live-Schaltung stehen.

Phase 3
Launch & Monetarisierung
Monat 7–12 · 11 Aufgaben
  1. Auth-System (Magic Link Login, Rollen­verwaltung)
  2. Stripe-Integration (59 / 149 € Abo + Gemeinde 990 €/Jahr)
  3. Planer-Export-Modul (GeoJSON, DXF, PDF via Puppeteer)
  4. Gemeinde-Dashboard + Aggregat-Ansicht
  5. Beratungs-CTA (Calendly-Embed, Erstberatung 490 €)
  6. Denkmalschutz-API (BDA) + RTR-Breitbandatlas
  7. Förder-Index: KPC Flächenrecycling-Daten automatisch
  8. Öffentlicher Launch NÖ (Pressemitteilung, Gemeindebund)
  9. Erste 5 zahlende Planer-Lizenzen akquirieren
  10. KMU.DIGITAL Umsetzungs­förderung abrechnen
  11. Unionsmarke EUIPO anmelden
Realistische Einordnung · 3–4 Monate nach belastbarem MVP

Planer-Export GeoJSON/DXF erst nach BEV/NÖGIS-Rechtsprüfung — Datennutzungs­rechte können Export beschränken. Notfalls nur eigene abgeleitete Bewertung exportieren. Förder-Index als kuratierter Katalog, nicht vollautomatisches Scraping.

Phase 4
Skalierung 2. Bundesland
Monat 13–24 · 10 Aufgaben
  1. GmbH-Gründung prüfen (ab Umsatz > 50 000 €/Jahr)
  2. Brachflächen-Dialog API-Kooperation vertraglich fixieren
  3. Rollout Steiermark oder OÖ (GIS-Daten, Förderdatenbank)
  4. Österreichischer Gemeindebund: Rahmenvertrag verhandeln
  5. Kooperationsmodell mit regionalen Partnern
  6. Netzwerkeffekte: Community-Feature, Benchmark-Daten
  7. Offline-Eingabe-Modus für Vor-Ort-Begehung (PWA-Sync)
  8. B2B-Datenprodukt (aggregierte Leerstandsanalyse)
  9. INTERREG-Förderantrag (AT-CZ oder AT-SK)
  10. TU Wien / BOKU Forschungs­kooperation (Horizon Europe)
Realistische Einordnung · 4–8 Monate je Bundesland

Widmungsdaten und Landeslogik sind größter Skalierungsblock — allein die Widmungs-Integration kostet 4–8 Wochen pro Bundesland (eigenes OGD-Schema, eigene WFS/WMS-Endpunkte, eigene Generalisierungs­logik). geoland.at als gemeinsames Geoportal aller Bundesländer reduziert den Aufwand potenziell deutlich, sofern die jeweiligen Layer dort verfügbar sind — vor Phase 4 prüfen, welche Bundeslogiken bereits aggregiert sind und welche separat angebunden werden müssen. Dazu kommen Förderlandschaft und behördliche Eigenheiten. GmbH/FlexKapG möglicherweise früher sinnvoll als „erst ab 50 000 €" — Haftung skaliert mit Kunden, nicht mit Umsatz. Zweiter Tech-Hire ab Monat 18 als Budgetposition einplanen, sonst wird die Single-Tech-Founder-Engstelle zum Skalierungs­bremser.

Phase 5
DACH-Rollout
Monat 25–48 · 7 Aufgaben
  1. White-Label-Lösung für Bundesländer entwickeln und lizenzieren
  2. Deutschland-Rollout: BauGB-Logik, BBodSchG, ALKIS-Anbindung
  3. Schweiz-Rollout: kantonale GIS-Dienste, RPG-Widmungslogik
  4. ESG-Daten-API für institutionelle Investoren
  5. Madrid-Marke für DACH + ausgewählte Zielländer
  6. Horizon Europe / Digital Europe Hauptantrag
  7. Investoren-Pitch (Exitmodell, GmbH-Struktur, Bewertung)
Realistische Einordnung · 12–24+ Monate mit weiteren Tech-Hires

BauGB/BBodSchG/ALKIS und kantonale CH-GIS sind jeweils eigene Projekte. Als Langfristoption belassen, aber nicht als gesicherte Roadmap ohne Tech-Hires und Partner verkaufen. ESG-Datenprodukt nicht im MVP-Versprechen.

03 — Realitäts­abgleich

Was machbar ist — und was nicht ins MVP gehört.

Der kritische Aufwand liegt nicht beim LLM-Stack, sondern bei Datenrechten, Datenqualität, Widmungslogik, Szenario-Engine, Haftungsaussagen und laufender Pflege. Ein belastbarer NÖ-MVP ist realistisch — wenn der Scope eng bleibt.

Machbar Im Pilot belegbar

  • Adresseingabe und Karten-/Datenlayer für eine Pilotgemeinde
  • Erste Risikoindikatorik (HORA, GeoSphere)
  • Strukturierter KI-Report mit Quellenbindung und Disclaimer
  • Indikative Widmungs­ampel auf Basis NÖGIS
  • Demo-Report für ein Beispielgrundstück, ein Rollenprofil

Heikel Nur mit Rechts-Gate

  • Parzellenscharfe verbindliche Aussagen (nicht: behördlicher Nachweis)
  • Planer-Export GeoJSON/DXF — BEV-Nutzungsrechte erst klären
  • Automatisches Fördermatching — kein zentraler API-Zugang
  • ALSAG-„Haftungsrisiko eliminieren" — nicht mehr haltbar
  • DACH-Rollout, kommerzielle Weitergabe von Geodaten
Nicht im MVP: voller Förderindex, Gemeinde-Dashboard, Planer-Abo, DXF/GeoJSON-Export, White Label, DACH-Rollout, ESG-Datenprodukt. Diese Bausteine kommen nach dem belastbaren MVP — und nur, wenn die Annahmen aus Phase 1 schriftlich bestätigt sind.

Wesentliche Korrekturen am Projektplan

PDF-AussageProblemAngepasste Formulierung
Revenue Share 45/30/15/10 %  ✓ ERLEDIGT Unklar, ob Anteile, Umsatz oder Gewinn — Rollen nicht belegt. Ersetzt durch 50 / 50 Cofounder-Struktur Magnus × Andreas (vereinbart 12.5.2026). Magnus' Vorinvestitionen als Gesellschafter­darlehen — siehe §08.
GesbR gründen + IP fixieren GesbR-Haftung ist erheblich; IP nicht nur Formalität. GesbR nur für Vorphase mit engem Scope. IP/Vesting/Leaver vor Codebeginn schriftlich.
BEV-WFS Parzellen-Lookup Technisch machbar, aber Speicher-/Exportrechte nicht trivial. POC für Lookup; rechtliche Prüfung für Speicherung und Export getrennt.
ALSAG / Haftungsrisiko eliminieren Verdachts­flächen­kataster existiert seit 01.01.2025 nicht mehr. Altlastenindikator nur für veröffentlichte Flächen; kein Haftungsversprechen.
HORA Klimarisiko-Check HORA ist Risiko­kommunikation, nicht parzellenscharfer Nachweis. Risikohinweis mit Quellenangabe und Disclaimer.
Förder-Index automatisch einbinden Keine zentrale API; hoher Pflegeaufwand. MVP: kuratierter Förderkatalog. Teilautomatisierung später.
Planer-Export GeoJSON/DXF Datennutzungs­rechte können Export blockieren. Erst nach BEV/NÖGIS-Rechts­prüfung; ggf. nur eigene Bewertung exportieren.
DACH-Rollout Monat 25–48 D / CH haben eigene Rechts- und Datenwelten. Langfristoption — keine gesicherte Roadmap ohne Tech-Hires und Partner.
04 — Datenlage

Welche Quellen tragen — und was sie nicht versprechen können.

Einfache Übersicht — was jede Quelle über die Liegenschaft sagt

Eingabe
Eine Adresse.
Das System verschneidet sie mit mehr als einem Dutzend Geodaten-Quellen — hier zu fünf thematischen Kategorien gebündelt — und übergibt das Ergebnis an die Szenario-Engine.
01
Grenzen & Geometrie
Wo liegt das Grundstück, wie groß ist es, was steht darauf?
  • BEV Kataster Parzellengrenzen, exakte Fläche, Grundstücks­nummer.
  • basemap.at Orthofoto Aktuelles Luftbild (20 cm Auflösung), Lage im Kontext.
  • Microsoft Building Footprints KI-erkannte Gebäude­umrisse, flächendeckend für AT.
  • geoland.at Gemeinsames Geoportal aller Bundesländer — vereinheitlichter WMS/WFS-Zugang, zentraler Skalierungs­hebel ab Phase 4.
02
Widmung & Schutz
Was darf hier gebaut werden — und was plant die Gemeinde gerade?
  • NÖGIS Widmung Bau-, Grün-, Industrie- oder Sonderland — die rechtliche Ampel.
  • BDA Denkmalschutz Liegt ein historisches Schutz­objekt auf oder neben der Parzelle?
  • Gemeinderats­protokolle Aktuelle Planungs- und Widmungs­vorhaben — was offiziell bald gelten könnte, bevor es im NÖGIS-Layer auftaucht.
03
Risiko & Klima
Was bedroht das Grundstück — Wasser, Boden, Wetter?
  • HORA 3.0 Hochwasser­zonen HQ30 / HQ100 / HQ300.
  • ALSAG / Altlastenportal Bekannte Boden­kontaminationen und ehemalige Industrie­standorte.
  • GeoSphere Austria Klimaprofil, Temperatur, Niederschlag, Extremwetter-Häufigkeit.
04
Realnutzung & Infrastruktur
Was ist tatsächlich vor Ort & drumherum verfügbar?
  • Sentinel-2 / Copernicus Versiegelungsgrad, Vegetations­dichte (NDVI), Veränderungen.
  • Brachflächen-Dialog · BMLUK KI-erkannte Potenzial­flächen — Verdacht auf ungenutzten Bestand.
  • RTR Breitbandatlas Verfügbare Internet-Bandbreite — Standortfaktor für Gewerbe.
05
Förderung
Wer finanziert die Aktivierung mit?
  • KPC Flächen­recycling Bis 60 000 € für Entwicklungs­konzepte, 50 000 € für Detail­untersuchung.
  • LEADER NÖ Regionale Förderung für ländliche Entwicklung.
  • KMU.DIGITAL · aws Digitalisierung Digitalisierungs- und KI-Boni für Konzept- und Umsetzungs­phase.
Ein Report in Minuten — mit 3–5 konkreten Nutzungs­szenarien, Grob-Kostenschätzung, passenden Förderungen, Klima- und Boden­risiko-Check. Kostenlos und ohne Login.

Detail-Tabelle — Befund, Implikation, Risiko

Datenquelle Befund Produkt­implikation Risiko
BEV Kataster / INSPIRE WFS 2.0.0 + CSW-Metadaten (GML/GeoJSON). DKM ≠ Grundbuch — keine zentimetergenaue Vermessung; Toleranz­margen bei Flächen­berechnung pflicht. Anzeige/Lookup machbar; kommerzieller Planer-Export lizenzrechtlich kritisch. Opt-in-Disclaimer für Endnutzer pflicht. Owner Klärung: Magnus (Issue #77). Hoch
NÖ Widmungs­umhüllende / NÖGIS OGD mit WFS/WMS/JSON/SHP/KML, teils generalisiert. Gut für Indikation und MVP-Ampel — keine rechtsverbindliche Auskunft. Mittel
geoland.at Gemeinsames Geoportal aller österreichischen Bundesländer. INSPIRE-konforme WMS/WFS-Dienste, einheitlicher Einstieg statt 9 separater Landes-APIs. Strategischer Skalierungs­hebel ab Phase 4: vereinheitlicht die Bundesländer-Anbindung, reduziert den 4–8-Wochen-Aufwand pro neuem Bundesland. Niedrig
Gemeinderats­protokolle Öffentlich, aber pro Gemeinde unterschiedlich publiziert (HTML, PDF, gescannt). Keine API, kein einheitliches Schema. Enthalten Widmungs­vorhaben, Bau­anträge, Förder­diskussionen. USP-Verstärker: signalisiert Planungs­absichten vor der offiziellen Widmungs­änderung — wertvoll für Eigentümer- und Planungs­szenarien. Pipeline: Scraper → OCR → RAG-Index → LLM-Extraktion. Mittel
HORA / Naturgefahren WMS via LFRZ — Risiko­kommunikation, ergänzt Gefahren­zonen­pläne. Kommerzielle Nutzung ggf. Reseller-Vertrag (siehe Risiko-Karte in §07). Nur Hinweis, kein Gutachten. WFS-Vektoren ziehen + eigene Intersection berechnen statt WMS-Bilddaten. Mittel
ALSAG / Altlasten Seit 01.01.2025 kein Verdachts­flächen­kataster mehr. WFS-Endpoint altlasten.umweltbundesamt.at/altlastenwfs/kontaminierteFlaechen/wfs für veröffentlichte Flächen. „Haftungsrisiko eliminieren" streichen. PostGIS ST_Intersects gegen Parzelle. Hoch
GeoSphere Austria REST-API *.hub.geosphere.at (alte ZAMG-URLs deprecated), CC-BY 4.0. Rate-Limit: 5 req/sec, 240 req/h, max 1 M Werte/Response. Solider Baustein — aber Caching pflicht ab Launch. Mittel
Brachflächen-Dialog / Potenzial­flächen­karte Karte öffentlich (data.gv.at); kommerzieller API-Zugang nicht belastbar bestätigt. KI-Klassifikation hat Falsch-Positiv-Rate (Schotter, Lager­flächen fälschlich als Brache). Strategischer USP — aber SPoF ohne Vertrag. Human-in-the-Loop-Korrektur veredelt Rohdaten zu eigenem Asset. Hoch
BDA Denkmalschutz Statische CSV-Listen pro Bundesland (NÖ ≈ 1,9 MB), keine REST-API. Cronjob-Import + Spatial Buffer 5 m für Punkt-zu-Polygon-Matching. Rechtsverbindlich nur Grundbuch C-Blatt. Niedriger Integrations­aufwand; nur als Indikator-Ampel mit Warnhinweis „manuelle Grundbuch­prüfung empfohlen". Niedrig
RTR Breitbandatlas Open-Data-/Kartendienste plausibel. Optional — nicht MVP-kritisch. Optional
Mapillary (Meta) Crowdsourced Street-Level-Bilder, CC BY-SA 4.0 — kommerzielle Nutzung und AI-Auswertung erlaubt. Coverage in AT: Städte gut, ländliche Pilotregionen dünn. Optionale Fassaden-Quelle für städtische Cases. Share-Alike-Klausel beachten: abgeleitete Datensätze ggf. selbst CC BY-SA. Mittel
Google Street View · Bing Streetside Maps Platform Terms verbieten Bulk-Download, Caching > 30 Tage, ML-Training und Erstellung konkurrierender Datenbanken. Static-API-Bilder ~ $0,007/Anfrage, aber rein zur Anzeige. AI-Auswertung nicht zulässig. Maximal Embed-Player neben dem Report. Datenbank-Aufbau ist hartes ToS-Verbot. Hoch
Förderdatenbank / KPC / LEADER Keine REST-API. KPC „Online" nur für Antragsteller (PIN-geschützt). KPC Flächen­recycling: bis 75 % bzw. max 60 000 € Konzept, 50 000 € Detail­untersuchung. MVP: kuratierte Regeln. RAG-Pipeline (PDFs in Vektor-DB, LLM matched gegen Parzellen-Kontext) statt Web-Scraping. Mittel

Empfohlener Stack

BereichEmpfehlungBemerkung
FrontendNext.js + TypeScript, MapLibre GL JS, Tailwind/shadcnSEO, schnelle UI, Karten ohne Mapbox-Tokenzwang.
BackendNode.js/TypeScript oder Python für Geo-JobsTypeScript passt zu Next.js; Python für ETL sinnvoll.
DatenbankPostgreSQL + PostGISPflicht für räumliche Verschneidungen.
Background-Jobs / WorkflowsInngest (TypeScript SDK + EU-Cloud)Step-Functions mit Retries und Persistence — ersetzt frühere BullMQ-Vorgabe.
DatenbankNeon Postgres 17 + PostGIS 3.4 + pgvector · EU-Region FrankfurtAuto-Branching pro Vercel-Preview-Deployment.
ORM / Daten-ZugriffDrizzle ORM + @neondatabase/serverless (Edge-tauglich)TypeScript-typsicher, PostGIS via sql`...`-Escape.
Object StorageCloudflare R2 · EU-Jurisdiction · S3-kompatibel · Zero EgressPDF-Reports, KPC-Förder­richtlinien, Fassaden-Uploads.
Hosting / ComputeVercel Pro mit Fluid ComputeNext.js App Router, EU-Region wählbar.
LLMMulti-Provider (Anthropic, OpenAI, Google) via Vercel AI SDK + AI GatewayModell pro Task konfigurierbar — Gateway-Key statt einzelner Provider-Keys, Observability + Fallback eingebaut.
PDFHTML-Report + Puppeteer/PlaywrightWiederverwendbare Report­komponenten.
05 — Luftbilder & Computer Vision

Was Open Data + AI zusätzlich liefert.

Im PDF-Plan kommen Luftbilder nicht vor. Dabei lässt sich aus frei verfügbaren Orthofotos und Copernicus-Layern eine zweite Datenebene aufbauen — unabhängig vom Brachflächen-Dialog, und damit ein Hebel gegen das Single-Point-of-Failure-Risiko der einen API.

Was technisch geht — Reifeebenen

FeatureModell / QuelleReifeWert für LandNutzen
Gebäudegrundrisse Microsoft Building Footprints (vortrainiert, AT flächendeckend) Produktionsreif „Was steht auf der Parzelle?" — sofort nutzbar.
Versiegelungsgrad Copernicus Imperviousness Layer / eigene Segmentierung Produktionsreif Harte Zahl als Basis für Entsiegelungs­szenarien.
Vegetations­indikator (NDVI) Sentinel-2 — 10 m Auflösung, 5-Tages-Update Trivial Proxy für „Brache überwuchert".
Dach-Solarpotenzial Google Solar API · oder Eigenbau aus Orthofoto + DGM Reif, je nach Variante kostenpflichtig Konkretes Nutzungs­szenario mit Euro-Zahl im Report.
Pool, Carport, Nebengebäude Segment Anything + eigener Klassifikator Mittlerer Aufwand Realbestand vs. Kataster — Genehmigungs­hinweis.
Change Detection (neu/abgerissen) Differenz zweier Orthofoto-Jahrgänge Datenzugang entscheidet Aktivitäts­indikator und B2B-Datenprodukt-Hebel.
Brachflächen-Konfidenz (eigen) Kombination aus Vegetation + Aktivität + Versiegelung + Widmung Differenzierend, Validierungs­aufwand USP-Verstärker, unabhängig vom Brachflächen-Dialog.
Dach- / Gebäude­zustand Eigenes Modell, Trainingsdaten teuer Forschungsstadium Verkauft sich gut — hält rechtlich nicht.
Baujahr aus Luftbild allein Bestehende Modelle unzuverlässig Nicht produktionsreif Adressregister meist genauer.

Datenquellen Österreich

QuelleAuflösung / AktualitätLizenzEignung
basemap.at Orthofoto 20 cm besiedelt / 50 cm sonst · 2–3 Jahre OGD · CC BY 4.0 Kernquelle. Sauber lizenziert.
BEV Orthofoto / INSPIRE Vergleichbar, parzellen­synchron AGB · Standard­nutzungs­rechte; Weitergabe heikel Gleiches Rechts-Gate wie BEV-Kataster.
Land NÖ Orthofoto Teilweise aktueller als bundesweit OGD Pilotregion-Bonus.
geoland.at (Bundesländer-Aggregator) Einheitliche WMS/WFS-Anbindung über alle Bundesländer OGD je Bundesland Skalierungs­hebel ab Phase 4 — vereinheitlicht Orthofoto-Anbindung über Landes­grenzen.
Sentinel-2 / Copernicus 10 m · 5-Tages-Update Frei · EU-weit NDVI, Change Detection, kostenlose EU-Skalierung.
Microsoft Building Footprints Stand 2022, AT flächendeckend ODbL, kommerziell zulässig Sofort einsetzbar.
Google / Bing Satellite Tiles Sehr aktuell, hoch aufgelöst Kommerziell mit AGB-Einschränkungen Im Produkt riskant — Lizenz­abhängigkeit.
Mapillary (Street-Level) Crowdsourced Panoramen, AT-Coverage: Städte gut, ländlich dünn CC BY-SA 4.0 — AI-erlaubt, Share-Alike beachten Alternative zu Street View für Fassaden-Analyse in städtischen Cases.
Google Street View · Bing Streetside Hervorragende AT-Coverage, regelmäßig aktualisiert Maps Platform ToS — kein ML, kein Bulk, kein Datenbank-Aufbau Nicht für AI-Auswertung. Nur Embed-Anzeige zulässig.

Wo der Mehrwert konkret entsteht

Quick Wins Daten-Layer ohne eigenes Inferencing

  • Building Footprints (Microsoft) als „Was steht auf der Parzelle?"-Indikator
  • Versiegelungsgrad aus Copernicus für Entsiegelungs­szenarien
  • NDVI aus Sentinel-2 als „Brache überwuchert?"-Proxy
  • Solar-Score (Google Solar API oder Eigenbau) als Euro-Zahl im Report

Differenzierend Eigener CV-Layer, mittlerer Aufwand

  • Eigene Brachflächen-Konfidenz — robuster als Single-Source-API
  • Pool / Nebengebäude vs. Kataster — Realbestand-Abgleich
  • Change Detection als Aktivitäts­indikator für Gemeinden
  • Aggregierte Trends als B2B-Datenprodukt für Banken & ESG

Phasierungs­vorschlag

POC

Daten-Layer

Building Footprints + Copernicus Versiegelung in PostGIS. Keine eigene ML-Inferenz, nur Verschneidung mit BEV-Parzelle.

P3

Solar-Score

Google Solar API zukaufen oder Eigenbau auf basemap.at + DGM. Ein konkretes Euro-Szenario im Report.

P3+

Eigene Fassaden-Daten

Beim 490 €-Beratungs­termin oder per PWA-App „Vor-Ort" systematisch Fotos erfassen. Eigentümer-Einwilligung, DSGVO-konform. Wird zum proprietären Daten-Asset, das kein Wettbewerber legal replizieren kann.

P4

Eigener Score

Brachflächen-Konfidenz-Pipeline aus mehreren Layern. USP-Verstärker, der die Brachflächen-Dialog-API als Single-Source ablöst.

P5

B2B-Datenprodukt

Change Detection über Zeit als Daten­produkt für Banken, Versicherungen, ESG-Reporter — mit eigenem ARR-Hebel.

Realitäts-Check. Das Heavy-Lifting bei „AI auf Luftbildern" ist Datenbeschaffung, Lizenz und Validierung — nicht das ML-Modell. Ein gut integrierter Building-Footprint-Layer ist 10× mehr wert als ein selbst trainiertes Modell mit 78 % Recall. Aussagen bleiben Indikation mit Quellenangabe — kein Gutachten, keine Haftungs­versprechen (gleiche Disclaimer-Logik wie HORA / ALSAG).

Konkrete POC-Frage

Lässt sich für eine NÖ-Pilotgemeinde aus Building Footprints + Copernicus Versiegelung + Sentinel-2 NDVI ein „Brachflächen-Score" pro Parzelle berechnen, der mit dem offiziellen Brachflächen-Dialog korreliert?

Wenn ja → USP-Verstärker, weil unabhängig von der API-Kooperation. Wenn nein → der Brachflächen-Dialog-Vertrag bleibt kritisch (wie im Briefing v4 markiert). So oder so ist die Antwort entscheidend für die Verhandlungs­position am Dienstag.

06 — API-Ökonomie & Architektur

Was die Schnittstellen wirklich kosten — und wie die Architektur sie verträgt.

Hinter Datenquellen und LLM-Stack liegen harte Gebühren, harte Rate-Limits und harte Compliance-Anforderungen. Diese Section konkretisiert die Marge pro Report, die Stripe-Mathematik des Geschäfts­modells und die Architektur­pflichten, die aus den Limitierungen folgen — Substanz, die im PDF-Plan bisher fehlt.

Detail-Tiefe: dieses Briefing ist die Übersicht. Die Architektur-Entscheidungen sind als 36 ADRs (Architecture Decision Records) im Repo dokumentiert: docs/decisions/0001 … 0036 — von Tech-Stack, Neon + Cloudflare R2, Drizzle ORM, Multi-Provider-LLM und Async-Architektur über Auth + Multi-Tenant, Audit-Logging, Observability und PDF-Generierung bis zu Kostenschätzungs-Methodik, AI-Parität (öffentliche API, MCP-Server, Skill), Grundbuch- und Förder-Modul, Ediktsdatei und GIP-Verkehrsgraph. Quelle: github.com/ostheimer/landnutzen/tree/main/docs/decisions

LLM-Token-Ökonomie · Multi-Provider via Vercel AI Gateway · Stand Mai 2026

Modell pro Task konfigurierbar — Defaults unten, alle per Env-Var überschreibbar ohne Code-Deploy. Aufruf über @ai-sdk/... mit provider/model-Strings über Vercel AI Gateway, ein Gateway-Key, Zero Data Retention, Fallback-Routing eingebaut.

ModellInput / 1 M TokensOutput / 1 M TokensDefault-Task
anthropic/claude-opus-4.7$5,00$25,00Premium-Reports: Endredaktion zahlender Planer-Reports + 490-€-Beratungs-PDFs
anthropic/claude-sonnet-4.6$3,00$15,00Standard-Reports, fachliche Abwägung, Tool-Use
anthropic/claude-haiku-4.5$1,00$5,00Alternative für Klassifikation
openai/gpt-5.5$5,00$30,00Alternative Tool-Use; Long-Context-Aufpreis > 272 K Tokens
openai/gpt-5.4-mini$0,75$4,50Alternative für Klassifikation und Tool-Use mid-range
openai/gpt-5.4-nano$0,20$1,25Klassifikation, Förder-Match Ja/Nein (sehr günstig)
openai/text-embedding-3-small$0,02Embedding für RAG (pgvector)
google/gemini-3.1-pro$2,00 (bis 200 K)$12,00 (bis 200 K)PDF-/Bild-Extraktion (multimodal, lange Kontexte)
google/gemini-3-flash$0,50$3,00Bulk-Klassifikation, schnelle Antworten
google/gemini-3.1-flash-lite$0,25$1,50KPC-Bulk-Parsing, Hochvolumen-Klassifikation (GA 7.5.2026)
Versteckte Kostenfallen pro Provider:
  • Opus 4.7 — neuer Tokenizer braucht bis zu 35 % mehr Tokens für denselben Text als Vorgänger­versionen; bei langen RAG-Kontexten Sonnet 4.6 erwägen
  • GPT-5.5 — Prompts > 272 K Input-Tokens werden für die ganze Session mit 2× Input + 1,5× Output berechnet; Regional-Processing-Endpunkt (Daten­residenz EU) +10 %
  • Gemini 3.1 Pro — Preis verdoppelt sich oberhalb 200 K Context; bei großen PDFs Vorsicht
  • GPT-5.5-Pro ($30 / $180) ist absurd teuer für narrative Reports — Opus 4.7 ist bei vergleichbarer Qualität deutlich günstiger

Routing-Logik & Beispielrechnung pro Report

Routing Welches Modell wann

  • Haiku 4.5 — Adress-Klassifikation, Widmungs-Mapping, Förderkriterien-Match (Ja/Nein-Logik)
  • Sonnet 4.6 — Standard-Report für kostenlose Erst­einschätzung, Szenario-Synthese
  • Opus 4.7 — Endredaktion zahlender Planer-Reports + 490 €-Beratungs-PDFs
  • Prompt Caching für System-Prompt + Regelwerk + Förder­richtlinien — zahlt sich ab dem zweiten Report aus

Beispielrechnung Standard-Report

  • System-Prompt + Regelwerk: ~6 000 Tokens (gecacht ab 2. Call)
  • Live-Datenkontext (BEV, HORA, ALSAG, GeoSphere): ~2 000 Tokens
  • Output narrativ + strukturiert: ~2 500 Tokens
  • Sonnet 4.6 mit Cache: ≈ $0,06 / Report
  • Opus 4.7 mit Cache: ≈ $0,11 / Report
  • Opus 4.7 ohne Cache: ≈ $0,28 / Report
Margenkonsequenz. Bei 149 €-Planer-Abo mit 200 Reports/Monat liegen die LLM-Kosten zwischen $12 (Sonnet+Cache) und $56 (Opus ohne Cache) — also 8 % bis 38 % der Aboeinnahme. Caching und Routing sind nicht optional, sondern wirtschaftlich verpflichtend.

Stripe-Gebühren-Matrix · Österreich-Account 2026

TransaktionstypProzentualFixZusatz
Karten EU / EWR1,50 %0,25 €
Karten UK2,50 %0,25 €+ 2 % FX bei Nicht-EUR
Karten International (außerhalb EU)3,25 %0,25 €+ 2 % FX bei Nicht-EUR
SEPA-Lastschrift0,80 % (gekappt $5)
Stripe Billing (Abo-Verwaltung)+ 0,7 % auf abgerechnetes VolumenVerpflichtend für Abo-Modelle
Chargeback / Dispute15,00 € Strafgebühr pro VorfallErstattet bei erfolgreichem Einspruch
Radar for Fraud$0,02–0,07 / gescreente TransaktionEmpfohlen ab Launch
Stripe Connect für Revenue-Share — in der Frühphase abraten. Die automatisierte Aufteilung einer Zahlung an mehrere Gründer-/Atelier-Konten kostet $2 pro aktivem Auszahlungs­konto pro Monat plus 0,25 % + $0,25 pro Transfer. Für eine 2–3-Personen-GesbR sind manuelle Buchhaltungs­ausschüttungen über das Hauptkonto deutlich günstiger und übersichtlicher. Stripe Connect erst ab strukturell komplexer Beteiligung (Phase 4+) evaluieren.
DACH-Implikation Phase 5. Schweiz-Umsatz in CHF erzeugt automatisch FX-Gebühren von 2 % auf jede Konvertierung — bei 990 €-Gemeinde-Paketen ≈ 20 €/Vertrag direkt aus der Marge. Lösung: separater CHF-Account oder explizite Rechnungs­stellung in EUR.

Rate-Limits — was die Architektur verträgt

APILimitImplikation
GeoSphere Austria5 req/sec · 240 req/h · max 1 M Werte/ResponsePostGIS-Cache pflicht, historische Klima-Aggregate pre-warmen.
Anthropic — Tier 2300 req/min (nach $40 Prepaid)Reicht für Pilot- und MVP-Phase.
Anthropic — Tier 4600 req/min (nach kumuliert $400)Reicht für Phase-3-Launch + erste Skalierung.
BEV / NÖGIS WFSKeine harten Limits, Fair-Use erwartetMass-Scraping verstößt gegen ToS — Spiegelung in PostGIS, kein Live-Pull pro Request.
HORA / LFRZ WMSQuota­regelung über Vertrag, nicht öffentlichReseller-Status klären — sonst Sperre per IP-Blacklist möglich.

Async-Architektur — was live ist, was gespiegelt

DatentypAktualisierungSpeicherortBegründung
BEV Parzelle (Geometrie)Live on demandWFS → Backend → PostGIS-Cache (30 Tage)Hochdynamisch, parzellengenau, kein Vorhersage­raum.
ALSAG AltlastenMonatlich gespiegeltWFS-Pull → eigene PostGIS-TabelleÄndert sich selten, bei Live-Abfrage SPoF.
BDA DenkmalschutzJährlich (CSV-Release)Cronjob-Import → PostGIS, Spatial Buffer 5 mStatische CSV pro Bundesland (NÖ ≈ 1,9 MB), keine API.
NÖGIS WidmungWöchentlich gespiegeltWFS-Pull → PostGISÄndert sich selten, OGC-Standard.
geoland.at AggregatorWöchentlich gespiegelt pro Bundesland-LayerWMS/WFS-Pull → PostGIS pro Bundesland-SchemaVereinheitlicht Phase-4-Skalierung über alle 9 Länder.
Gemeinderats­protokolleWöchentlich gescraped + OCR + RAG-IndexVektor-DB (Embeddings) + PostGIS-Tag (gefasste Beschlüsse)Heterogene Quellen (HTML/PDF/Scan); Haiku für Klassifikation, Sonnet für Synthese; DSGVO-Anonymisierung beim Indexing.
HORA HochwasserVektoren gespiegelt (sofern WFS verfügbar)PostGIS-Intersection, kein WMS-BilddienstVermeidet kommerzielle WMS-Lizenz.
GeoSphere KlimaHistorische Aggregate gecacht, aktuelle Werte liveRedis-Cache pro RasterzelleRate-Limit 240/h erzwingt Caching.
KPC FörderrichtlinienQuartalsweise via RAG-PipelinePDFs in Vektor-DBKeine API, manuelle juristische Validierung.
RTR BreitbandatlasHalbjährlich gespiegeltPostGISÄndert sich selten, einfach abrufbar.
Architekturprinzip. Eine Adressabfrage darf maximal einen Live-WFS-Call (BEV-Parzelle) auslösen. Alle weiteren Layer (ALSAG, BDA, Widmung, HORA, RTR) werden gegen die eigene PostGIS-Spiegelung verschnitten. Das senkt die Reportgenerierung von 6–10 sequenziellen externen Calls (potenziell 30+ s) auf 1 externer Call + 5 lokale Spatial Queries (~2–3 s) und entkoppelt die Plattform­verfügbarkeit von der Behörden-Uptime.

Compliance-Stack · DSGVO + EU Data Residency

BausteinEmpfehlungBegründung
LLM-RoutingVercel AI Gateway (US-Mutter, EU-Region-Routing pro Provider)Zero Data Retention garantiert, Fallback-Routing eingebaut.
Anthropic-Modelleüber AWS Bedrock EU-Region (Frankfurt)EU Data Residency seit August 2025.
OpenAI-ModelleOpenAI EU-Region direktseit 2024 verfügbar.
Google-Modelle (Gemini)Vertex AI EU-Regionenüber Gateway oder direkt Vertex.
AVV / DPASCCs mit Vercel + jedem aktiv genutzten Provider gemäß Art. 28 DSGVOPflicht für jede Verarbeitung personen­bezogener Daten.
VVT-EintragVercel AI Gateway + alle Provider als Auftrags­verarbeiter listenPflicht gemäß Art. 30 DSGVO.
DatenminimierungAdresse → Koordinate → Hash; keine PII im LLM-PromptReduziert DSGVO-Angriffsfläche bei Login-loser Nutzung.
RetentionGateway ZDR; eigene Logs ≤ 30 TageMinimiert Risiko bei Behörden-Anfrage / Datenpanne.
Training-Opt-outNicht nötig — API-Daten werden default nicht für Modelltraining verwendetProvider-Commercial-Terms ≠ Consumer-Pläne.
06+ — API & KI-Zugang

Jede Funktion auch ohne UI — für Menschen und KIs.

Architektur-Grundsatz (ADR-0018, „AI-Parität"): Was im UI geht, geht gleichwertig headless. Ein Feature = UI + versionierte REST-API + MCP-Tool + Skill, mit identischem Funktions­umfang, identischer Autorisierung und identischem Daten-Contract. Die REST-API ist die Single Source; UI, MCP und Skill sind dünne Clients darauf — kein Sonderpfad, keine Doppel-Logik.

Live umgesetzt (Baustein 1): versionierte, öffentliche API /api/v1/report (GET+POST), zweistufige Auth (anonym mit IP-Tageslimit · API-Key mit eigenem Limit + Audit, nur Hash gespeichert), stabiler Fehler-Envelope, maschinenlesbare OpenAPI 3.1 unter /api/v1/openapi.json, interaktiv und gerendert im neuen /docs-Portal (Markdown-Single-Source aus docs/). Abgesichert durch eine versionierte Playwright-E2E-Suite inkl. Screenshots.

Live umgesetzt (Bausteine 2 + 3): MCP-Server (stdio) als dünner Client auf die v1-API — Tools generate_report/report_summary, in Claude Desktop/Code einbindbar (ADR-0020); sowie der Skill landnutzen-report, der den gesamten Use-Case „Adresse → Einschätzung" kapselt (self-contained, mit verbindlichen Disclaimern, ADR-0021). Beide programm-getestet und verhaltensgleich zu UI und API.

Live umgesetzt (Baustein 4): teilbarer Permalink (/r/{id}, unerratbare ID, 90-Tage-Retention) + PDF-Export (serverseitig, kein Chromium) — das „Dokument, das der Kunde bekommt". Gleichzeitig in UI, API, MCP-Tool export_report und Skill (ADR-0022). Davor ein eigener API-Sicherheits-Hardening-Pass (Eingabe-Caps, GeoJSON-Rate-Limit, CORS/Header, ADR-0023).

Live umgesetzt (Baustein 5): Admin-Dashboard (/admin, platform_admin + 2FA) für LLM-Modellwahl je Aufgabe, Budget-Cap und Ist-Kosten — gleichwertig als API (/api/v1/admin/*, admin-Scope) und MCP-Tools (ADR-0024). Damit ist die KI-Paritäts-Roadmap (API · MCP · Skill · PDF/Permalink · Admin) vollständig; offen bleibt der gehostete Remote-HTTP-MCP.

06++ — Öffentlicher Teil & Rollen-Dashboards

Vom Gerüst zum Produkt mit Rollen.

Der ursprünglich für Phase 3 geplante Auth-/Rollen-Teil wurde vorgezogen (Fundament stand bereits). Live: eine echte öffentliche Produkt-Landing (login-loser Report-Pfad bleibt), ein runder Magic-Link-Login mit rollenbasierter Weiche (/go): platform_admin/admin (2FA), Org-Mitglied → /org/[slug], sonst /account.

Rollen-Dashboards: /account (Profil, 2FA, Mitgliedschaften), /org/[slug] (owner/admin verwalten Mitglieder & Einladungen, member/viewer read-only), /gemeinde/[slug] (k-anonymes Aggregat — nie Einzeladresse), /admin/users (Benutzerverwaltung inkl. auditierter Impersonation: read-only Kontext-Inspektion + Session-Takeover mit Aktions-Sperrliste). Jede Funktion auch headless (/api/v1/me, /org, /gemeinde, /admin/*). ADR-0025/0026.

Anon→Registriert-Funnel komplett: /report stellt den ln_anon-Cookie aus, /api/anon/touch schreibt die Session-Zeile, /go konvertiert beim Login (Issue #105). Bewusst offen (ehrlich benannt): Stripe- Monetarisierung, echtes Session-Takeover, öffentlicher Launch — siehe ROADMAP Phase 3.

07 — Hauptrisiken

Vierzehn Stellen, an denen das Produkt kippen kann.

Brachflächen-Dialog API nicht verfügbar

Hoch

USP wird schwächer; eigene Datensammlung wird nötig.

Maßnahme: Frühe schriftliche Klärung durch Magnus, Fallback-Produkt definieren.

BEV / NÖGIS-Exportrechte unklar

Hoch

Planer-Abo und DXF/GeoJSON-Export können rechtlich blockiert sein.

Maßnahme: Rechtsprüfung vor Exportmodul; notfalls nur eigene Bewertung exportieren.

ALSAG falsch vermarktet

Hoch

Haftungsversprechen wäre fachlich und rechtlich riskant.

Maßnahme: Nur Hinweis auf veröffentlichte Flächen; klarer Disclaimer.

Szenario-Engine bleibt unscharf

Hoch

Produkt wirkt wie ein generischer KI-Bericht.

Maßnahme: Domain-Workshop und Regelkatalog vor MVP-Sprint.

GesbR-Haftung unterschätzt

Hoch

Persönliche Haftung bei Kunden, Daten, Sub­prozessoren, Verbindlichkeiten.

Maßnahme: GesbR eng begrenzen; GmbH/FlexKapG früh prüfen.

Fördermatching nicht wartbar

Mittel

Scraping und Regelpflege binden laufend Zeit.

Maßnahme: Kuratierter Katalog. Automatisierung erst später.

Single-Tech-Founder-Bottleneck

Mittel-Hoch

Eine Person wird Engpass für Produkt, Betrieb, Support und Daten.

Maßnahme: Ab Phase 3/4 Tech-Hire oder Budget einplanen — konkret ab Monat 18.

Behörden-API-Reliability

Mittel

BEV-WFS, NÖGIS, HORA-WMS sind nicht für 99,9 %-SLA gebaut. Wenn die Plattform live ist und die Quelle ausfällt, ist der Report leer oder falsch.

Maßnahme: Aggressive Caching-Strategie (PostGIS pre-warm pro Pilotgemeinde), Stale-While-Revalidate, klarer „Datenquelle aktuell nicht erreichbar"-Status statt Silent Failure. Abhängigkeitsmatrix pro Layer pflegen.

White-Label-Architektur erst spät bedacht

Mittel

Im PDF kommt White Label erst in Phase 5. Wenn das zweite Bundesland einsteigt, ist es zu spät, Tenant-Trennung nachträglich einzubauen.

Maßnahme: Tenant-/Mandanten-Schema und Konfig-Layer schon in Sprint 1 mitdenken — auch wenn nur ein Tenant aktiv ist.

HORA / LFRZ — kommerzielle Lizenz unklar

Hoch

HORA-Hochwasser-Layer über das LFRZ kann für kommerzielle Akteure einen kostenpflichtigen Reseller-Vertrag erfordern — die OGD-Lizenz deckt nicht zwingend B2B-Abos ab. Verstoß bedeutet Unterlassungs­klage und Nachforderungen.

Maßnahme: Reseller-Status beim BML / LFRZ schriftlich klären vor Phase-3-Launch. Notfalls nur WFS-Vektoren ziehen, eigene Intersection berechnen, keine WMS-Bilddaten reproduzieren.

Schema-Drift bei Behörden-XML

Mittel

BEV/HORA/ALSAG liefern OGC-XML/GML ohne saubere API-Versionierung. Unangekündigte Schema-Updates lassen Parser still scheitern → leere Felder → halluzinierte LLM-Reports, die niemand bemerkt.

Maßnahme: Schema-Validierung in der Ingest-Pipeline + Alert bei null-Feldern + automatischer Quality-Check im Report (nicht nur „Daten geladen", sondern „Daten plausibel").

Gemeinderats­protokolle — DSGVO & Datenqualität

Mittel

Protokolle enthalten Klar­namen von Bürgern, Eigentümern, Antragstellern. Heterogene Formate (HTML, PDF, gescannt) erschweren strukturierte Extraktion; falsche Zuordnung „Beschluss → Parzelle" kann zu rechtlich problematischen Aussagen im Report führen.

Maßnahme: NER-basierte Anonymisierung vor dem RAG-Index, Sub-Prozessor-AVV mit OCR-Anbieter, Output nur als „indikativer Planungshinweis" mit Quellenangabe und Zeitstempel — kein Direktbezug auf benannte Personen.

Google / Bing AGB für Karten- und Bilderdienste

Hoch

Maps Platform ToS verbieten Bulk-Download, dauerhaftes Caching (> 30 Tage), ML-Training auf Inhalten und Aufbau konkurrierender Datenbanken. Street-View-AI-Auswertung fällt direkt darunter. Verstoß führt zu sofortiger API-Konto-Sperre (betrifft auch Geocoding, Maps Embed) plus zivilrechtliche Schritte.

Maßnahme: Street-View-Bilder nur als Embed-Player im Report, keine AI-Auswertung. Für Fassaden-Analyse: Mapillary (CC BY-SA) oder eigene Fassaden-Erfassung beim Beratungs­termin (siehe §05 Phasierungs­karte „Eigene Fassaden-Daten"). Lizenz-Compliance-Audit vor Phase-3-Launch.

Tenant-Isolation und Account-Takeover

Mittel-Hoch

Multi-Tenant-Plattform mit B2C-, B2B- und B2G-Personas gleichzeitig — ein vergessener Tenant-Filter in einer Query leakt Gemeinde-Daten zu Planungs­büro oder Privat-User. Platform-Admin-Account-Übernahme würde Vollzugriff auf alle Tenants bedeuten (Impersonation, Sync-State-Manipulation).

Maßnahme: Zwei-Stufen-RLS ab Tag 1 (App-Ebene Drizzle-Helper + Postgres Row-Level Security mit Org-Isolation-Policies), TOTP-2FA für platform_admin ab Tag 1, Audit-Log für Admin-Aktionen, periodische DSGVO-Löschung von Anonymous-Sessions. Details: ADR-0006 + ADR-0007 in docs/decisions/.

Wirtschaftliche Bottlenecks (Magnus als Beratungs-Bottleneck, zweiter Tech-Hire ab Monat 18) sind in §09 „Zahlen & Szenarien" mit konkreter ARR-Implikation festgehalten — hier nicht doppelt geführt.

08 — Governance, Recht & Beteiligung

Die Strukturfrage — vor dem Marktbetrieb geklärt, nicht vor dem POC.

Anteile und Rolle sind vereinbart (50 / 50 Cofounder, siehe unten). Die formelle Gesellschaftsgründung ist bewusst auf nach dem POC verschoben — bis dahin reicht ein schriftliches Cofounder-Memo als Foundation. Strukturell für die Gründungs­phase nach POC zu fixieren: welche Gesellschaftsform Haftung trägt, wie IP geregelt ist, wie Vesting und Leaver-Regeln aussehen, welche Konflikt-Mechanik im Streitfall greift. Andreas (Ostheimer OG) übernimmt in der Vorphase Programmier- und Designaufgaben in Personalunion — kein externer Designer, kein NDA-Bedarf.

IP-Eigentum — drei Modelle

ModellMechanikBewertung
(a) Gesellschaft besitzt Code ab Start Alle Code-Ergebnisse werden direkt in die Gesellschaft eingebracht. Gut für die Gesellschaft, riskant für mich, solange Anteil / Vesting / Leaver nicht sauber sind.
(b) Lizenzmodell — Präferenz Vorphase Code bleibt bei mir; Gesellschaft erhält exklusive Nutzungs­lizenz solange ich beteiligt bin. Bei GmbH-/FlexKapG-Umwandlung 1:1-Einbringung gegen entsprechende Anteile. Schutz in der Vorphase, sauberer Ausstieg im Konflikt­fall, klarer Pfad zur GmbH-Einbringung.
(c) Werkvertrag Gesellschaft / Magnus kauft die Umsetzung gegen Bezahlung. Nur passend, wenn ich nicht Mitgründer bin — dann klare Vergütung, keine CTO-Pflichten.
Revenue-Share-Mechanik — wirtschaftlicher Hinweis. Eine automatisierte Aufteilung der Stripe-Einnahmen via Stripe Connect auf mehrere Gründer-/Atelier-Konten kostet $2 pro aktivem Auszahlungs­konto / Monat plus 0,25 % + $0,25 pro Transfer (siehe §06). In der GesbR-Phase und auch in der frühen GmbH-Phase ist die manuelle Buchhaltungs­ausschüttung über das Hauptkonto deutlich günstiger. Stripe Connect erst ab strukturell komplexer Beteiligung evaluieren.

Cofounder-Vereinbarung

Magnus Deubner × Andreas Ostheimer · 50 / 50 · Cofounder.

Magnus mit Idee, Domain, Akquise und Pilotzugang. Andreas mit Tech, Produkt, Architektur, KI und Skalierung. Vereinbart am 12. Mai 2026. Magnus' Vorinvestitionen werden als Gesellschafter­darlehen erfasst (nicht im Cap Table). Operative Konflikt-Mechanik in der Tabelle unten.

Konflikt- und Entscheidungs-Mechanik

50 / 50 ist nur professionell, wenn Streitfälle vorher geregelt sind. Eskalation in dieser Reihenfolge:

EbeneGreift beiMechanikEntscheidungsträger
1 — Domain-Tiebreaker Operative Tagesfragen. Magnus: Marke, Vertrieb, Kundenkontakt, Förderlogik, fachliche Nutzungs­szenarien. Ich: Tech-Stack, Architektur, Datenmodell, KI-Qualität, Security, Tech-Hiring. Einzeln nach Domain.
2 — Mediator / Beirat Strategische Fragen: Finanzierung, Pivot, neue Gesellschafter, Verträge oberhalb Schwelle. Schriftliche Eskalation an gemeinsam benannten Mediator/Beirat. Zwei Kandidaten vor Vertragsunterzeichnung benennen. Beirat berät, Gründer entscheiden gemeinsam.
3 — Buy-Sell-Klausel Echter Deadlock, nicht auflösbar. Texas Shoot-Out: Gründer A bietet Anteil zu Preis X. Gründer B kauft zu X oder verkauft zu X. Notfall­versicherung, nicht Alltags­mechanik. Markt-Mechanik.
09 — Vorgehen

Vier Wochen Proof of Concept — vor jedem Vollbau.

Statt direkt in den vollen MVP zu rennen, testet ein 4-Wochen-POC die kritischen Annahmen: Datenzugang, Domain-Logik, Reportqualität, Zusammenarbeit. Erst danach Entscheidung zum MVP — oder Scope reduzieren.

01

Rechts- & Datenzugang

Entscheidungs­liste: Gründer, Anteile (✅ 50/50). Gesellschafts­form / IP / Vesting bewusst auf nach POC verschoben. BEV/HORA/NÖGIS-Zugriff getestet.

02

POC Datenlayer

Eine NÖ-Adresse → Parzelle, Widmungs­indikator, Risiko­hinweise in PostGIS oder lokalem Prototyp.

03

Szenario-Engine v0

Regelwerk für 3–5 Nutzungs­klassen als strukturierte Entscheidungs­logik — noch ohne Perfektion.

04

Demo-Report

Ein Rollenprofil, ein PDF/HTML-Report, klare Disclaimer, Demo für Magnus und Pilotpartner.

Entscheidung nach 4 Wochen: Nicht „Ist alles fertig?", sondern: Sind die kritischen Annahmen wahr? Funktionieren Datenzugriff, Domain-Logik, Reportqualität und Zusammenarbeit? Ja → MVP-Phase starten. Nein → Scope reduzieren oder Projekt stoppen.
10 — Zahlen & Szenarien

Was realistisch zu erwarten ist.

Hochrechnungen sind keine Versprechen — sondern die Bandbreite, gegen die Magnus' Erwartung am Dienstag abgeglichen werden muss. Wenn seine Vorstellung systematisch oberhalb der optimistischen Linie liegt, ist das ein eigenes Gesprächs-Thema.

Drei Szenarien nach 4 Jahren (Österreich)

SzenarioWahrscheinl.ARR Jahr 4CharakteristikExit-Bewertung
Pessimistisch 30 % 100–250 k € NÖ-Pilot, 1–2 Bundesländer, wenig Planer-Abos, kein DACH-Rollout. Asset-Verkauf, 0,5–1,5 M €.
Realistisch 50 % 500 k – 1,5 M € 3–4 Bundesländer, 30–60 Gemeinden, 80–150 Planer-Lizenzen, erste ESG-Pilotkunden. Strategischer Käufer 3–8 M €.
Optimistisch 20 % 2–5 M € DACH-Rollout läuft, ESG-Datenprodukt mit Bank/Versicherung, White-Label für Bundesländer. Trade Sale 5–15 M €.
Failure-Wahrscheinlichkeit insgesamt: 25–35 %. Hauptkippstellen: Brachflächen-Dialog-Kooperation scheitert · Gemeinde-Sales-Cycle länger als Cash · GesbR-Haftungsfall · Szenario-Engine bleibt generisch · Magnus als Beratungs-Bottleneck wird nicht skaliert.

Funnel-Annahmen (B2C & B2B)

Funnel-SchrittKonversionImplikation
Visit → kostenlose Erst­einschätzung20–40 %Anonyme Nutzung, niederschwellig. SEO entscheidend.
Erst­einschätzung → Beratungs-Lead1–3 %Bei 10 000 Reports/Jahr = 100–300 Leads.
Lead → zahlende 490 €-Beratung10–20 %10–60 zahlende Beratungen/Jahr aus B2C-Funnel.
Gemeinde-Outreach → Vertrag5–15 %Sales-Cycle 6–18 Monate (Budgetzyklus). Phase 3-Zeitplan ist eng.
Planungsbüro-Demo → Abo15–25 %Schnellerer Cycle (Wochen). Hauptwachstumshebel kurzfristig.

Bottlenecks & strategische Hebel

Magnus als Beratungs-Bottleneck

Mittel-Hoch

490-€-Beratungen tragen 30–50 % des Frühumsatzes. Magnus realistisch 100–200 Beratungen/Jahr — das deckelt den B2C-Umsatz bei ~50–100 k €.

Hebel: Zweite Beraterperson ab Monat 12, Beratungs­template als Produkt verkaufen, oder Magnus' Beratungs­zeit gezielt auf 2× pro Woche begrenzen.

Daten-Asset als unterschätzter Wert

Chance

Aggregierte, anonymisierte Leerstands- und Brachflächen-Daten haben für Banken, Versicherungen, ESG-Berichter­statter eigenen Wert — unabhängig vom Eigentümer-Frontend.

Hebel: ESG-Daten-API als zweite Produktlinie ab Monat 18 evaluieren. Potenzial 200 k – 1,5 M € ARR.

Konkurrenzfeld

Mittel

ImmoUnited, Realbest, Hypoport-Tochter, einzelne Bundesland-Portale. Keiner bündelt Brachen + Szenarien + Förderung + Klima — aber Teilkonkurrenz existiert pro Achse.

Hebel: USP-Schärfung auf „Brachflächen-Potenzial + Nutzungs­szenarien" — nicht auf generische Immobilien­bewertung. Konkurrenz­matrix für nächste Iteration aufbauen.

Zweiter Tech-Hire ab Monat 18

Mittel

Single-Tech-Founder erträgt MVP + Launch, nicht parallel Skalierung + Daten­integration zweites Bundesland + Pflege.

Hebel: Budget-Korridor 60–90 k €/Jahr für Junior-/Mid-Backend ab Monat 18. Finanzierung über Phase-3-Umsatz oder aws/Förderung.

11 — Entscheidungs­matrix

Grün, Gelb, Rot — die Frage, ob LandNutzen tragfähig ist.

FrageGrünGelbRot
Wer ist beteiligt? Nur reale operative Gründer; Rollen klar. Einige Kandidaten offen, aber keine Fixanteile. Phantom­anteile oder unklare stille Beteiligte.
Rollen & Anteile  ✓ erledigt 50 / 50 Cofounder · Magnus × Andreas · vereinbart 12.5.2026 · Details §08.
Vesting / IP Vor Codebeginn schriftlich geregelt. Grundsätzlich akzeptiert, Details offen. „Brauchen wir nicht" oder „später".
Gesellschaft / Haftung GesbR eng begrenzt, GmbH/FlexKapG geprüft. Anwaltliche Prüfung zugesagt. Persönliche Haftung wird bagatellisiert.
Datenzugang BEV/NÖGIS/HORA/ALSAG getestet; Brachflächen-Kooperation in Klärung. Datenzugang teilweise offen. USP beruht auf ungeprüften API-Annahmen.
Domain-Input Magnus liefert Regelwerk, Kostenlogik, Pilotgemeinden. Input kommt in Workshops. Nur Vision, keine fachlichen Regeln.
Arbeitsmodus 4-Wochen-POC mit klaren Deliverables. Grob klar, aber noch unscharf. Direkt Vollbau ohne Struktur.
Praktische Entscheidungs­linie. Ja zum 4-Wochen-POC, wenn Beteiligte, Rollen, Datenzugang, IP/Vesting und Haftung als schriftliche Arbeits­grundlage vorliegen. Nein zu unbezahlter Vollumsetzung, wenn Anteile, IP oder Haftung offen bleiben.
Magnus-Open · operativ, asynchron

Was auf Magnus' Tisch wartet — ohne dass der Code stehen bleibt.

Items, die fachlich nicht von Andreas allein entschieden werden können, aber die Software trotzdem nicht blockieren dürfen. Andreas baut mit einer plausiblen Vorauswahl weiter; Magnus liefert sein OK oder seine Korrektur asynchron. Der Code ist überall so geschnitten, dass eine spätere Korrektur ein 5-Minuten-Patch bleibt.

Sichtungspaket (Stand 11.06.2026). Alle elf M-Punkte sind offen. Die Tabelle bündelt je Punkt die eine Entscheidungs­frage — eine kurze Antwort pro Zeile (auch „so lassen") reicht als Vorbereitung; Details, Live-Links und Code-Pfade stehen in den Karten darunter. Strategisch daneben relevant: das Leerstandstool (§13).
PunktEntscheidungsfrage
M1 — Wien-PilotSind die drei Wien-Adressen (Lange Gasse 30, Innstraße 16, Hofmühlgasse 3) als Profile fachlich tragfähig, und ist die Aussage zur historisch sichtbaren Industrienutzung R-03-konform?
M2 — BEV-RechteStößt du die schriftliche BEV-Klärung an, ob der DKM-Mirror kommerziell für den Planer-Export tragfähig ist?
M3 — Mapire-AboRechtfertigt die Wien-Pilot-Resonanz das Mapire/Arcanum-Abo für FK 1829 (50/150 €/Monat) — ja, nein oder vertagen?
M4 — BreitbandBleiben die Ampel-Schwellen bei 100/30 Mbit/s, und sind CC-BY-3.0-AT-Attribution sowie der bewusst weggelassene 5G-Vorbehalt tragbar?
M5 — UmgebungslärmPassen die Lden/Lnight-Cutoffs, sollen Flug-/Industrie-Layer dazukommen, und reicht das „grün heißt nicht Ruhe"-Wording?
M6 — HochwasserSoll HQ100 in der Ampel von HQ30 getrennt werden, und reicht das freie NÖ-Flut-Signal plus WLV-GZP ohne HORA-Lizenz bis Phase 3?
M7 — SchutzgebieteBleibt Natura 2000 pauschal rot, und fehlen Naturdenkmäler, Ramsar-Gebiete oder Biosphärenpark-Kernzonen im Scope?
M8 — DenkmalschutzWird Denkmalschutz rot oder gelb eingestuft, und reicht die parzellenscharfe Prüfung ohne Umgebungs-Radius?
M9 — Szenario-RisikenWelche Konstellationen (z. B. Wohnen in HQ30 oder Roter WLV-Zone) werden harte Ausschlüsse (rot) statt gelb, und bleiben HQ300 und Gelbe Zone weiter unberücksichtigt?
M10 — Wildbach & LawineSoll der Raumrelevante Bereich getrennt von der Gelben Zone ausgewiesen werden, und sind Grün-Semantik und Footer-Attribution tragbar?
M11 — ÖV-GüteklassenGehört Klasse D zu grün, soll das Rot-Wording weicher werden, und kappen wir den Bilanz-Rollup für PV/Lager von rot auf gelb?
M1
Wien-Pilot — Adress-Auswahl & Indikator-Charakter
PR #148 gemergt · Issue #134

Was hängt: Die drei Wien-Adressen wurden technisch gewählt, fachliche Bewertung steht aus.

  • Lange Gasse 30, 1080 Wien — Profil „Wohnen ohne Industriebezug" (Negativbeispiel). Sind die Stände unauffällig genug für die Argumentationslinie?
  • Innstraße 16, 1200 Wien — Profil „Heute Wohnen, 1956 Bahnhof/Industrie" (Nordbahnhof-Rand). Wäre eine zentralere Adresse im Nordbahnviertel klarer?
  • Hofmühlgasse 3, 1060 Wien — Profil „1938/56 Mühlen am Wienfluss". Liest sich der Werkskanal-/Mühlen-Charakter überzeugend?

Außerdem: Ist die Marketing-Aussage „auf historischen Luftbildern sichtbare industrielle Nutzung erhöht die Untersuchungswahrscheinlichkeit" tragbar oder zu nah an einer Schadstoff-Aussage (R-03)? Fehlt ein viertes Profil (z. B. „heute Brachfläche, ehemals Tankstelle")?

Anschauen

Screenshots in docs/discovery/screenshots/wien-pilot/ oder live unter /admin/poc/wien-overlay (Login als platform_admin nötig).

Andreas baut weiter

Issue #135 (Report-Block risiko.altlasten.hist_nutzung) — Wien-Layer wandern in den öffentlichen Report, parametrisch mit den aktuell gewählten Adressen. Korrektur später per 1-Commit-Patch in lib/maps/wien-historical.ts.

M2
BEV-Nutzungsrechte für Planer-Export
Issue #77

Schriftliche Klärung mit BEV-Kundenservice, ob die DKM-Mirror-Spiegelung kommerziell für unseren Planer-Export tragfähig ist. Owner laut §04 Magnus — Status offen.

Andreas baut weiter

POC-DKM-Mirror läuft im Hintergrund (Gänserndorf-Bezirk), nicht öffentlich. Bei BEV-Negative Wendigkeit auf reine Anzeige-/Lookup-Lizenz.

M3
Mapire-Abo (FK 1829, 50/150 €/Mo)
Issue #137

Entscheidung über Mapire/Arcanum-Lizenz nach Wien-Pilot-Resonanz. FK 1829 ist im Wien-OGD-Stack nicht als Raster verfügbar (Befund aus #134) — Mapire wäre der einzige bekannte Pfad, der zusätzlich NÖ und weitere Bundesländer mit einem Vertrag liefern könnte.

Andreas baut weiter

3-Layer-Wien-Pilot reicht für den Premium-Report; weitere Bundesländer pausieren ohne Magnus' Go.

M4
Breitband-Ampel — Schwellen, Lizenz, R-03-Framing
PR #157 · live im Report

Was hängt (fachliche Bestätigung, kein Blocker): Der Festnetz-Breitband-Layer (RTR/Breitbandatlas, WMTS-GetFeatureInfo) ist live im öffentlichen Report. Drei Punkte zur Validierung:

  • Ampel-Schwellen: aktuell ≥ 100 Mbit/s → grün, ≥ 30 → gelb, < 30 → rot (angelehnt an EU „schnelles Internet" = 30, NGA/Gigabit-Pfad = 100). Passt das für die Standort-Argumentation, oder sollte grün erst bei ≥ 1.000 (Gigabit) greifen?
  • Lizenz-Attribution: „Quelle: Breitbandatlas, Breitbandbüro / BMWKMS, CC BY 3.0 AT" (aus GetCapabilities ows:AccessConstraintsnicht CC BY 4.0). Wortlaut für den Report-Footer so tragbar?
  • R-03-Framing: Hinweis sagt „Indikator, keine Anschluss-/Tarif-Zusage, Mobilfunk ausgenommen". Sollte für ländliche Adressen mit schwachem Festnetz ein 5G-Fixed-Wireless-Vorbehalt ergänzt werden, oder bleibt das bewusst draußen?
Anschauen

Live im Report (Block „Breitband-Versorgung (Festnetz)" zwischen Erreichbarkeit und Radon). Logik in lib/geo/breitband.ts.

Andreas baut weiter

Layer ist fail-open verdrahtet; eine Schwellen-Korrektur ist ein 1-Zeilen-Patch in classifyBreitband(), die Attribution eine Konstante. Hinweis: die früher geplante REST-API wurde per 30.06.2025 eingestellt — WMTS-GetFeatureInfo ist der verbleibende Live-Pfad.

M5
Umgebungslärm-Ampel — Schwellen, Scope, R-03
PR #158 · live im Report

Was hängt (fachliche Bestätigung, kein Blocker): Der Umgebungslärm-Layer (strategische Lärmkarten END 2002/49/EG, laerminfo.at, Straße + Schiene) ist live im öffentlichen Report. Drei Punkte zur Validierung:

  • Ampel-Schwellen: aktuell Lden ≥ 70 dB oder Lnight ≥ 60 dB → rot; jede kartierte Zone darunter → gelb; keine Zone → grün. Passen die Cutoffs für die Standort-Argumentation (WHO-orientiert), oder soll z. B. Lden ≥ 65 schon rot sein?
  • Scope: nur Straße + Schiene (Hauptquellen der EU-Kartierung). Flug- und Industrie/IPPC-Layer existieren in der Quelle — relevant genug, um sie auch in den Report zu nehmen, oder reicht Straße/Schiene für die Pilot-Bundesländer?
  • R-03-Framing: „keine kartierte Belastung" (grün) bedeutet nur „keine Hauptquellen-Zone am Punkt" — lokaler/Nachbarschaftslärm ist in der END-Kartierung nie enthalten. Ist der Hinweis-Wortlaut klar genug, dass grün ≠ garantierte Ruhe?
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Live im Report (Block „Umgebungslärm (Hauptquellen)" zwischen Breitband und Radon). Logik in lib/geo/laerm.ts.

Andreas baut weiter

Layer ist fail-open verdrahtet; Schwellen-Korrektur = 1-Zeilen-Patch in classifyLaerm(), Flug/Industrie = je 2 weitere WMS-Layer (Datenmodell identisch). Quelle CC BY 4.0, „Datenquelle: www.laerminfo.at".

M6
Hochwasser-Ampel + Geogene-Gefahren-Befund
PR #159 · live im Report

Was hängt (fachliche Bestätigung, kein Blocker): Hochwasser-Abflussbereiche HQ30/HQ100/HQ300 (NÖ-OGD, „Pfad B") sind live im Report. Zwei Punkte + ein Befund:

  • Ampel-Schwellen: HQ30 und HQ100 → rot, HQ300 → gelb, keine Zone → grün. HQ100 ist das Bemessungshochwasser (bau-/raumordnungsrelevant). Soll HQ100 von HQ30 getrennt werden (z. B. HQ100 → orange/gelb), oder bleiben beide rot?
  • Verhältnis zu HORA: Wir nutzen die freien NÖ-Abflussbereiche (CC BY 4.0) statt HORA (kommerzielle Lizenz offen). Reicht das Flut-Signal so, oder ist der vollständige HORA-10-Gefahren-Pass (Rutschung, Erdbeben … — die Lawinen-/Wildbachgefahr ist seit #172 über den WLV-Gefahrenzonenplan abgedeckt, siehe M10) vor Phase 3 nötig (= Lizenzklärung)?
  • Befund „Geogene Gefahren" — teilweise aufgelöst (PR #172): Die frühere Annahme „WLV-Gefahrenzonenplan nur pro Gemeinde, kein OGD-Punktdienst" war falsch. Der Gefahrenzonenplan der Wildbach- und Lawinenverbauung ist über denselben LFRZ-WMS-GetFeatureInfo-Pfad wie der Lärm-Layer punktgenau abfragbar und seit #172 als eigener Live-Block gebaut (Details + offene Schwellen-Frage jetzt in M10). Die reine Rutschungs-/Steinschlag-Suszeptibilität (GBA/HORA) bleibt davon unberührt: dafür existiert weiter kein flächendeckendes Parzellen-Zoning als OGD — ein Indikator daraus würde „kein Ereignis kartiert" fälschlich als „kein Risiko" lesen lassen (R-03), daher bewusst nicht gebaut. Magnus-Entscheid (reduziert): Reicht das freie NÖ-Flut-Signal (HQ30/100/300) + WLV-GZP, oder ist der kommerzielle HORA-10-Gefahren-Pass vor Phase 3 nötig (= Lizenzklärung)?
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Live im Report (Block „Hochwasser (Abflussbereiche)" zwischen Lärm und Radon) — z. B. Adresse „Stockerau Au" (HQ30). Logik in lib/geo/hochwasser.ts.

Andreas baut weiter

Schwellen-Korrektur = 1-Zeilen-Patch in classifyHochwasser(). NÖ-OGD-GFI-Helper (lib/geo/noegis.ts) trägt bereits die nächsten NÖ-Layer (Schutzgebiete folgen).

M7
Schutzgebiete — Schwere-Einstufung & Scope
PR #160 · live im Report

Was hängt (fachliche Bestätigung, kein Blocker): Natur- & Wasserschutzgebiete (NÖ-OGD) sind live im Report. Zwei Punkte:

  • Schwere-Einstufung: aktuell rot = Naturschutzgebiet, Nationalpark, Europaschutzgebiet (Natura 2000), Wasserschutzgebiet; gelb = Landschaftsschutzgebiet, Naturpark, Wasserschongebiet. Trifft das die reale Bebauungs-Restriktion (z. B. ist Natura 2000 immer „rot", oder differenzierter)?
  • Scope: abgefragt sind Naturschutz-, Europaschutz-, Landschaftsschutzgebiete, National-/Naturparke + wasserrechtliche Schutz-/Schongebiete. Fehlt etwas Bebauungs-Relevantes (z. B. Naturdenkmäler, Ramsar, Biosphärenpark-Kernzonen)?
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Live im Report (Block „Schutzgebiete (Natur & Wasser)" zwischen Hochwasser und Radon) — z. B. Adresse in Marchegg (Europaschutzgebiet March-Thaya-Auen, rot). Logik in lib/geo/schutzgebiete.ts.

Andreas baut weiter

Schwere-Mapping + Layer-Set sind je 1-Zeilen-Änderungen im NATUR_LAYERS-Array. Hinweis: Wildbach-/Lawinengefahr ist seit #172 als WLV-Live-Layer abgedeckt (M10); die reine Rutschungs-Suszeptibilität (GBA/HORA) bleibt ohne OGD-Punktdienst offen.

M8
Denkmalschutz — Ampel rot/gelb & Scope
PR #162 · live im Report

Was hängt (fachliche Bestätigung, kein Blocker): Der BDA-Denkmalschutz ist live und beantwortet parzellenscharf (KG + Grundstücksnummer), ob ein Grundstück im Denkmalverzeichnis steht. Zwei Punkte:

  • Ampel: ein gelistetes Denkmal → rot (Veränderung/Restaurierung/Abbruch bewilligungspflichtig). Für ein Reaktivierungs-Tool eine harte Restriktion → rot. Oder eher gelb („Achtung, Auflagen, aber Nutzung möglich")? 1-Zeilen-Patch in classifyDenkmal().
  • Scope: der Match ist parzellenscharf (Objekt steht direkt auf der Parzelle). Ensembles, Umgebungs-/Ortsbildschutz und nicht parzellengenau geführte Einträge sind nicht erfasst. Reicht der parzellenscharfe Indikator für den Pilot, oder braucht es einen „Denkmal in der Nähe"-Radius (bräuchte Geocoding)?
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Live im Report (Block „Denkmalschutz" nach Schutzgebieten) — z. B. „Pfarrer Josef Edinger Platz 13, 3804 Allentsteig" (Schloss Allentsteig, rot). Logik in lib/geo/denkmal.ts.

Andreas baut weiter

Quelle ist die BDA-CSV (jährliches Update) → Build-Time-Skript scripts/build-denkmal-noe.mjs erzeugt die committete JSON (kein DB/Cron). Jährlicher Refresh = Skript erneut laufen + committen. Weitere Bundesländer = je eine zusätzliche CSV.

M9
Risiko-Faktoren in Szenarien — Schweregrad & Schwellen
PR #166 · #175 · live · config/nutzungsklassen.draft.json

Was hängt (fachliche Bewertung, kein Blocker): Die Live-Risiko-Layer wirken jetzt auf die Nutzungsszenarien — als weiche „−"-Faktoren (erscheinen je Szenario mit Begründung, stufen grün → gelb, kein harter Ausschluss):

  • Hochwasser HQ30/HQ100 → Abwertung bei Wohnen/Gewerbe/Lager/Co-Working/Tourismus (PV nicht). HQ300 (selten) bewusst nicht gewichtet.
  • Denkmalschutz (Objekt gelistet) → alle Klassen (Veränderung/Abbruch BDA-bewilligungspflichtig).
  • Strenges Schutzgebiet (Naturschutz/Natura 2000/Wasserschutz, Ampel rot) → alle Klassen.
  • Rote WLV-Zone (Wildbach/Lawine, ständige Gefährdung) → alle Klassen inkl. PV (Mure/Lawine gefährdet auch Freiflächen-PV — anders als Hochwasser, wo PV ausgenommen ist). Gelbe WLV-Zone (inkl. „Raumrelevanter Bereich") bewusst nicht gewichtet (wie HQ300).

Magnus-Entscheid: (1) Soll ein Fall hart → rot (Ausschluss) statt gelb sein — z. B. Wohnen/Tourismus in HQ30, Neubau im strengen Naturschutzgebiet, Wohnen/Tourismus in einer Roten WLV-Zone (faktisches Bauverbot — der stärkste Kandidat für einen harten Ausschluss)? (2) Sind die betroffenen Klassen je Risiko korrekt? (3) HQ300 / Gelbe WLV-Zone weiter ignorieren? Alle Schwellen = 1-Zeilen-Änderung in config/nutzungsklassen.draft.json (Magnus editiert Werte, nicht Struktur).

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Report für „Pfarrer Josef Edinger Platz 13, 3804 Allentsteig" (Schloss, denkmalgeschützt) — jedes Szenario zeigt den Denkmal-Faktor + Ampel gelb. Regeln/Begründungen in config/nutzungsklassen.draft.json + docs/SCENARIO-RULES-DRAFT.md.

Andreas baut weiter

Verdrahtung ist generisch (Engine liest Config-Regeln); Schweregrad/Schwellen-Korrekturen brauchen keinen Code. Bis Freigabe trägt jedes Szenario ohnehin den „Entwurfs-Regelwerk, fachlich unbestätigt"-Disclaimer.

M10
Wildbach & Lawine (WLV-Gefahrenzonenplan) — Ampel, Scope & Lizenz
PR #172 · live im Report

Was hängt (fachliche Bestätigung, kein Blocker): Der Gefahrenzonenplan der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV/BML) ist als eigener Live-Block im öffentlichen Report — punktgenau über denselben LFRZ-WMS-GetFeatureInfo-Pfad wie der Lärm-Layer (Workspace 000901, Layer-Gruppe WLV_GZP). Damit ist die in M6 als „nur pro Gemeinde" vermutete Lücke geschlossen. Drei Punkte zur Validierung:

  • Ampel-Schwellen: aktuell rot = mindestens eine „Rote Zone" (ständige Gefährdung, Bebauung i. d. R. ausgeschlossen); gelb = jeder andere Treffer (Gelbe/Summen-Zone, Raumrelevanter Bereich → Einzelprüfung); grün = keine Zone am Punkt. Trifft das die reale Bau-Restriktion, oder soll der „Raumrelevante Bereich" (reiner Hinweis) von der echten Gelben Zone getrennt werden?
  • Scope & „keine Zone": Gefahrenzonenpläne existieren nur in Gemeinden mit ausgewiesenem Plan (überwiegend alpiner Raum) — im Flachland ist „keine Zone" ein gültiges grünes Ergebnis, kein Fehler (Semantik wie Hochwasser/Lärm). Ist der R-03-Hinweis klar genug, dass grün ≠ Garantie gegen Naturgefahren?
  • Lizenz-Attribution: laut INSPIRE-Metadaten frei („no limitations on public access"), Footer-Wortlaut „Datenquelle: Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV/BML)". So tragbar für den extern geteilten Report?
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Live im Report (Block „Wildbach & Lawine" direkt nach Hochwasser) — z. B. eine Gefahrenzonenplan-Gemeinde wie Frankenfels (Mostviertel) zeigt ausgewiesene WLV-Gefahrenzonen über dem Orthofoto. Logik in lib/geo/wlv.ts.

Andreas baut weiter

Layer ist fail-open verdrahtet (HTTP-Fehler → degraded.wlv, Rest des Reports unverändert); Schwellen-Korrektur = 1-Zeilen-Patch in classifyWlv(), die Attribution eine Konstante. Die Rote Zone speist bereits als weicher Faktor in die Szenarien ein (PR #175, siehe M9). Die reine Rutschungs-/Steinschlag-Suszeptibilität (GBA/HORA) bleibt mangels OGD-Punktdienst weiter offen (siehe M6).

M11
ÖV-Güteklassen — Ampel-Schwellen A–C/D–G & Rot-Wording
live im Report (Pilot-Mirror) · lib/geo/oev.ts

Was hängt (fachliche Bestätigung, kein Blocker): Die ÖROK-ÖV-Güteklassen (A beste … G, jährliche AustriaTech-Lieferung) sind als Standort-Indikator live. Die Ampel ist bewusst konservativ gesetzt und braucht deinen Raumordnungs-Blick:

  • Schwellen: aktuell A–C → grün („sehr gute bis gute Erschließung"), D–G → gelb („Basis-Erschließung"), keine Klasse → rot. In der ÖROK-Literatur gilt oft schon D als „guter ländlicher Standard" — gehört D zu grün? Ist G praktisch von „keine Klasse" zu unterscheiden? 1-Zeilen-Patch in classifyOev().
  • Rot-Wording: aktuell modellgebunden formuliert („nach diesem Modell nicht mit regelmäßigem ÖV erschlossen"; der Hinweis sagt explizit, dass Bedarfsverkehr/Mikro-ÖV nicht abgebildet ist). Reicht das, oder soll Rot weicher (z. B. nur bei zusätzlich fehlendem Bedarfsverkehr) ausfallen?
  • Bilanz-Rollup: der Steckbrief-Eintrag fließt in die Standort-Bilanz ein — ein Punkt ohne Güteklasse erscheint damit als „kritischer Standortfaktor (rot)" unter „Faktoren, die jede Nutzung betreffen". Für ÖV-irrelevante Szenarien (PV-Freifläche, Lager) ggf. überzeichnet: rot in der Bilanz auf gelb kappen?
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Live im Report (Block „ÖV-Erschließung" nach Umgebungslärm + Steckbrief-Zeile) — z. B. Schillergasse 35, Gänserndorf: Güteklasse B (Bahnhofsnähe), grün. Logik in lib/geo/oev.ts.

Andreas baut weiter

Quelle ist die jährliche Shapefile-Lieferung (kein amtlicher WMS/WFS) → PostGIS-Mirror im Pilot-Bereich (scripts/ingest-oev.mjs), außerhalb ehrlich als degraded markiert. Jährlicher Refresh = Clip + Ingest erneut laufen lassen; NÖ-/Österreich-Ausbau ist nur eine größere Clip-bbox. Nutzungsbedingungen der Lieferung: reiner Haftungsausschluss ohne Lizenzauflagen (formale Bestätigung als offener Punkt analog BEV, DATA-SOURCES §ÖV-Güteklassen). Der Bedarfsverkehrs-Datensatz derselben Lieferung wäre die natürliche Erweiterung fürs Rot-Wording.

Spielregel. Diese Liste ist die einzige autoritative Quelle für „Was Magnus tun muss". Kein GitHub-Issue-Label needs-magnus-review, kein E-Mail-Stapel — wenn ein Punkt nicht hier steht, ist er nicht offen. Andreas trägt neue Items beim Anlegen ein, schließt sie nach Erledigung mit Datum.
12 — Scoping-Gespräch · Dienstag

Reihenfolge, Formulierungen, erwarteter Ausgang.

Die kritischen Punkte in dieser Reihenfolge durchgehen. Bei Punkten 1–4 muss ein Ja oder ein konkreter nächster Schritt stehen, sonst wird kein Code geschrieben.

Hinweis (Stand 11.06.2026): Diese Sektion dokumentiert das Scoping-Gespräch vom Mai 2026 — Punkte 1–3 sind erledigt, 4–6 bleiben offen. Aktuell strategisch im Fokus: §13 Leerstandstool und das Sichtungspaket unter Magnus-Open.
01 ✓
Wer ist real am Tisch — geklärt
Erledigt · 12.5.2026

Vereinbart: Magnus Deubner und Andreas Ostheimer als operative Kern-Cofounder. Designer, Investoren oder Pool-Kandidaten ggf. später separat zu evaluieren — keine Platzhalter-Anteile im Cap Table.

Offen

Atelier Deubner | Lopez ZT OG als juristische Hülle vs. Magnus privat — vertragliche Klärung in Phase-0-Aufgabe.

02 ✓
Meine Rolle — geklärt
Erledigt · 12.5.2026

Vereinbart: Andreas Ostheimer als Tech-Cofounder mit Domain-Tiebreaker für Tech-Stack, Architektur, Datenmodell, KI-Qualität, Security und technisches Hiring.

Status

Folgt logisch aus der 50/50-Cofounder-Vereinbarung — beide Gründer bringen unverzichtbare Wertschöpfung ein.

03 ✓
Anteile — vereinbart
Erledigt · 12.5.2026

Vereinbart: 50 / 50 zwischen Magnus Deubner und Andreas Ostheimer als operative Kern-Cofounder. Magnus: Idee, Domain, Akquise. Andreas: Tech, Produkt, Architektur, Skalierung.

Strukturell weiter zu fixieren: Konflikt-Mechanik (§08), Vesting 4 J / 1 J Cliff, Deadlock-Regel, Behandlung Magnus' Vorinvestitionen als Gesellschafter­darlehen (nicht im Cap Table).

Outcome

Diskussion zu Punkten 1–3 abgeschlossen. Verbleibende Strukturfragen (Punkt 4 — IP, Vesting, Haftung, GmbH; Punkt 5 — Daten-Gates & ARR; Punkt 6 — POC & Beirat) noch zu klären.

04
IP, Vesting, Haftung, GmbH
10 Min

IP: Code bei mir, exklusive Lizenz an die Gesellschaft solange beteiligt, automatische Einbringung bei GmbH-Umwandlung. Vesting: 4 Jahre / 1 Jahr Cliff, beide Gründer. Haftung: GesbR eng begrenzt, GmbH-/FlexKapG-Umwandlung 1:1 vertraglich fixiert vor Marktbetrieb. Anwaltsprüfung: jeder eigenen Anwalt, kein gemeinsamer.

Erwartung

Zustimmung im Grundsatz; Detail-Klärung mit Anwalt in Woche 1–2 des POC.

05
Daten-Gates & ARR-Erwartung
10 Min

Daten: Brachflächen-Dialog — API-Zugang oder nur die öffentliche Karte? HORA / LFRZ — kommerzielle Reseller-Lizenz nötig oder OGD-frei? EUIPO-KMU — aktueller Status, eingereicht, offen, Frist? Pilotgemeinden — welche, wer hat Ja gesagt, schriftlich? BEV-Nutzungsrechte für Planer-Export geprüft? (Owner: Magnus — Issue #77)

Fassaden-Daten: Bereit, beim 490 €-Beratungs­termin systematisch Fotos der Liegenschaft zu erfassen (mit Eigentümer-Einwilligung)? Das wird zur eigenen IP — Street View darf rechtlich nicht per AI ausgewertet werden, eigene Erfassung ist die saubere Alternative.

ARR-Erwartung: „Was ist deine Vorstellung von realistischem Umsatz nach 4 Jahren?" Abgleich mit Szenarien-Tabelle aus §10.

Erwartung

Wenn Magnus' ARR-Vorstellung deutlich über der optimistischen Linie (5 M+) liegt → gemeinsames Sortieren statt Streit. Pilotgemeinden müssen Namen haben.

06
4-Wochen-POC & Beirat
10 Min · Abschluss

POC-Vorschlag (siehe §09): Woche 1 Rechts + Datenzugang, Woche 2 BEV / HORA-POC + Luftbild-Score-Test, Woche 3 Szenario-Engine v0, Woche 4 Demo-Report.

Beirat: Zwei mögliche Mediator-Kandidaten für Tiebreaker-Ebene 2 benennen.

Reihenfolge: POC zuerst, formelle Gesellschaftsgründung danach. Andreas (Ostheimer OG) macht Programmierung & Design — kein externer Designer, kein NDA-Bedarf in der 2-Personen-Phase. Schriftliches Cofounder-Memo (50/50, Magnus' Vorinvestitionen als Gesellschafter­darlehen vorgemerkt) reicht als Foundation für den POC.

Outcome am Dienstagabend

Klares Ja zum 4-Wochen-POC + Strukturklärung schriftlich auf Magnus' Tisch. Oder klares Nein / Pause, wenn 1–4 nicht zufrieden­stellend geklärt sind.

Mitnehmen. Cofounder-Memo 50/50 · IP-Modelle (§08) · Konflikt-Mechanik (§08) · Szenarien-Tabelle (§10) · 4-Wochen-POC-Plan (§09) · Luftbild-Score-POC-Frage (§05) · LLM-Token-Ökonomie + Stripe-Mathematik (§06). 1–2 Seiten Notizen reichen für das Gespräch selbst.
13 — Leerstandstool · Ortskern & Region

Leerstand systematisch — und der ehrliche Abstand zwischen heute und „systematisch".

Ortskern-Leerstand ist für drei Akteure dasselbe Problem aus verschiedenen Blick­winkeln: Für die Gemeinde geht es um Ortsbild, Versorgung und Bodenpolitik. Für das Regionalmanagement um die Priorisierung der Belebungs­arbeit — welche Objekte zuerst, mit welcher Förderung. Für einen regionalen Partner um Werthaltigkeit im Bestand und Finanzierungs­anlässe bei Sanierung und Umnutzung. Ein systematisches Leerstandstool bedient alle drei — und ist damit die naheliegende Produktlinie für die Gemeinde-/Regions­schiene.

Einordnung: Die Roadmap kennt ein Partner-Kooperations­modell bisher erst als Phase-4-Task (Monat 13–24). Wo die Regions­schiene früher relevant wird, gilt eine klare Linie: zeigen, was live ist; benennen, was Konzept ist; nichts zusagen, was offene Rechts- oder Datenfragen voraussetzt.

Live Was das Produkt heute kann

  • Einzel-Adress-Report: Adresse → Karte → Ampel-Steckbrief → Nutzungs­szenarien → PDF/Permalink, live auf landnutzen.vercel.app
  • Standort-Indikatoren mit Ampel-Logik je Adresse: Widmung, ALSAG, Hochwasser, Wildbach/Lawine, Lärm, Breitband, ÖV-Güteklassen, Denkmal, Schutzgebiete, Radon u. a.
  • Anonym nutzbar (10 Reports/Tag/IP) — für eine Demo vor externem Publikum ausreichend
  • Gemeinde-Überblick (/gemeinde/[slug], login-pflichtig): k-anonymes Ampel-Aggregat über die bereits erstellten Reports einer Gemeinde — Stand 11.06.2026 für Gänserndorf demo-fähig (105 aktive Reports, Schwelle ≥ 5)
  • Szenario- und Förderwerte tragen den permanenten Entwurfs-Banner („fachlich unbestätigt") — Freigabe siehe M9

Konzept Was das „systematische" Tool wäre

  • Gemeinde-Leerstandsinventar mit Objektliste, Filtern und Berichtsexport = Phase 3 der Roadmap, existiert nicht. Der live geschaltete Gemeinde-Überblick aggregiert nur, was Nutzer bereits geprüft haben — ein Stimmungsbild der geprüften Adressen, keine Vollerhebung des Leerstands
  • Gemeinde-Abo 990 €/Jahr ist ein Roadmap-Preis („Leerstandsbericht, Förder-Dashboard, Aggregat-Ansicht") — Stripe-Checkout ist technisch angebunden, läuft aber im Test-Mode: heute ist kein Tarif buchbar
  • Keine Leerstands-Datenquelle integriert: Brachflächen-Dialog (BMLUK) ohne belastbar bestätigten API-Zugang, kommunale Erhebungslage unbekannt
  • Gemeinde-Sales-Cycle laut eigener Analyse 6–18 Monate (Budgetzyklus) — ob ein Partner-/Regionalmanagement-Pfad das verkürzt, ist eine Hypothese, kein Beleg

Nutzen je Akteur — heute und in der Ausbaustufe

AkteurHeute (live)Mit Leerstandsinventar (Konzept, Phase 3)
Gemeinde Objektive Erstbewertung je Objekt: einheitlicher, quellenbasierter Report statt Bauchgefühl; neutraler Befund als Argumentations­basis gegenüber Eigentümern Aggregatsicht aller Verdachtsflächen auf Karte und Liste; Berichtsexport als Arbeitsgrundlage für Gemeinderat und Ausschüsse
Regionalmanagement Fördermatching je Szenario (Katalog derzeit Entwurfsstatus); teilbare Permalinks/PDFs für die Arbeit mit Eigentümern Priorisierung der Belebungs­arbeit: welche Objekte zuerst — nach Widmung, Risikolage und Szenario-Eignung; Förder-Dashboard
Partner (Finanzierung & Region) Anknüpfung Finanzierungs­geschäft: Objekte mit tragfähigem Nutzungs­szenario sind potenzielle Sanierungs- und Umnutzungs­finanzierungen Objektive Datenbasis zum Leerstand in einer Region statt anekdotischer Einzelfälle; Ausblick (Roadmap, nicht Teil des heutigen Produkts): ESG-/Taxonomie-relevante Gebäudedaten aus den Klimarisiko-Indikatoren
Pilotvorschlag: eine Gemeinde, drei Monate, gemeinsame Auswertung mit Regionalmanagement und einem regionalen Partner. Ziel ist ein belastbarer Befund, ob Adress-Report und Leerstandsinventar die Arbeit der Ortskern­belebung tatsächlich tragen — vor jeder weiteren Ausbau-Entscheidung. Konditionen-Rahmen laut interner Planung (Entwurf, derzeit nicht buchbar): Ersteinschätzung kostenlos (live) · Gemeinde-Abo 990 €/Jahr (Konzept) · Planungsbüro-Abo 59–149 €/Monat (geplant) · Beratung 490 €/Vorgang (geplant).
Sprachregelung für externe Gespräche: Der Einzel-Adress-Report ist live und zeigbar; das Leerstandsinventar ist Konzept und wird auch so benannt. Extern nichts als gelöst darstellen, was offen ist — insbesondere BEV-Export-Rechte (Issue #77), HORA-Lizenz und Brachflächen-Dialog-Zugang. Alle Aussagen bleiben Indikatoren, keine Rechtsverbindlichkeit (R-03).

Begleitdokument

Das Konzept-Mockup ist ein Entwurf (Stand 11.06.2026) als Diskussions­grundlage — kein gebautes Produkt, keine Zusagen:

Konzept-Mockup: Gemeinde-Leerstandsinventar
Offene Fragen der Regions­schiene — vor jeder Zusage zu klären:
  • Welche Leerstandsdaten haben Gemeinden real — eigene Erhebungen, Melderegister-Abgleich, Begehungen?
  • Wer wäre Vertragspartner: Gemeinde, Regionalmanagement oder ein regionaler Partner?
  • Welche Rolle kann ein Partner spielen — Kunde, Pilot-Sponsor oder Multiplikator?
  • Gibt es laufende Leerstandserhebungs-Initiativen in der Region?
Anhang — Belege

Quellen & Förderpfade.

Atelier Deubner | Lopez ZT OG × Ostheimer OG · Andreas Ostheimer · Vertraulich · Nicht für die Weitergabe an Dritte.