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Zwei Cofounder Pilotregion Niederösterreich Öffentliches Projektbriefing

LandNutzen.
Nutzungs­potenzial sichtbar machen.

Eine digitale Plattform, die Leerstand und Brachflächen im ländlichen Raum wieder nutzbar macht — und ein Briefing, das die Roadmap dorthin nüchtern auf die Realität von Datenrechten, Haftung und Aufwand prüft.

08.10.
Statusstand 2026
3
Werkzeuge live
NÖ
Pilotregion
Test
Stripe-Modus
Aktueller Stand · 8. Oktober 2026

Was das Produkt heute kann – und wo es ehrlich steht.

LandNutzen ist heute ein öffentlicher Werkzeug-Hub mit drei kostenlosen Werkzeugen, einem Nutzungspotenzial-Report für Niederösterreich, quellengeprüften Wissensbeiträgen und einer API. Reale Zahlungen gibt es nicht; Stripe läuft ausschließlich im technisch erzwungenen Testmodus. Ist-Stand und historische Planung bleiben getrennt: Die Coverage-Matrix wurde am 8. Oktober 2026 erneut abgerufen, die Werkzeug-Zahlen und die Pilotanfragen stammen vom 8. Oktober 2026 (Daten bis 7. Oktober), die Google-Zahlen vom 4. Oktober 2026 (nicht neu gemessen), alles gemessen, nicht geschätzt. Änderungen bis zum 8. Oktober 2026 sind eingearbeitet. Die aktuelle Themenübersicht steht weiter unten.

BausteinWas er heute kannGrenze
Standort-Check13 Datenkarten zu einer Adresse, ohne Login und ohne Speicherung. Für ganz Österreich: Klima und Niederschlag, Hitzetage, Erdbebenzone, Radonpotenzial, Öffi-Anbindung (ÖV-Güteklasse) und Breitband. Für ganz Österreich mit dokumentierten Lücken: Brachflächen-Potenzial, Hochwasser-Risikogebiete, Denkmalschutz sowie Wildbach- und Lawinenzonen. Flächenwidmung für NÖ, Wien, Vorarlberg und Oberösterreich, Parzellenbezug nur im Datenpilot Gänserndorf.Die Karte „Lokale Klimazone“ ist noch nicht freigegeben. Wo kein freigegebener Datenstand vorliegt, steht ehrlich „außerhalb“ statt eines Ersatzbefunds.
Nutzungspotenzial-ReportBericht für Niederösterreich mit Parzelle, Widmung, Risiken, Umfelddaten, sechs Nutzungsszenarien, Förderhinweisen, Permalink und PDF. Seit 5. Oktober bevorzugt die Adresssuche Niederösterreich und nennt vor dem Bericht die gefundene Adresse („Gefunden: …“), bei mehrdeutiger Eingabe mit Hinweis. Die Breitband-Klasse leitet der Bericht aus dem Messwert ab, auch bei gespeicherten Berichten.Szenario- und Förderregeln bleiben Entwürfe, bis die fachliche Sichtung (#291) vorliegt.
PV-ErtragsrechnerErtragsschätzung für ganz Österreich auf Basis von PVGIS.Standortmodell, keine Dachvermessung, keine Ertragsgarantie.
Immobilienmarkt-SignalAmtliche Preisindizes im Verlauf, national und als EU-Aggregate, dazu der Fundamentalpreisindikator der Nationalbank für Österreich und Wien.Keine Bundesland-, Bezirks- oder Objektwerte, kein Wert in Euro je Quadratmeter.
WissenZwölf menschlich freigegebene Beiträge sind live, davon drei Datenstories. Die letzten vier (Radonpotenzial nach Bundesland, ÖV-Güteklassen, Flächenwidmung in Niederösterreich, Erdbebenzone und Hitzetage) wurden am 4. Oktober 2026 freigegeben. Seither wurden Beiträge bei der Wiedervorlage erneut geprüft und menschlich freigegeben: „Datenstand und Abdeckung richtig lesen“ (4. Oktober) und „Häuserpreise in Österreich im Vergleich zur EU“ (6. Oktober, mit den Preisdaten bis zum 2. Quartal 2026); der Widmungsbeitrag nennt seit 4. Oktober auch Wien und Vorarlberg und seit der eigens freigegebenen Version 1.2 vom 8. Oktober zusätzlich Oberösterreich.In Produktion gibt es keine unfreigegebenen Entwürfe; nichts wird automatisch veröffentlicht.
API und MCPVersionierte REST-API, MCP-Server (lokal per stdio und gehostet unter POST /api/mcp) und Skill auf demselben Report-Vertrag; die Coverage-Matrix ist öffentlich abrufbar.Ohne API-Schlüssel gilt das niedrigere Tageslimit für anonyme Aufrufe; Admin-Werkzeuge verlangen einen Schlüssel mit Admin-Berechtigung.
PilotanfrageAnfragepfad seit 25.09.2026 öffentlich unter /pilot und im Konto; jede Anfrage prüft ein Mensch.Bisher ist keine Anfrage eingegangen.
DatenüberwachungStündlicher Drift- und Frische-Monitor über die aktiven Datenstände, Zustandswechsel höchstens einmal täglich als Sammelbericht an office@ostheimer.at.Der Monitor verändert nie einen aktiven Datenstand. Der erste Empfang des Sammelberichts in Produktion ist noch nicht belegt.
Betrieb und PrüfungSeit 6. Oktober 2026 laufen die Serverfunktionen in Frankfurt (vorher Washington), also in der Region der Datenbank; der Abruf der Coverage-Matrix sank im Median von rund 0,9 auf rund 0,35 Sekunden. Die Vercel-Cron-Routen zur Erneuerung der Datenstände Altlasten, Hochwasser und Brachflächen sind eingerichtet. Der Altlasten-Betriebsnachweis liegt vor. Der erste NÖ-WFS-Vollimport auf Vercel ist am 9. Oktober belegt; der Monitorlauf danach war erfolgreich, die Folgeprüfung am 10. Oktober steht noch aus. Der NÖ-WFS-Snapshot wurde erneut abgerufen; sein fachlicher Quellenstand bleibt der 17. November 2024 und seine Abdeckung auf den bisherigen Pilotbereich beschränkt. Der erste Brachflächenlauf (#685) ist noch nicht belegt. Die GitHub-Prüfläufe sind seit 5. Oktober aus Kostengründen aus; vor jedem Merge läuft stattdessen eine lokale Prüfung (npm run check:local, 14 lokale Prüfjobs einschließlich der Oberösterreich-Prüfung).Kein automatischer Schutz des Hauptzweigs mehr: Die Verantwortung liegt beim Mergenden, belegt durch die Ergebniszeile im Pull Request. Die GitHub-Zeitpläne für Altlasten und Brachflächen sind als Rückfall drei Stunden nach dem Cron aktiv. Der Hochwasser-Workflow ist bereits deaktiviert. Die übrige Abschaltung und das Entfernen der Zeitpläne bleiben an die Betriebsnachweise gebunden (#685, Entwurf #669).

Coverage-Matrix, live nachgemessen

Lesender Abruf am 8. Oktober 2026 (GET /api/v1/data-sources/coverage-matrix, Matrixversion 2026-10-07.site-check-zoning-oberoesterreich-lane-v1): 43 Lanes und 387 Zellen für neun Bundesländer, alle neun mit dokumentiertem Status. Davon sind 169 nutzbar (126 available, 43 availableWithGaps); 18 sind gated, 56 outsideCoverage und 144 notConfigured. Am 27. September waren es 139 von 351. Nach den vier Freischaltungen vom 30. September (Widmung Wien, Denkmalschutz, Breitband, Wildbach und Lawine) waren es 167 von 369; die Flächenwidmung für Vorarlberg am 4. Oktober brachte die 168, die für Oberösterreich am 8. Oktober die 169. Die Widmung antwortet damit in Niederösterreich, Wien, Vorarlberg und Oberösterreich, in den übrigen fünf Bundesländern steht „außerhalb“. 9/9 heißt dokumentiert, nicht flächendeckend verfügbar.

Tag-90-Bilanz: 7 von 10 Gates abgehakt

23 Tage vor Tag 90 (31. Oktober). Eines der sieben abgehakten Gates gilt nur deshalb als erfüllt, weil T05 nicht gewählt wurde und es damit entfällt.

GateStand 08.10.2026Beleg oder Lücke
Drei öffentliche Werkzeuge bestehen alle sechs Release-GateserfülltPV-Rechner, Standort-Check und Immobilienmarkt-Signal, Audit vom 23.09.2026.
Reproduzierbare Prüffälle (45 PV, je 20 für die anderen Werkzeuge)erfüllt45/45 PV, 35 Standort-Check beim Audit vom 23.09. (der Vertrag führt am 8. Oktober 120 dokumentierte Fälle), 47 Immobilienmarkt. Die wöchentliche PV-Live-Prüfung läuft seit 5. Oktober nicht mehr automatisch, weil der GitHub-Workflow abgeschaltet ist.
Fördertreffer mit Primärquelle, falls T05 gewählt wirdentfälltT05 wurde am 15.09.2026 nicht gewählt; abgehakt, aber ohne Leistung dahinter.
9/9 Bundesländer mit maschinenlesbarem Coverage-StatuserfülltLive-Matrix oben.
Rollback oder Restore geprobterfülltAm 23.09.2026 auf Wegwerf-Branches, Produktion unverändert.
T06 Standortvergleich für Beta-NutzerverschobenProduktentscheidung vom 25.09.2026: jetzt kein Beta-Nutzer, Gate nach Tag 90.
Zwölf Beiträge, davon drei Datenstorieserfüllt12 von 12 live, davon drei Datenstories; die letzten vier am 4. Oktober 2026 menschlich freigegeben, keiner automatisch veröffentlicht. Die seit 1. Oktober fällige Wiedervorlage („Datenstand und Abdeckung richtig lesen“) ist am 4. Oktober erledigt, die vorgezogene des Häuserpreis-Beitrags am 6. Oktober; derzeit ist keine Wiedervorlage überfällig.
Reichweite: 500 Klicks, 150 Abschlüsse, 5 Anfragen je 28 Tageweit verfehltMessung unten. Das Planungsziel wird nicht nachträglich angepasst; die Abweichung wird berichtet.
Zahlender Pilot oder mindestens fünf Anfragen als NachfragebelegoffenKeine Zahlungen (Testmodus) und null Anfragen. Die offene Nachfrageplanung ist in #686 erfasst.
Kosten je Abschluss, Lead und Datenstand sichtbarerfülltAdmin-Ansicht am 05.10.2026 gesichtet: Infrastrukturkosten 33,16 $/Monat mit Quelle und Stand, alle drei Kennzahlen sichtbar, kein offener Budgetalarm. Der Infrastrukturwert ist ein Augustwert und wird nach der nächsten Rechnung nachgezogen.

Reichweite: gemessen gegen Ziel

Gleiche Methode wie beim Stand vom 25. September: Werkzeug-Abschlüsse aus den kennungsfreien Tagesaggregaten (abgeschlossenes Ergebnis oder ehrlicher Abdeckungs- bzw. Fehlerstatus), lesend aus der Produktionsdatenbank; Klicks aus der Google Search Console, Suchtyp Web. Zeitfenster sind volle Kalendertage in UTC: 28 Tage = 10.09.–07.10.2026, 7 Tage = 01.10.–07.10.2026 (Messung am 8. Oktober 2026). Die Google-Zahlen wurden nicht neu gemessen und stammen vom 4. Oktober 2026 (Fenster 06.09.–03.10.2026).

Kennzahl28 Tage7 TageStand 25.09.Tag-90-Ziel
Qualifizierte Werkzeug-Abschlüsse, öffentlich gezählt (nur Werkzeuge mit Eingabe: PV-Rechner und Standort-Check; der Standort-Check zählt erst seit 04.10.2026)17 bei 18 Starts (PV-Rechner 1, Standort-Check 16)17 bei 17 Starts (PV-Rechner 1, Standort-Check 16)3150
Eigene Prüfläufe („davon intern“, ADR-0079): getrennt gezählt, nicht in der Zeile darüber5 bei 5 Starts (alle Standort-Check)5 bei 5 Starts––
Immobilienmarkt-Signal: Aufrufe mit Ergebnis (eingabefrei, getrennt ausgewiesen, zählt nicht zum Ziel)1272–
Google-Websuche: Klicksnicht neu gemessen (Stand 04.10.: 5, Daten 22.–29.09.)nicht neu gemessen (Stand 04.10.: 2, 23.–29.09.)3500 nicht markenbezogen
Google-Websuche: Impressionennicht neu gemessen (Stand 04.10.: 211, Ø Position 11,9)nicht neu gemessen (Stand 04.10.: 186)––
Bingnicht messbar: kein angemeldeter Zugang zu den Bing Webmaster Tools–
Pilot- und Zugangsanfragen0005
  • Die September-Zahl „5 Abschlüsse“ enthielt 3 PV- und 2 Marktsignal-Abschlüsse. Nach der Roadmap-Definition zählt das eingabefreie Marktsignal nicht; vergleichbar sind also 3 damals mit 1 heute (PV-Rechner; am 4. Oktober waren es 2, der Abschluss vom 9. September liegt jetzt vor dem Fenster). PV-Rechner und Marktsignal zusammen: 13 statt 5 (ohne Standort-Check).
  • Der Standort-Check zählt seit 4. Oktober 2026 mit. Bis dahin war er nicht instrumentiert und steckt deshalb erst ab dem 4. Oktober in den Zahlen dieser Tabelle (vier der 28 Tage). Seit dem Produktions-Deploy am 4. Oktober um 17:18 UTC (#644) zählt der Server jede bestätigte Prüfung (Adresse aus den Vorschlägen gewählt) kennungsfrei als Start und als Abschluss, wenn mindestens eine Datenkarte einen Befund liefert; sonst als ehrlichen Endzustand. Ein lesender Abruf um 17:25 UTC fand die ersten Zeilen (1 Start, 1 Abschluss); damit ist die größte Messlücke vor Tag 90 geschlossen. Das 28-Tage-Fenster zu Tag 90 (31. Oktober) enthält den Standort-Check fast vollständig, die Zahlen vor dem 4. Oktober bleiben ohne ihn. Wiederholte Prüfungen derselben Person zählen einzeln, weil es bewusst keine Besucherkennung gibt.
  • Eigene Prüfläufe zählen seit 6. Oktober 2026 getrennt („davon intern“, ADR-0079). Sichtprüfungen, Browser-Stichproben aus Arbeitssitzungen und Skripte gegen Produktion tragen eine nicht fälschbare Markierung ohne Kennung und werden in einer eigenen Tabelle gezählt; in der Tag-90-Kennzahl und im 14-Tage-Ausgangswert zählen sie nicht. Gemessen am 8. Oktober: 5 interne Standort-Checks (je 5 Starts, Ergebnisse und Serverläufe; einer am 6. Oktober, vier am 7. Oktober) stehen neben den 17 öffentlich gezählten Abschlüssen, insgesamt gemessen sind es 22. Die 16 öffentlich gezählten Standort-Checks fallen ausschließlich auf den 4. Oktober (3), den 5. Oktober (1) und den 6. Oktober (12, darunter zehn vom Vormittag), also auf die Tage vor der getrennten Zählung. Sie waren nach heutigem Wissen überwiegend eigene Tests und lassen sich nachträglich nicht mehr herausrechnen. Am 7. Oktober, dem ersten vollen Tag mit getrennter Zählung, gab es keinen öffentlich gezählten Standort-Check. Deshalb ist der 14-Tage-Ausgangswert des Standort-Checks auf den 6. Oktober neu verankert: Er umfasst den 7. bis 20. Oktober 2026 und ist danach eingefroren.
  • Marke und Nicht-Marke lassen sich nicht exakt trennen (Stand 4. Oktober 2026, nicht neu gemessen). Ein Filter auf den Markennamen ergibt null Impressionen; die Suchanfragen hinter den fünf Klicks weist Google nicht aus. Die Klicks verteilen sich auf vier Seiten: drei Wissensbeiträge (Klimadaten, PV-Ertrag, Standort-Check einordnen) und den PV-Rechner.
  • Google liefert Daten erst ab 22.09.2026 (Domain-Property seit 23.09.2026 bestätigt) und lieferte bei der letzten Messung am 4. Oktober Daten bis 29.09.2026; seither nicht neu gemessen. Das 28-Tage-Fenster der Search Console umfasste deshalb tatsächlich acht Tage.
  • Anfragen (Stand 8. Oktober 2026): Die Tabelle der Pilotanfragen ist leer, auch ohne Testeinträge gezählt.
Verlauf und Einzelnachweise bis 30. September 2026

Hinweis zum Stand: Der folgende Verlauf ist ein Textstand bis 30. September 2026. Die darin genannten Zahlen (zehn Quellenkarten, acht Beiträge, sieben Datenkarten, 18 Canonicals, 39 Lanes und 351 Zellen) gelten so nicht mehr; heute sind es 13 Datenkarten, zwölf Beiträge, 22 Canonicals (Sitemap am 8. Oktober 2026), 43 Lanes und 387 Zellen. Auch „Phase 2 hat begonnen“ ist überholt: Alle Tag-60-Gates sind abgehakt; die Google-URL-Prüfung vom 25. September belegte 11 von 16 geprüften Seiten im Index (#509). Ein heutiger Vollnachweis aller 22 Canonicals und der Bing-Index sind damit nicht belegt. Phase 3 läuft; die Tag-90-Bilanz steht oben.

Der Standort-Report mit sechs Szenarien, Permalink/PDF, Passkey- oder Magic-Link-Login, Konto- und Org-Bereichen sowie k-anonymem Gemeinde-Überblick bleibt als NÖ-Pilot live. Hinzugekommen sind der öffentliche Werkzeug-Hub, der österreichweit geprüfte PV-Ertragsrechner, der eigenständige, nicht persistierte Standort-Check und als drittes öffentliches Werkzeug das Immobilienmarkt-Signal, acht menschlich freigegebene quellengeprüfte Wissensbeiträge (davon zwei Datenstories), die 9/9-Coverage-/Rechtematrix und das Source-/Release-Ledger. Alle acht Beiträge sind öffentlich verfügbar; aktuell gibt es keine unfreigegebenen Entwürfe und das Sechs-Live-Beiträge-Gate ist erfüllt. Der Datenpass zeigt zehn Quellenkarten mit belegter Abdeckung, Aktualität und klaren Grenzen. Seit 27. September 2026 kommen Radonpotenzial, ÖV-Güteklassen und Hochwasser für ganz Österreich sowie die Flächenwidmung für Niederösterreich aus eigenen, geprüften Datenständen; Hochwasser zeigt außerhalb des NÖ-Piloten nur die amtlichen Risikogebiete (Stand 2020), die Widmung ist eine generalisierte Übersicht und keine Rechtsauskunft. BEV bleibt auf den dokumentierten Pilot beschränkt; Widmungs-Kartendienst und -Kartenausgabe (#413) sowie nicht konfigurierte Quellen bleiben geschlossen. Bis 26. September führte Produktion 50 Quellen: zwölf mit aktivem qualifiziertem Release und 38 ausdrücklich als Legacy/unbestätigt; seither sind vier weitere Standort-Check-Releases aktiv. Das Immobilienmarkt-Signal zeigt ausschließlich amtliche Preisindizes im Verlauf, national und als EU-Aggregate; Bundesland- und Bezirkswerte, ein Objektwert oder ein Wert in Euro je Quadratmeter sind ausdrücklich nicht enthalten. Alle drei Quellen sind freigegeben: Statistik Austria und Eurostat seit 18. September, der OeNB-Fundamentalpreisindikator (Österreich und Wien) seit 24. September 2026. Die Werkzeugmatrix weist seit 27. September 39 Public-Display-Lanes und 351 fail-closed Statuszellen aus; der Altlasten-Lookup bleibt bewusst ausschließlich im Mehrwert-Bericht und ist keine Standort-Check-Lane. Stripe Checkout und Billing-Portal laufen ausschließlich im technisch erzwungenen Testmodus; reale Zahlungen, fachliche Produktfreigabe, Marktlaunch und ein systematisches Leerstandsinventar sind nicht live.

Auth-Nachtrag · 9. August 2026: Passkeys sind produktiv aktiviert und die vollständige Geräteabnahme — Einrichtung im Konto, Abmeldung und erneuter Passkey-Login — ist erfolgreich. Der Magic-Link bleibt Wiederherstellungsweg; platform_admin bestätigt den Admin-Zugriff weiterhin zusätzlich mit TOTP.

Eine formale POC→MVP-Entscheidung wurde nicht getroffen. Der gemeinsame Abnahmeslot #305 lief ohne Abnahme aus; #288 wurde anschließend zugunsten des asynchronen Plattformmodus geschlossen, ohne daraus eine Abnahme abzuleiten. Offen bleiben fünf externe Gates: Pilotgemeinde (#289), AVV-Kette (#290), Szenario-Review (#291), Cofounder-/Rechtsformklärung (#292) und Beirat/Mediation (#293). Brachflächen-Zugang und produktiver Snapshot (#294/#376), der streng anonyme Report-Latenz-Abschluss (#276) sowie Accessibility inklusive VoiceOver (#287/#306) sind abgeschlossen. Phase 1 ist seit 18. August einschließlich der fail-closed geprüften, kennungsfreien 14-Tage-Baseline vollständig dokumentiert; Phase 2 hat mit DATA-01/02 begonnen. DATA-01 liefert das generische Import-Checkpoint-Harness. Zwei DATA-02-Slices trennen den technischen Lauf vom pointergebundenen Betriebsnachweis und ergänzen quellspezifische Drift- und Frischeregeln, stündliche Überwachung sowie deduplizierte Alerts an die bestehende Admin-Allowlist. DATA-03 bindet österreichweite Adapter an die Coverage-/Rechtematrix; DATA-04 verhindert über run-gebundene Current Views gemischte Quellenstände. TOOL-03 liefert den eigenständigen Standort-Check mit signierter Auswahl, sieben Datenkarten und offengelegten Abdeckungsgrenzen. CON-02 ist einschließlich menschlichem Schlussreview abgeschlossen: acht Beiträge sind live, alle tatsächlich freigegeben, und der semantische Quellenfingerprint schützt künftige Updates. Ein bloßer Pointer-Wechsel ersetzt keinen Quellen-Drift, und keine Veröffentlichung oder Depublikation erfolgt automatisch. Bekannte Teilabdeckung bleibt sichtbar; weder Monitor noch Werkzeug verändern einen aktiven Datenstand. Der BEV-Pilotexport ist technisch an einen eigenen Exportrelease und einen vorhandenen wertschöpfenden Report gebunden. Der DXF-Consumer ist seit 26. August als release_bound produktiv aktiv: der finale Stand dpl_CaUMXVpyerL5iV6BzraupmboMgtr auf Merge-SHA 8b276764f8d5803e8dc6ecdbe54323d8b38445c1 lieferte einen parser-validen DXF, Negativfälle blieben fail-closed und der Flag-Rollback auf 404 und ein ausgeblendetes OpenAPI-Schema wurde vor der Wiederaktivierung nachgewiesen. NÖGIS-Rechte (#413), ein eigenständiger Parzellenpass und die übrigen externen Freigaben bleiben offen; SEO-01 war in diesem historischen Plan der nächste eigenständige Schritt: 18 öffentliche Canonicals einschließlich der Methodikseite und dreizehn Breadcrumb-Dokumente sind technisch vorbereitet, private Seiten bleiben noindex. Nachtrag: Seit 23. September 2026 ist die Domain-Property in der Google Search Console bestätigt; die URL-Prüfung vom 25. September fand 11 von 16 geprüften Seiten bei Google (datierter Einzelbeleg). Die Sitemap wurde zuletzt am 24. September erfolgreich gelesen, mit damals 16 gefundenen Seiten (Sitemap-Beleg); das ist kein heutiger Indexnachweis für alle 22 Canonicals. Im geprüften Bing-Zugang ist kein Nachweis verfügbar; dort bleibt der tatsächliche Suchmaschinenindex unbestätigt.

Der verbleibende technische, inhaltliche und kommerzielle Plattform-Backlog aus dieser Arbeitsphase ist in GitHub-Issue #493 gebündelt. Bereits produktiv abgenommene Arbeit wird dort nicht wieder geöffnet; neue Umsetzung beginnt über abgegrenzte Folge-Issues mit eigenem Produktionsnachweis.

Die kanonische, routen- und codebasierte Statusquelle ist /docs/status. Frühere Phasenpläne und datierte Gesprächsnotizen bleiben als Historie erhalten und sind ausdrücklich keine aktuelle Featureliste.

01 — Kernidee

Eine Lücke, die niemand füllt.

Bestehende Katastersysteme erfassen Leerstand, aber niemand weiß, was konkret mit einer Liegenschaft möglich wäre, was es kostet und welche Förderungen verfügbar sind.

LandNutzen schließt diese Lücke als niederschwellige Entscheidungs- und Kommunikations­schicht über vorhandenen Geodaten.

Eigentümer, Gemeinde oder Planer geben eine Adresse ein. Die Plattform liefert automatisch Kataster-, Widmungs- und Klimadaten sowie 6 mögliche Nutzungen mit Ampelsystem und Prüfpunkten, passende Förderungen und einen Klimarisiko-Check — kostenlos, ohne Login, in Minuten.

BEV Kataster NÖGIS Widmung NÖ OGD Hochwasser SPARTACUS v3 Klima 2025 (release-gebunden live) Brachflächen-Dialog LLM via Vercel AI Gateway

Zielgruppen

Eigentümer

Liegenschafts­eigentümer

Kostenlose Erst­einschätzung in Minuten. Kein Login. Klarheit über Nutzungs­optionen, ohne sofort einen Sachverständigen beauftragen zu müssen.

Public

Gemeinden & Politik

Leerstandsberichte, Fördermittel-Übersicht, Aggregat-Dashboard für die Ortsentwicklung. Gemeinde-Paket: Zielpreis 990 €/Jahr, noch nicht buchbar.

Pro

Planungsbüros

Volldatenexport im geplanten Abo-Modell. Planer-Lizenzen Zielpreis 59–149 €/Monat, Beratung als Zielprodukt ab 490 €; produktive Buchung ist nicht freigegeben.

Alleinstellungs­merkmal: Brachflächen­potenzial + Nutzungs­szenarien + Klimarisiko + Förder­matching in einem einzigen Tool — Pilot in NÖ, geplante Skalierung im DACH-Raum.
02 — Historischer Phasenplan · Mai 2026

Sechs Phasen als ursprüngliche Planung.

Der ursprüngliche Projektplan strukturierte die Entwicklung von der Gründung bis zum DACH-Rollout. Die Aufgabenlisten bleiben als historischer Plan erhalten und beschreiben ausdrücklich nicht den heutigen Featurestatus. Aktuelle und zukünftige Arbeit: Produktstatus und lebende Roadmap.

Phase 0
Marke, Förderung & POC-Vorbereitung
Sofort – Monat 2 · 7 Aufgaben jetzt + Gründung nach POC
  1. Erledigt: landnutzen.at sichern und produktiv anbinden; .com / .eu bleiben optional
  2. EUIPO-KMU-Förderantrag (75 % Rückerstattung)
  3. discover.ip Vorabdiagnose beim ÖPA
  4. Schutzfähigkeit „LandNutzen“ anwaltlich prüfen
  5. Wortbildmarke beim ÖPA Fast-Track anmelden
  6. KMU.DIGITAL Beratungs­förderung beantragen
  7. LEADER-Förderantrag NÖ einreichen
  8. Gesellschaftsgründung & NDA-Vorlage: bewusst nach erfolgreichem POC (Phase 2-Start)
Realistische Einordnung · 2–6 Wochen, parallel zum POC

Marken- und Förder­tasks laufen jetzt. Die formelle Gesellschaftsgründung ist bewusst nach dem POC angesetzt — bis dahin gilt die schriftliche Cofounder-Absprache (siehe §08) als Arbeitsgrundlage. Der technische Cofounder übernimmt in der Vorphase Programmier- und Designaufgaben in Personalunion, ein externer Designer und der zugehörige NDA-Punkt sind im POC nicht nötig. Nach POC-Erfolg: GesbR mit GmbH-/FlexKapG-1:1-Umwandlungs­klausel oder direkt FlexKapG, je nach Kunden-/Haftungsprofil zum POC-Ende; IP, Vesting, Leaver-Regeln dann schriftlich vor Marktbetrieb. GesbR-Haftung bleibt der Grund, dass diese Schicht nicht leichtfertig zu früh formalisiert wird.

Phase 1
Scoping & Architektur
Monat 1–3 · 8 Aufgaben
  1. Technisches Scoping-Gespräch mit Programmier­partner
  2. Datenbankschema + Entity-Relationship-Diagramm
  3. BEV-WFS Parzellen-Lookup — Proof of Concept
  4. HORA 3.0 WMS-Anbindung (Hochwasser­zonierung)
  5. UX-Wireframe Eingabe + Ergebnisansicht (lo-fi)
  6. Kooperations­gespräch Brachflächen-Dialog mit einem Bundesministerium
  7. Pilotgemeinden in NÖ verbindlich einbinden
  8. Wirtschaftsagentur des Landes kontaktieren (Kooperations­vereinbarung)
Realistische Einordnung · 3–5 Wochen

Machbar, wenn Domain-Input vom Cofounder konkret kommt. Die BEV-Rechte für Spiegelung und abgeleitete Exporte sind seit 04.08.2026 schriftlich bestätigt. Der release-gebundene BMLUK/Umweltbundesamt-OGD-Snapshot ist als neutraler potential_lookup live; er liefert keinen amtlichen Brachflächenbefund und ersetzt kein systematisches Leerstandsinventar. Beim BEV-Export sind Pointer, Consumer-Bindung sowie der kontrollierte DXF-Produktions- und Rollback-Readback aus Issue #412 abgeschlossen.

Phase 2
MVP-Entwicklung
Monat 3–6 · 10 Aufgaben
  1. Sprint 1: Eingabemaske + BEV-Kataster + Widmungs­abfrage
  2. Sprint 2: Szenario-Engine (historisch mit 5 geplant; heute 6 Szenarien live, fachlich unbestätigt)
  3. Sprint 3: Klimarisiko-Modul (HORA + GeoSphere)
  4. Sprint 4: ALSAG-Kontaminations­kataster einbinden
  5. Sprint 5: LLM-Reportgenerierung (Vercel AI SDK + AI Gateway, 3 Rollenprofile)
  6. DSGVO-Konzept & Datenschutz­erklärung finalisieren
  7. Anonyme Erst­einschätzung live (kein Login, Rate-Limit 10/Tag)
  8. Hi-fi Design & Markenbild (Logo, Farben, Typografie)
  9. Interner Beta-Test mit 3 Pilotgemeinden
  10. aws Digitalisierung Förderantrag (KI-Modul, 30 % Zuschuss)
Realistische Einordnung · 4–6 Monate Vollzeit-Äquivalent

Szenario-Engine, Datenintegration und Qualitäts­sicherung sind Hauptaufwand — nicht das LLM. ALSAG-Sprint umformulieren: Verdachts­flächen­kataster existiert seit 01.01.2025 nicht mehr; „Haftungsrisiko eliminieren“ ist fachlich nicht mehr haltbar. Nur publizierte Flächen anzeigen, klarer Disclaimer. DSGVO-Sonderfall „Adresseingabe ohne Login“: die Adresse ist auch ohne Konto personenbezogen — Privacy-Notice und Rate-Limit reichen nicht; AVV mit Sub-Prozessoren (Hosting, LLM, Geo-APIs) und ein klarer Speicher-/Lösch­zyklus müssen vor Live-Schaltung stehen.

Phase 3
Launch & Monetarisierung
Monat 7–12 · 11 Aufgaben
  1. Erledigt: Auth-System (Passkey-/Magic-Link-Login, Rollen­verwaltung, TOTP-2FA)
  2. Teilweise: Stripe Checkout/Portal im Testmodus; Preise und Produktion offen
  3. Teilweise: PDF/Permalink live; BEV-GeoJSON/PDF/DXF report- und releasegebunden produktiv, eigenständiger Planer- oder Massenexport offen
  4. Erledigt mit Grenze: k-anonymer Gemeinde-Überblick; kein Leerstandsinventar
  5. Beratungs-CTA (Calendly-Embed, Erstberatung 490 €)
  6. Erledigt: Denkmalschutz-Indikator (BDA) + RTR-Breitbandatlas
  7. Förder-Index: KPC Flächenrecycling-Daten automatisch
  8. Öffentlicher Launch NÖ (Pressemitteilung, Gemeindebund)
  9. Erste 5 zahlende Planer-Lizenzen akquirieren
  10. KMU.DIGITAL Umsetzungs­förderung abrechnen
  11. Unionsmarke EUIPO anmelden
Realistische Einordnung · 3–4 Monate nach belastbarem MVP

Status 15.07.2026: Auth, Report-Übernahme, Rollen, Gemeinde-Aggregat, BDA und Breitband sind live. Stripe ist nur im Testmodus. Planer-Export GeoJSON/DXF erst nach BEV/NÖGIS-Rechtsprüfung — Datennutzungs­rechte können Export beschränken. Förder-Index als kuratierter Katalog, nicht vollautomatisches Scraping.

Phase 4
Skalierung 2. Bundesland
Monat 13–24 · 10 Aufgaben
  1. GmbH-Gründung prüfen (ab Umsatz > 50 000 €/Jahr)
  2. Fachliche Kooperation für laufende OGD-Aktualisierung und Validierung prüfen
  3. Rollout Steiermark oder OÖ (GIS-Daten, Förderdatenbank)
  4. Österreichischer Gemeindebund: Rahmenvertrag verhandeln
  5. Kooperationsmodell mit regionalen Partnern
  6. Netzwerkeffekte: Community-Feature, Benchmark-Daten
  7. Offline-Eingabe-Modus für Vor-Ort-Begehung (PWA-Sync)
  8. B2B-Datenprodukt (aggregierte Leerstandsanalyse)
  9. INTERREG-Förderantrag (AT-CZ oder AT-SK)
  10. TU Wien / BOKU Forschungs­kooperation (Horizon Europe)
Realistische Einordnung · 4–8 Monate je Bundesland

Widmungsdaten und Landeslogik sind größter Skalierungsblock — allein die Widmungs-Integration kostet 4–8 Wochen pro Bundesland (eigenes OGD-Schema, eigene WFS/WMS-Endpunkte, eigene Generalisierungs­logik). geoland.at als gemeinsames Geoportal aller Bundesländer reduziert den Aufwand potenziell deutlich, sofern die jeweiligen Layer dort verfügbar sind — vor Phase 4 prüfen, welche Bundeslogiken bereits aggregiert sind und welche separat angebunden werden müssen. Dazu kommen Förderlandschaft und behördliche Eigenheiten. GmbH/FlexKapG möglicherweise früher sinnvoll als „erst ab 50 000 €“ — Haftung skaliert mit Kunden, nicht mit Umsatz. Zweiter Tech-Hire ab Monat 18 als Budgetposition einplanen, sonst wird die Single-Tech-Founder-Engstelle zum Skalierungs­bremser.

Phase 5
DACH-Rollout
Monat 25–48 · 7 Aufgaben
  1. White-Label-Lösung für Bundesländer entwickeln und lizenzieren
  2. Deutschland-Rollout: BauGB-Logik, BBodSchG, ALKIS-Anbindung
  3. Schweiz-Rollout: kantonale GIS-Dienste, RPG-Widmungslogik
  4. ESG-Daten-API für institutionelle Investoren
  5. Madrid-Marke für DACH + ausgewählte Zielländer
  6. Horizon Europe / Digital Europe Hauptantrag
  7. Investoren-Pitch (Exitmodell, GmbH-Struktur, Bewertung)
Realistische Einordnung · 12–24+ Monate mit weiteren Tech-Hires

BauGB/BBodSchG/ALKIS und kantonale CH-GIS sind jeweils eigene Projekte. Als Langfristoption belassen, aber nicht als gesicherte Roadmap ohne Tech-Hires und Partner verkaufen. ESG-Datenprodukt nicht im MVP-Versprechen.

03 — Realitäts­abgleich

Was machbar ist — und was nicht ins MVP gehört.

Der kritische Aufwand liegt nicht beim LLM-Stack, sondern bei Datenrechten, Datenqualität, Widmungslogik, Szenario-Engine, Haftungsaussagen und laufender Pflege. Ein belastbarer NÖ-MVP ist realistisch — wenn der Scope eng bleibt.

Machbar Im Pilot belegbar

  • Adresseingabe und Karten-/Datenlayer für eine Pilotgemeinde
  • Erste Risikoindikatorik (HORA, GeoSphere)
  • Strukturierter KI-Report mit Quellenbindung und Disclaimer
  • Indikative Widmungs­ampel auf Basis NÖGIS
  • Demo-Report für ein Beispielgrundstück, ein Rollenprofil

Heikel Nur mit Rechts-Gate

  • Parzellenscharfe verbindliche Aussagen (nicht: behördlicher Nachweis)
  • Planer-Export GeoJSON/DXF — BEV-Rechte, Release-Bindung und begrenzter DXF-Live-/Rollback-Readback bestätigt; NÖGIS-Rechte #413 und Vollprodukt offen
  • Automatisches Fördermatching — kein zentraler API-Zugang
  • ALSAG-„Haftungsrisiko eliminieren“ — nicht mehr haltbar
  • DACH-Rollout, kommerzielle Weitergabe von Geodaten
Nicht im MVP: voller Förderindex, Gemeinde-Dashboard, Planer-Abo, eigenständiger DXF/GeoJSON-Massenexport, White Label, DACH-Rollout, ESG-Datenprodukt. Diese Bausteine kommen nach dem belastbaren MVP — und nur, wenn die Annahmen aus Phase 1 schriftlich bestätigt sind.

Wesentliche Korrekturen am Projektplan

PDF-AussageProblemAngepasste Formulierung
Revenue Share 45/30/15/10 %  ✓ ERLEDIGT Unklar, ob Anteile, Umsatz oder Gewinn — Rollen nicht belegt. Ersetzt durch eine Cofounder-Struktur zwischen den Gründern — siehe §08.
GesbR gründen + IP fixieren GesbR-Haftung ist erheblich; IP nicht nur Formalität. GesbR nur für Vorphase mit engem Scope. IP/Vesting/Leaver vor Codebeginn schriftlich.
BEV-WFS Parzellen-Lookup Technisch machbar; BEV-Rechte für Spiegelung und abgeleitete Exporte sind bestätigt. Lookup und begrenzter Reportexport release-gebunden im Pilot; DXF ist nach erfolgreichem Produktions-, Parser- und Rollback-Readback aus #412 aktiv.
ALSAG / Haftungsrisiko eliminieren Verdachts­flächen­kataster existiert seit 01.01.2025 nicht mehr. Altlastenindikator nur für veröffentlichte Flächen; kein Haftungsversprechen.
Klimarisiko-Check (NÖ OGD + SPARTACUS v3) Hochwasser-Abflussbereiche kommen aus NÖ OGD. Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer stammen aus dem release-gebundenen SPARTACUS-v3-Jahressnapshot 2025 im 1-km-Raster. Beides sind Standortindikatoren, keine rechtsverbindlichen Nachweise. Risikohinweis mit Quellenangabe, Datenstand und Disclaimer.
Förder-Index automatisch einbinden Keine zentrale API; hoher Pflegeaufwand. MVP: kuratierter Förderkatalog. Teilautomatisierung später.
Planer-Export GeoJSON/DXF BEV-Rechte sind bestätigt; NÖGIS und jede weitere Quelle bleiben separat zu qualifizieren. BEV-Geometrie nur report-, release- und pilotgebunden; DXF nach Live-, Parser- und Rollback-Readback #412 produktiv. NÖGIS-Inhalte nur nach eigenem Rechte- und Release-Nachweis (#413).
DACH-Rollout Monat 25–48 D / CH haben eigene Rechts- und Datenwelten. Langfristoption — keine gesicherte Roadmap ohne Tech-Hires und Partner.
04 — Datenlage

Welche Quellen tragen — und was sie nicht versprechen können.

Einfache Übersicht — was jede Quelle über die Liegenschaft sagt

Eingabe
Eine Adresse.
Das System verschneidet sie mit mehr als einem Dutzend Geodaten-Quellen — hier zu fünf thematischen Kategorien gebündelt — und übergibt das Ergebnis an die Szenario-Engine.
01
Grenzen & Geometrie
Wo liegt das Grundstück, wie groß ist es, was steht darauf?
  • BEV Kataster Parzellengrenzen, exakte Fläche, Grundstücks­nummer.
  • basemap.at Orthofoto Aktuelles Luftbild (20 cm Auflösung), Lage im Kontext.
  • Microsoft Building Footprints KI-erkannte Gebäude­umrisse, flächendeckend für AT.
  • geoland.at Gemeinsames Geoportal aller Bundesländer — vereinheitlichter WMS/WFS-Zugang, zentraler Skalierungs­hebel ab Phase 4.
02
Widmung & Schutz
Was darf hier gebaut werden — und was plant die Gemeinde gerade?
  • NÖGIS Widmung Bau-, Grün-, Industrie- oder Sonderland — die rechtliche Ampel.
  • BDA Denkmalschutz Liegt ein historisches Schutz­objekt auf oder neben der Parzelle?
  • Gemeinderats­protokolle Aktuelle Planungs- und Widmungs­vorhaben — was offiziell bald gelten könnte, bevor es im NÖGIS-Layer auftaucht.
03
Risiko & Klima
Was bedroht das Grundstück — Wasser, Boden, Wetter?
  • HORA 3.0 Hochwasser­zonen HQ30 / HQ100 / HQ300.
  • ALSAG / Altlastenportal Release-gebundene Punktprüfung auf veröffentlichte Altlasten und 1-km-Nähe.
  • GeoSphere Austria — SPARTACUS v3 Jahressnapshot 2025: Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer im 1-km-Raster.
04
Realnutzung & Infrastruktur
Was ist tatsächlich vor Ort & drumherum verfügbar?
  • Sentinel-2 / Copernicus Versiegelungsgrad, Vegetations­dichte (NDVI), Veränderungen.
  • Brachflächen-Dialog · BMLUK KI-erkannte Potenzial­flächen — Verdacht auf ungenutzten Bestand.
  • RTR Breitbandatlas Verfügbare Internet-Bandbreite — Standortfaktor für Gewerbe.
05
Förderung
Wer finanziert die Aktivierung mit?
  • KPC Flächen­recycling Bis 60 000 € für Entwicklungs­konzepte, 50 000 € für Detail­untersuchung.
  • LEADER NÖ Regionale Förderung für ländliche Entwicklung.
  • KMU.DIGITAL · aws Digitalisierung Digitalisierungs- und KI-Boni für Konzept- und Umsetzungs­phase.
↓
Ein Report in Minuten — mit 6 möglichen Nutzungen und ihren Prüfpunkten, passenden Förderungen, Klima- und Boden­risiko-Check. Kostenlos und ohne Login.

Detail-Tabelle — Befund, Implikation, Risiko

Datenquelle Befund Produkt­implikation Risiko
BEV Kataster / INSPIRE WFS 2.0.0 + CSW-Metadaten (GML/GeoJSON). DKM ≠ Grundbuch — keine zentimetergenaue Vermessung; Toleranz­margen bei Flächen­berechnung pflicht. CC BY 4.0, dauerhafte Spiegelung und abgeleitete Exporte in wertschöpfenden Kundenreports mit BEV-Namensnennung schriftlich bestätigt. Export-Pointer und Consumer sind release-gebunden; DXF ist nach abgeschlossenem Produktions- und Rollback-Nachweis #412 kontrolliert aktiv. Mittel
NÖ Widmungs­umhüllende / NÖGIS OGD mit WFS/WMS/JSON/SHP/KML, teils generalisiert. Gut für Indikation und MVP-Ampel — keine rechtsverbindliche Auskunft. Mittel
Flächenwidmung Wien, Vorarlberg und Oberösterreich Alle drei Länder veröffentlichen die Widmung offen als Kartendienst. Je ein release-gebundener Snapshot im Standort-Check: Wien seit 30. September 2026 (26.420 Flächen, mit Bauklasse), Vorarlberg seit 4. Oktober 2026 (53.499 Flächen, Gemeinde-Planstand), Oberösterreich seit 8. Oktober 2026 (231.033 Flächen, Kennzahl mit Klartext der Planzeichenverordnung, ohne Planstand je Gemeinde). Die Karte „Flächenwidmung“ antwortet nur im bestätigten Bundesland und nie mit dem Datenstand eines anderen; in den übrigen fünf Ländern steht „außerhalb“. Keine Rechtsauskunft, maßgeblich sind Plandokument bzw. kundgemachter Plan. Mittel
geoland.at Gemeinsames Geoportal aller österreichischen Bundesländer. INSPIRE-konforme WMS/WFS-Dienste, einheitlicher Einstieg statt 9 separater Landes-APIs. Strategischer Skalierungs­hebel ab Phase 4: vereinheitlicht die Bundesländer-Anbindung, reduziert den 4–8-Wochen-Aufwand pro neuem Bundesland. Niedrig
Gemeinderats­protokolle Öffentlich, aber pro Gemeinde unterschiedlich publiziert (HTML, PDF, gescannt). Keine API, kein einheitliches Schema. Enthalten Widmungs­vorhaben, Bau­anträge, Förder­diskussionen. Geplant, heute nicht implementiert: kein Scraper, keine OCR-/NER-/RAG-Pipeline und kein Cron. Zielbild erst nach DSGVO- und Datenqualitätskonzept. Mittel
HORA / Naturgefahren WMS via LFRZ — Risiko­kommunikation, ergänzt Gefahren­zonen­pläne. Kommerzielle Nutzung ggf. Reseller-Vertrag (siehe Risiko-Karte in §07). Blockiert und nicht im Produktpfad. Hochwasser kommt aus freien NÖ-OGD-Abflussbereichen und seit 27. September 2026 im Standort-Check zusätzlich aus den offenen INSPIRE-Hochwasserflächen des Bundes (CC BY 4.0, nur amtliche Risikogebiete); HORA erst nach schriftlicher Rechteklärung. Mittel
ALSAG / Altlasten Seit 01.01.2025 kein Verdachts­flächen­kataster mehr. WFS-Endpoint altlasten.umweltbundesamt.at/altlastenwfs/kontaminierteFlaechen/wfs für veröffentlichte Flächen. Release-gebundene ST_Covers-Prüfung des Adresspunkts im nativen EPSG:31287 plus nächste Altlast bis 1 km. Kein Parzellenbefund und keine Altlastenfreiheitsbestätigung. Hoch
GeoSphere Austria — SPARTACUS v3 Release-gebundener Jahressnapshot 2025 in PostGIS, 1-km-Raster, CC BY 4.0; Web, API und PDF sind produktiv rückgelesen. Regionaler Klimaindikator; weder Messung noch Prognose für eine einzelne Parzelle. Mittel
BMLUK/Umweltbundesamt-Potenzial­flächen Release-gebundener OGD-Snapshot als neutraler potential_lookup live. Die KI-Klassifikation hat eine Falsch-Positiv-Rate (Schotter oder Lager­flächen können fälschlich als Potenzialfläche erscheinen). Vorselektion mit Quellenhinweis; kein amtlicher Brachflächenbefund, kein Geometrieexport und kein Ersatz für eine systematische Leerstandsinventur. Mittel
BDA Denkmalschutz Bericht, live mit Grenze: NÖ-CSV als eingecheckte JSON, exakter In-memory-Match über KG-Code + Grundstücksnummer. Kein Netz, keine DB, kein Cron und kein 5-m-Puffer. Standort-Check: seit 30. September 2026 ein eigener, release-gebundener Datenstand für ganz Österreich (neun BDA-Landeslisten mit den BEV-Umrissen der gelisteten Grundstücke, rund 97 % der Nennungen zugeordnet). Indikator; Ensembles/Umgebungsschutz und nicht parzellengenaue Einträge fehlen. Verbindliche Auskunft nur durch das BDA. Niedrig
RTR Breitbandatlas Bericht, live mit Grenze: WMTS-GetFeatureInfo für die 100×100-m-Festnetzzelle, Next-Cache 1 Tag; kein Mirror und kein Cron. Standort-Check: seit 30. September 2026 ein release-gebundener Snapshot der offenen Daten (100-m-Raster, vierteljährliche Lieferung). Versorgungsindikator, kein Anschluss-/Tarifversprechen und kein Mobilfunk. CC BY 3.0 AT. Mittel
Mapillary (Meta) Crowdsourced Street-Level-Bilder, CC BY-SA 4.0 — kommerzielle Nutzung und AI-Auswertung erlaubt. Coverage in AT: Städte gut, ländliche Pilotregionen dünn. Optionale Fassaden-Quelle für städtische Cases. Share-Alike-Klausel beachten: abgeleitete Datensätze ggf. selbst CC BY-SA. Mittel
Google Street View · Bing Streetside Maps Platform Terms verbieten Bulk-Download, Caching > 30 Tage, ML-Training und Erstellung konkurrierender Datenbanken. Static-API-Bilder ~ $0,007/Anfrage, aber rein zur Anzeige. AI-Auswertung nicht zulässig. Maximal Embed-Player neben dem Report. Datenbank-Aufbau ist hartes ToS-Verbot. Hoch
Förderdatenbank / KPC / LEADER Keine REST-API. KPC „Online“ nur für Antragsteller (PIN-geschützt). KPC Flächen­recycling: bis 75 % bzw. max 60 000 € Konzept, 50 000 € Detail­untersuchung. Heute: kuratierte Regeln im fachlich unbestätigten Entwurf. Zielbild: versionierte PDFs mit Doppel-Gate und zitierfähigem RAG statt Web-Scraping. Mittel

Stack — heute und Zielbild

BereichStatusHeuteZielbild / Grenze
FrontendLiveNext.js 16, React 19, TypeScript, Tailwind CSS 4, MapLibre GL JSKartenabdeckung hängt je Layer von der Quelle ab.
BackendLiveNext.js Route Handler auf Node.jsKein separater Python-/ETL-Service im Laufzeitpfad.
DatenbankLiveNeon PostgreSQL + PostGIS, Drizzle ORMpgvector wird heute von keinem Report-/RAG-Pfad abgefragt.
Background-JobsLiveVercel Cron (28 geplante Routen) + geschützte Route Handler, Laufprotokoll in Postgres; seit 6. Oktober 2026 auch Routen zur Erneuerung von Altlasten-, Hochwasser- und Brachflächen-Snapshot (ADR-0080). NÖ-WFS-Vollimport am 9. Oktober belegt, Monitorlauf danach erfolgreich; Folgeprüfung am 10. Oktober offen. NÖ-WFS-Quellenstand 17.11.2024, Abdeckung im bisherigen Pilotbereich. Der erste Brachflächenlauf ist noch nicht belegt (#685)Inngest erst als Zielbild für echte Mehrschritt-Workflows. GitHub-Workflows bleiben nur für manuelle Veröffentlichungen und als befristeter Rückfall.
KlimadatenLive mit GrenzeAtomarer SPARTACUS-v3-Lookup aus dem aktiven 2025-Release; Web, API und PDF produktiv rückgelesen.Kein GeoSphere-Livecall, kein alter geosphere_cache- oder v2.1-Fallback; regionaler Indikator, keine Parzellenmessung.
DateispeicherGeplantReports liegen mit Retention in PostgreSQL; kein R2-PfadCloudflare R2 erst mit implementiertem Zugriffsschutz und Retention.
Hosting / ComputeLiveVercel, Next.js App Router, Funktionsregion Frankfurt (fra1) seit 6. Oktober 2026, vorher WashingtonDeployment-Konfiguration ist vercel.json. Datenbank: Neon in Frankfurt.
LLMLive mit GrenzeVercel AI SDK + AI Gateway für den optionalen NarrativDeterministischer Reportkern und Template-Fallback bleiben ohne LLM funktionsfähig.
PDFLive@react-pdf/renderer + pdf-libPuppeteer ist nur Zielbild eines möglichen Premium-Pfads.
05 — Luftbilder & Computer Vision

Technische Kandidaten: Luftbilder und AI.

Im PDF-Plan kommen Luftbilder nicht vor. Dabei lässt sich aus frei verfügbaren Orthofotos und Copernicus-Layern eine zweite Datenebene aufbauen — unabhängig vom externen OGD-Snapshot, und damit ein Hebel gegen das Single-Source-Risiko.

Entwicklungsziele, keine heutige Integration: Dieser Abschnitt beschreibt technische Kandidaten. Gebäude-Footprints, Bildauswertung und ein eigener Score sind im heutigen Report nicht implementiert (#448); die folgenden Reifeangaben sind technische Einschätzungen, keine Produktfreigabe.

Was technisch geht — Reifeebenen

FeatureModell / QuelleReifeWert für LandNutzen
Gebäudegrundrisse Microsoft Building Footprints (vortrainiert, AT flächendeckend) Produktionsreif „Was steht auf der Parzelle?“ — sofort nutzbar.
Versiegelungsgrad Copernicus Imperviousness Layer / eigene Segmentierung Produktionsreif Harte Zahl als Basis für Entsiegelungs­szenarien.
Vegetations­indikator (NDVI) Sentinel-2 — 10 m Auflösung, 5-Tages-Update Trivial Proxy für „Brache überwuchert“.
Dach-Solarpotenzial Google Solar API · oder Eigenbau aus Orthofoto + DGM Reif, je nach Variante kostenpflichtig Konkretes Nutzungs­szenario mit Euro-Zahl im Report.
Pool, Carport, Nebengebäude Segment Anything + eigener Klassifikator Mittlerer Aufwand Realbestand vs. Kataster — Genehmigungs­hinweis.
Change Detection (neu/abgerissen) Differenz zweier Orthofoto-Jahrgänge Datenzugang entscheidet Aktivitäts­indikator und B2B-Datenprodukt-Hebel.
Brachflächen-Konfidenz (eigen) Kombination aus Vegetation + Aktivität + Versiegelung + Widmung Differenzierend, Validierungs­aufwand USP-Verstärker, unabhängig vom Brachflächen-Dialog.
Dach- / Gebäude­zustand Eigenes Modell, Trainingsdaten teuer Forschungsstadium Verkauft sich gut — hält rechtlich nicht.
Baujahr aus Luftbild allein Bestehende Modelle unzuverlässig Nicht produktionsreif Adressregister meist genauer.

Datenquellen Österreich

QuelleAuflösung / AktualitätLizenzEignung
basemap.at Orthofoto 20 cm besiedelt / 50 cm sonst · 2–3 Jahre OGD · CC BY 4.0 Kernquelle. Sauber lizenziert.
BEV Orthofoto / INSPIRE Vergleichbar, parzellen­synchron AGB · Standard­nutzungs­rechte; Weitergabe heikel Gleiches Rechts-Gate wie BEV-Kataster.
Land NÖ Orthofoto Teilweise aktueller als bundesweit OGD Pilotregion-Bonus.
geoland.at (Bundesländer-Aggregator) Einheitliche WMS/WFS-Anbindung über alle Bundesländer OGD je Bundesland Skalierungs­hebel ab Phase 4 — vereinheitlicht Orthofoto-Anbindung über Landes­grenzen.
Sentinel-2 / Copernicus 10 m · 5-Tages-Update Frei · EU-weit NDVI, Change Detection, kostenlose EU-Skalierung.
Microsoft Building Footprints Stand 2022, AT flächendeckend ODbL, kommerziell zulässig Sofort einsetzbar.
Google / Bing Satellite Tiles Sehr aktuell, hoch aufgelöst Kommerziell mit AGB-Einschränkungen Im Produkt riskant — Lizenz­abhängigkeit.
Mapillary (Street-Level) Crowdsourced Panoramen, AT-Coverage: Städte gut, ländlich dünn CC BY-SA 4.0 — AI-erlaubt, Share-Alike beachten Alternative zu Street View für Fassaden-Analyse in städtischen Cases.
Google Street View · Bing Streetside Hervorragende AT-Coverage, regelmäßig aktualisiert Maps Platform ToS — kein ML, kein Bulk, kein Datenbank-Aufbau Nicht für AI-Auswertung. Nur Embed-Anzeige zulässig.

Wo der Mehrwert konkret entsteht

Quick Wins Daten-Layer ohne eigenes Inferencing

  • Building Footprints (Microsoft) als „Was steht auf der Parzelle?“-Indikator
  • Versiegelungsgrad aus Copernicus für Entsiegelungs­szenarien
  • NDVI aus Sentinel-2 als „Brache überwuchert?“-Proxy
  • Solar-Score (Google Solar API oder Eigenbau) als Euro-Zahl im Report

Differenzierend Eigener CV-Layer, mittlerer Aufwand

  • Eigene Brachflächen-Konfidenz — robuster als ein einzelner externer OGD-Potenzialhinweis
  • Pool / Nebengebäude vs. Kataster — Realbestand-Abgleich
  • Change Detection als Aktivitäts­indikator für Gemeinden
  • Aggregierte Trends als B2B-Datenprodukt für Banken & ESG

Phasierungs­vorschlag

POC

Daten-Layer

Building Footprints + Copernicus Versiegelung in PostGIS. Keine eigene ML-Inferenz, nur Verschneidung mit BEV-Parzelle.

P3

Solar-Score

Google Solar API zukaufen oder Eigenbau auf basemap.at + DGM. Ein konkretes Euro-Szenario im Report.

P3+

Eigene Fassaden-Daten

Beim 490 €-Beratungs­termin oder per PWA-App „Vor-Ort“ systematisch Fotos erfassen. Eigentümer-Einwilligung, DSGVO-konform. Wird zum proprietären Daten-Asset, das kein Wettbewerber legal replizieren kann.

P4

Eigener Score

Brachflächen-Konfidenz-Pipeline aus mehreren Layern. USP-Verstärker, der den externen OGD-Potenzialhinweis um ein eigenes, validiertes Signal ergänzt.

P5

B2B-Datenprodukt

Change Detection über Zeit als Daten­produkt für Banken, Versicherungen, ESG-Reporter — mit eigenem ARR-Hebel.

Realitäts-Check. Das Heavy-Lifting bei „AI auf Luftbildern“ ist Datenbeschaffung, Lizenz und Validierung — nicht das ML-Modell. Ein gut integrierter Building-Footprint-Layer ist 10× mehr wert als ein selbst trainiertes Modell mit 78 % Recall. Aussagen bleiben Indikation mit Quellenangabe — kein Gutachten, keine Haftungs­versprechen (gleiche Disclaimer-Logik wie HORA / ALSAG).

Konkrete POC-Frage

Lässt sich für eine NÖ-Pilotgemeinde aus Building Footprints + Copernicus Versiegelung + Sentinel-2 NDVI ein „Brachflächen-Score“ pro Parzelle berechnen, der mit dem veröffentlichten OGD-Potenzialhinweis korreliert?

Der release-gebundene OGD-Snapshot ist als potential_lookup live. Ein eigener, validierter Score könnte dieses externe Signal ergänzen; auch eine Korrelation macht daraus jedoch keinen amtlichen Brachflächenbefund und ersetzt keine systematische Leerstandsinventur.

06 — API-Ökonomie & Architektur

Was die Schnittstellen wirklich kosten — und wie die Architektur sie verträgt.

Hinter Datenquellen und LLM-Stack liegen harte Gebühren, harte Rate-Limits und harte Compliance-Anforderungen. Diese Section konkretisiert die Marge pro Report, die Stripe-Mathematik des Geschäfts­modells und die Architektur­pflichten, die aus den Limitierungen folgen — Substanz, die im PDF-Plan bisher fehlt.

Detail-Tiefe: dieses Briefing ist die Übersicht. ADRs im Repo dokumentieren Entscheidungen und Zielbilder zu ihrem jeweiligen Entstehungszeitpunkt; sie sind kein Betriebsnachweis. Für den aktuellen Stand gelten Code, vercel.json, ARCHITECTURE.md und DATA-SOURCES.md. Historische Entscheidungen bleiben unter docs/decisions nachvollziehbar.

LLM-Token-Ökonomie · Multi-Provider via Vercel AI Gateway · Stand Mai 2026

Modell pro Task konfigurierbar — Defaults unten, alle per Env-Var überschreibbar ohne Code-Deploy. Aufruf über @ai-sdk/... mit provider/model-Strings über Vercel AI Gateway, ein Gateway-Key, Zero Data Retention, Fallback-Routing eingebaut.

ModellInput / 1 M TokensOutput / 1 M TokensDefault-Task
anthropic/claude-opus-4.7$5,00$25,00Premium-Reports: Endredaktion zahlender Planer-Reports + 490-€-Beratungs-PDFs
anthropic/claude-sonnet-4.6$3,00$15,00Standard-Reports, fachliche Abwägung, Tool-Use
anthropic/claude-haiku-4.5$1,00$5,00Alternative für Klassifikation
openai/gpt-5.5$5,00$30,00Alternative Tool-Use; Long-Context-Aufpreis > 272 K Tokens
openai/gpt-5.4-mini$0,75$4,50Alternative für Klassifikation und Tool-Use mid-range
openai/gpt-5.4-nano$0,20$1,25Klassifikation, Förder-Match Ja/Nein (sehr günstig)
openai/text-embedding-3-small$0,02—Zielbild: Embedding für RAG; heute nicht im Reportpfad
google/gemini-3.1-pro$2,00 (bis 200 K)$12,00 (bis 200 K)PDF-/Bild-Extraktion (multimodal, lange Kontexte)
google/gemini-3-flash$0,50$3,00Bulk-Klassifikation, schnelle Antworten
google/gemini-3.1-flash-lite$0,25$1,50KPC-Bulk-Parsing, Hochvolumen-Klassifikation (GA 7.5.2026)
Versteckte Kostenfallen pro Provider:
  • Opus 4.7 — neuer Tokenizer braucht bis zu 35 % mehr Tokens für denselben Text als Vorgänger­versionen; bei langen RAG-Kontexten Sonnet 4.6 erwägen
  • GPT-5.5 — Prompts > 272 K Input-Tokens werden für die ganze Session mit 2× Input + 1,5× Output berechnet; Regional-Processing-Endpunkt (Daten­residenz EU) +10 %
  • Gemini 3.1 Pro — Preis verdoppelt sich oberhalb 200 K Context; bei großen PDFs Vorsicht
  • GPT-5.5-Pro ($30 / $180) ist absurd teuer für narrative Reports — Opus 4.7 ist bei vergleichbarer Qualität deutlich günstiger

Routing-Logik & Beispielrechnung pro Report

Routing Welches Modell wann

  • Haiku 4.5 — Adress-Klassifikation, Widmungs-Mapping, Förderkriterien-Match (Ja/Nein-Logik)
  • Sonnet 4.6 — Standard-Report für kostenlose Erst­einschätzung, Szenario-Synthese
  • Opus 4.7 — Endredaktion zahlender Planer-Reports + 490 €-Beratungs-PDFs
  • Prompt Caching für System-Prompt + Regelwerk + Förder­richtlinien — zahlt sich ab dem zweiten Report aus

Beispielrechnung Standard-Report

  • System-Prompt + Regelwerk: ~6 000 Tokens (gecacht ab 2. Call)
  • Report-Datenkontext (BEV, NÖ-OGD-Hochwasser, ALSAG, SPARTACUS-v3-Snapshot): ~2 000 Tokens
  • Output narrativ + strukturiert: ~2 500 Tokens
  • Sonnet 4.6 mit Cache: ≈ $0,06 / Report
  • Opus 4.7 mit Cache: ≈ $0,11 / Report
  • Opus 4.7 ohne Cache: ≈ $0,28 / Report
Margenkonsequenz. Bei 149 €-Planer-Abo mit 200 Reports/Monat liegen die LLM-Kosten zwischen $12 (Sonnet+Cache) und $56 (Opus ohne Cache) — also 8 % bis 38 % der Aboeinnahme. Caching und Routing sind nicht optional, sondern wirtschaftlich verpflichtend.

Stripe-Gebühren-Matrix · Österreich-Account 2026

Produktstatus: Checkout und Billing-Portal sind für das Planer-Abo technisch im Stripe-Testmodus verdrahtet. Live-Schlüssel werden absichtlich abgewiesen. Reale Zahlungen, freigegebene Tarife, Gemeinde-Abo und Beratung sind nicht produktiv buchbar; die folgende Matrix ist Kalkulationsgrundlage, kein aktives Preisversprechen.
TransaktionstypProzentualFixZusatz
Karten EU / EWR1,50 %0,25 €—
Karten UK2,50 %0,25 €+ 2 % FX bei Nicht-EUR
Karten International (außerhalb EU)3,25 %0,25 €+ 2 % FX bei Nicht-EUR
SEPA-Lastschrift0,80 % (gekappt $5)——
Stripe Billing (Abo-Verwaltung)+ 0,7 % auf abgerechnetes VolumenVerpflichtend für Abo-Modelle
Chargeback / Dispute15,00 € Strafgebühr pro VorfallErstattet bei erfolgreichem Einspruch
Radar for Fraud$0,02–0,07 / gescreente TransaktionEmpfohlen ab Launch
Stripe Connect für Revenue-Share — in der Frühphase abraten. Die automatisierte Aufteilung einer Zahlung an mehrere Gründer-/Atelier-Konten kostet $2 pro aktivem Auszahlungs­konto pro Monat plus 0,25 % + $0,25 pro Transfer. Für eine 2–3-Personen-GesbR sind manuelle Buchhaltungs­ausschüttungen über das Hauptkonto deutlich günstiger und übersichtlicher. Stripe Connect erst ab strukturell komplexer Beteiligung (Phase 4+) evaluieren.
DACH-Implikation Phase 5. Schweiz-Umsatz in CHF erzeugt automatisch FX-Gebühren von 2 % auf jede Konvertierung — bei 990 €-Gemeinde-Paketen ≈ 20 €/Vertrag direkt aus der Marge. Lösung: separater CHF-Account oder explizite Rechnungs­stellung in EUR.

Rate-Limits — was die Architektur verträgt

APILimitImplikation
GeoSphere Austria — SPARTACUS v3Kein Provider-Call pro ReportDatenrelease und Consumer produktiv; täglicher Read-only-Monitor aus #404 prüft Drift ohne automatische Aktivierung.
Anthropic — Tier 2300 req/min (nach $40 Prepaid)Reicht für Pilot- und MVP-Phase.
Anthropic — Tier 4600 req/min (nach kumuliert $400)Reicht für Phase-3-Launch + erste Skalierung.
BEV / NÖGISKeine öffentlich garantierten harten LimitsPostGIS-Mirror, wo implementiert und rechtlich vertretbar; BEV-/NÖGIS-WMS bleibt als Live-Fallback im Report.
HORA / LFRZ WMSQuota­regelung über Vertrag, nicht öffentlichReseller-Status klären — sonst Sperre per IP-Blacklist möglich.

Datenquellen-Architektur — heute und Zielbild

QuelleStatusHeuteZielbild / Grenze
BEV ParzelleLive mit GrenzeRelease-gebundener Punkt-Lookup und separater reportgebundener Export-Pointer im Pilot; WMS-Fallback liefert nur Identität. Wöchentlicher Cron detektiert neue Stichtage, GDAL-Ingest manuell. Aktiver Release seit 29. September 2026 (Quellenstand 1. April 2026, frisch bis 1. Februar 2027); die Frischegrenze folgt seit #618 dem BEV-Veröffentlichungsrhythmus (306 statt 190 Tage), ein veralteter Release wird als „Datenstand veraltet“ gezeigt.BEV-Rechte bestätigt; keine Österreich-Vollständigkeit. DXF-Consumer report- und releasegebunden aktiv, Parser- und Flag-Rollback-Readback #412 abgeschlossen.
BMLUK/Umweltbundesamt-PotenzialflächenLive mit GrenzeRelease-gebundener OGD-Snapshot als neutraler potential_lookup; kein Geometrieexport.KI-Potenzialhinweis mit partieller Coverage, kein amtlicher Brachflächenbefund und keine systematische Leerstandsinventur.
ALSAG AltlastenRelease-gebunden liveAktiver qualifizierter WFS-Snapshot (Erstsnapshot vom 26. August 2026: 372 veröffentlichte Altlastengeometrien; der Stand des laufenden Releases steht in der öffentlichen Provenance), Punkt-in-Polygon inklusive Rand + 1-km-Nähe, täglicher Renewal als Vercel-Cron (seit 6. Oktober 2026, vorher GitHub-Workflow). Reines Geometrie-Rauschen unter 1 cm an unveränderten Flächen erneuert den Release ohne manuellen Review (#660); jede andere Änderung an veröffentlichten Flächen verlangt einen Review.Nur der Adresspunkt und veröffentlichte Altlasten; vorgeschlagene Altlasten ausgeschlossen. Der technische Abruf ist kein fachlicher Datenstand, Nicht-Listung keine Schadstofffreiheitsbestätigung.
BDA DenkmalschutzLive mit GrenzeBericht: jährliche NÖ-CSV als eingecheckte JSON; exakter In-memory-Match KG + Grundstücksnummer. Standort-Check: release-gebundener Österreich-Snapshot seit 30. September 2026, jährlich nach der neuen BDA-Liste zu erneuern.Im Bericht kein PostGIS, kein 5-m-Puffer, kein Cron; Liste nicht rechtsverbindlich, keine Ensembles oder Umgebungsschutz.
NÖGIS WidmungLive mit GrenzeStandort-Check: release-gebundener Snapshot seit 27. September 2026 (generalisierte Widmungsumhüllende, Rechtskraft-Stichtag 31.12.2025), WMS nur, wenn der Snapshot nicht antworten kann. Berichtskarte weiter aus dem Legacy-Mirror (#413); Veröffentlichung manuell, kein Refresh-Cron.Indikator, keine rechtsverbindliche Widmungsauskunft.
Flächenwidmung Wien, Vorarlberg, OberösterreichLive mit GrenzeJe ein release-gebundener Snapshot im Standort-Check: Wien seit 30. September 2026, Vorarlberg seit 4. Oktober 2026, Oberösterreich seit 8. Oktober 2026 (ADR-0076, ADR-0077, ADR-0081). Kein Fallback auf einen anderen Datenstand; Veröffentlichung manuell, Erneuerung bei Wien und Vorarlberg nach 180 Tagen, bei Oberösterreich nach 90 Tagen fällig.Indikator, keine Rechtsauskunft; maßgeblich sind Plandokument bzw. kundgemachter Plan der Gemeinde. Nicht im Bericht.
NÖ-OGD HochwasserLive mit GrenzeQualifizierter PostGIS-Snapshot (Quellenstand 2024-11-17, 17.934 Teilflächen), täglich als Vercel-Cron geprüft und bei höchstens zehn Tagen Reserve neu importiert (seit 6. Oktober 2026, vorher GitHub-Workflow); eigener WMS-Live-Kanal alle 8 Stunden.Pilot Gänserndorf/Marchegg; außerhalb im Bericht kein Ersatzbefund. Im Standort-Check zusätzlich österreichweit die amtlichen Risikogebiete (Stand 2020, eigener Datenstand seit 27. September 2026).
geoland.atGeplantKeine Integration, kein Schema, kein Cron.Mögliches Ziel für weitere Bundesländer; jede Landesquelle separat prüfen.
Gemeinderats­protokolleGeplantKein Scraper, keine OCR-/NER-/RAG-Pipeline, kein Cron.Erst nach DSGVO- und Datenqualitätskonzept.
HORA 3.0BlockiertKein Call und kein Mirror. Hochwasser kommt aus NÖ OGD und im Standort-Check zusätzlich aus den offenen Bundesflächen.Kommerzielle Nutzungs-/Resellerrechte ungeklärt.
GeoSphere Klima — SPARTACUS v3Live mit GrenzeAtomarer Lookup von Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer aus dem aktiven 2025-Release; Web, API und PDF produktiv rückgelesen.Kein Report-Livecall, kein alter geosphere_cache- oder v2.1-Fallback; weder Messung noch Prognose für eine einzelne Parzelle.
KPC / FörderungenEntwurfKuratierte JSON-Regeln, deterministisches Matching; kein RAG/R2/Vector-DB.Beträge und Bedingungen fachlich unbestätigt, keine Förderzusage.
RTR BreitbandatlasLive mit GrenzeBericht: Live-WMTS-GetFeatureInfo pro 100×100-m-Zelle, Next-Cache 1 Tag; kein Mirror/Cron. Standort-Check: release-gebundener Snapshot der offenen Daten seit 30. September 2026.Festnetzindikator, kein Tarif-/Anschlussversprechen und kein Mobilfunk.
Heutiger Reportpfad. Die koordinatenabhängigen Layer starten parallel, nicht sequenziell. Je nach Standort entstehen mehrere externe WMS-/WMTS-/REST-Calls und lokale PostGIS-Abfragen; jeder Layer fällt separat auf degraded. Die historische POC-Messung vom 03.07.2026 lag bei p95 = 27,1 s; nach dem Free-Tier-Fix blieben zunächst 13,03 s und ein kalter Hochwasser-p95 von 11,964 s. Seit Production-Run 35 ist der qualifizierte Hochwasser-Snapshot im Pilotbereich live. Der anschließende 10/10-Produktionslauf auf Deploy f76eb36 belegte durchgehend source=mirror, Gesamt-p95 2,544 s und Hochwasser-p95 419 ms. Der streng anonyme Abschlusslauf vom 17.07.2026 auf 3ebb186 bestätigte Gesamt-/GET-p95 3,023 s, POST-p95 1,890 s und Hochwasser-p95 680 ms; #276 ist geschlossen. Innerhalb der belegten Pilot-Coverage darf der getrennt qualifizierte WMS-Kanal bei Snapshot-/DB-Fehlern einspringen. Außerhalb bleibt der Zustand outside_coverage; dort gibt es keinen WMS-Ersatzbefund. Verbindliche Detailmatrix: DATA-SOURCES.md.

Historisches Zielbild: Compliance-Stack

Historische Empfehlungen, kein aktueller Betriebsnachweis: Die folgende Tabelle belegt keine heutigen Providerverträge, EU-Verarbeitung oder Retention. Aktuelle Vertrags- und Rollenfreigaben bleiben in #290 offen; maßgeblich ist der belegte Betriebsstand. Die historischen Empfehlungen bleiben als Planungsstand erhalten.

BausteinEmpfehlungBegründung
LLM-RoutingVercel AI Gateway (US-Mutter, EU-Region-Routing pro Provider)Zero Data Retention garantiert, Fallback-Routing eingebaut.
Anthropic-Modelleüber AWS Bedrock EU-Region (Frankfurt)EU Data Residency seit August 2025.
OpenAI-ModelleOpenAI EU-Region direktseit 2024 verfügbar.
Google-Modelle (Gemini)Vertex AI EU-Regionenüber Gateway oder direkt Vertex.
AVV / DPASCCs mit Vercel + jedem aktiv genutzten Provider gemäß Art. 28 DSGVOPflicht für jede Verarbeitung personen­bezogener Daten.
VVT-EintragVercel AI Gateway + alle Provider als Auftrags­verarbeiter listenPflicht gemäß Art. 30 DSGVO.
DatenminimierungAdresse → Koordinate → Hash; keine PII im LLM-PromptReduziert DSGVO-Angriffsfläche bei Login-loser Nutzung.
RetentionGateway ZDR; eigene Logs ≤ 30 TageMinimiert Risiko bei Behörden-Anfrage / Datenpanne.
Training-Opt-outNicht nötig — API-Daten werden default nicht für Modelltraining verwendetProvider-Commercial-Terms ≠ Consumer-Pläne.
06+ — API & KI-Zugang

Den Report über UI, API, MCP und Skill nutzen.

Architekturziel (ADR-0018, „AI-Parität“): Funktionen sollen über passende UI-, API- und KI-Zugänge denselben Datenvertrag nutzen. Heute umgesetzt ist der Report-Flow über UI, versionierte REST-API, MCP und den Report-Skill. Diese Zugänge verwenden den Report-Vertrag, mit ihren jeweiligen Autorisierungs- und Nutzungslimits. Andere Werkzeuge, Konto-, Organisations- und Admin-Funktionen haben eigene Zugangsgrenzen; eine allgemeine UI/API/MCP/Skill-Parität ist damit nicht belegt.

Live umgesetzt (Baustein 1): versionierte, öffentliche API /api/v1/report (GET+POST), zweistufige Auth (anonym mit IP-Tageslimit · API-Key mit eigenem Limit + Audit, nur Hash gespeichert), stabiler Fehler-Envelope, maschinenlesbare OpenAPI 3.1 unter /api/v1/openapi.json, interaktiv und gerendert im neuen /docs-Portal (Markdown-Single-Source aus docs/). Abgesichert durch eine versionierte Playwright-E2E-Suite inkl. Screenshots.

Live umgesetzt (Bausteine 2 + 3): MCP-Server (lokal per stdio und gehostet als Streamable-HTTP-Endpunkt POST /api/mcp, seit Juni 2026) als dünner Client auf die v1-API — Tools generate_report/report_summary, in Claude Desktop/Code einbindbar (ADR-0020); sowie der Skill landnutzen-report, der den gesamten Use-Case „Adresse → Einschätzung“ kapselt (self-contained, mit verbindlichen Disclaimern, ADR-0021). Beide programm-getestet und verhaltensgleich zu UI und API.

Live umgesetzt (Baustein 4): teilbarer Permalink (/r/{id}, unerratbare ID, 90-Tage-Retention) + PDF-Export (serverseitig, kein Chromium) — das „Dokument, das der Kunde bekommt“. Gleichzeitig in UI, API, MCP-Tool export_report und Skill (ADR-0022). Davor ein eigener API-Sicherheits-Hardening-Pass (Eingabe-Caps, GeoJSON-Rate-Limit, CORS/Header, ADR-0023).

Live umgesetzt (Baustein 5): Admin-Dashboard (/admin, platform_admin + 2FA) für LLM-Modellwahl je Aufgabe, Budget-Cap und Ist-Kosten — gleichwertig als API (/api/v1/admin/*, admin-Scope) und die drei MCP-Tools get_usage, set_model und set_budget (ADR-0024). Der Report-Skill enthält keine Admin-Funktionen; diese drei Tools decken nicht den gesamten Admin-Bereich ab.

06++ — Öffentlicher Teil & Rollen-Dashboards

Vom Gerüst zum Produkt mit Rollen.

Der ursprünglich für Phase 3 geplante Auth-/Rollen-Teil wurde vorgezogen (Fundament stand bereits). Live: eine echte öffentliche Produkt-Landing (login-loser Report-Pfad bleibt), ein runder passwortloser Login per Passkey oder Magic-Link mit rollenbasierter Weiche (/go): platform_admin → /admin (TOTP-2FA), Org-Mitglied → /org/[slug], sonst /account.

Rollen-Dashboards: /account (Profil, Passkey-Verwaltung, 2FA, Mitgliedschaften, Stripe-Testbereich), /account/reports (dauerhaft gespeicherte Reports), /org/[slug] (owner/admin verwalten Mitglieder & Einladungen, member/viewer read-only), /gemeinde/[slug] (k-anonymes Aggregat — nie Einzeladresse), /admin/users (Benutzerverwaltung inkl. auditierter Impersonation mit Aktions-Sperrliste). Ausgewählte Funktionen haben eigene API-Routen; Konto-, Organisations- und Gemeindezugänge benötigen eine Nutzersession und sind nicht über einen allgemeinen API-Key oder den Report-Skill zugänglich. ADR-0025/0026.

Anon→Registriert-Funnel komplett: /report stellt den ln_anon-Cookie aus, /api/anon/touch schreibt die Session-Zeile, /go übernimmt beim Login alle anonymen Reports desselben Browsers. Ein einzelner bekannter Report kann zusätzlich atomar über /r/[id]?claim=1 bzw. die Claim-API übernommen werden. Anonyme Reports laufen nach 90 Tagen ab; übernommene Reports bleiben dauerhaft. Bewusst offen: Stripe-Produktion, fachliche Produktfreigabe und öffentlicher Marktlaunch — siehe Produktstatus.

07 — Hauptrisiken

Priorisierte Stellen, an denen das Produkt kippen kann.

Diese Übersicht zeigt ausgewählte Risiken. Das laufende, nummerierte Register in docs/RISKS.md ist die vollständige Quelle; eine feste Anzahl wird hier bewusst nicht dupliziert.

OGD-Potenzialhinweis wird überinterpretiert

Hoch

Der release-gebundene potential_lookup ist live, ist aber weder ein amtlicher Brachflächenbefund noch eine vollständige Leerstandsinventur.

Maßnahme: Als Vorselektion kennzeichnen und für belastbare Aussagen durch eine systematische Gemeinde-Erhebung mit menschlicher Prüfung ergänzen.

NÖGIS-Exportrechte unklar

Hoch

Die BEV-Bestätigung umfasst keine NÖGIS-Daten; ein Planer-Export mit NÖGIS-Inhalten kann rechtlich blockiert sein.

Maßnahme: NÖGIS-Rechte je Distribution in #413 schriftlich klären und nur quellenbezogen qualifizierte Inhalte exportieren.

ALSAG falsch vermarktet

Hoch

Haftungsversprechen wäre fachlich und rechtlich riskant.

Maßnahme: Nur Hinweis auf veröffentlichte Flächen; klarer Disclaimer.

Szenario-Engine bleibt unscharf

Hoch

Produkt wirkt wie ein generischer KI-Bericht.

Maßnahme: Domain-Workshop und Regelkatalog vor MVP-Sprint.

GesbR-Haftung unterschätzt

Hoch

Persönliche Haftung bei Kunden, Daten, Sub­prozessoren, Verbindlichkeiten.

Maßnahme: GesbR eng begrenzen; GmbH/FlexKapG früh prüfen.

Fördermatching nicht wartbar

Mittel

Scraping und Regelpflege binden laufend Zeit.

Maßnahme: Kuratierter Katalog. Automatisierung erst später.

Single-Tech-Founder-Bottleneck

Mittel-Hoch

Eine Person wird Engpass für Produkt, Betrieb, Support und Daten.

Maßnahme: Ab Phase 3/4 Tech-Hire oder Budget einplanen — konkret ab Monat 18.

Behörden-API-Reliability

Mittel

BEV-WFS, NÖGIS, HORA-WMS sind nicht für 99,9 %-SLA gebaut. Wenn die Plattform live ist und die Quelle ausfällt, ist der Report leer oder falsch.

Maßnahme: Aggressive Caching-Strategie (PostGIS pre-warm pro Pilotgemeinde), Stale-While-Revalidate, klarer „Datenquelle aktuell nicht erreichbar“-Status statt Silent Failure. Abhängigkeitsmatrix pro Layer pflegen.

White-Label-Architektur erst spät bedacht

Mittel

Im PDF kommt White Label erst in Phase 5. Wenn das zweite Bundesland einsteigt, ist es zu spät, Tenant-Trennung nachträglich einzubauen.

Maßnahme: Tenant-/Mandanten-Schema und Konfig-Layer schon in Sprint 1 mitdenken — auch wenn nur ein Tenant aktiv ist.

HORA / LFRZ — kommerzielle Lizenz unklar

Hoch

HORA-Hochwasser-Layer über das LFRZ kann für kommerzielle Akteure einen kostenpflichtigen Reseller-Vertrag erfordern — die OGD-Lizenz deckt nicht zwingend B2B-Abos ab. Verstoß bedeutet Unterlassungs­klage und Nachforderungen.

Maßnahme: Reseller-Status beim BML / LFRZ schriftlich klären vor Phase-3-Launch. Notfalls nur WFS-Vektoren ziehen, eigene Intersection berechnen, keine WMS-Bilddaten reproduzieren.

Schema-Drift bei Behörden-XML

Mittel

BEV/HORA/ALSAG liefern OGC-XML/GML ohne saubere API-Versionierung. Unangekündigte Schema-Updates lassen Parser still scheitern → leere Felder → halluzinierte LLM-Reports, die niemand bemerkt.

Maßnahme: Schema-Validierung in der Ingest-Pipeline + Alert bei null-Feldern + automatischer Quality-Check im Report (nicht nur „Daten geladen“, sondern „Daten plausibel“).

Gemeinderats­protokolle — DSGVO & Datenqualität

Mittel

Protokolle enthalten Klar­namen von Bürgern, Eigentümern, Antragstellern. Heterogene Formate (HTML, PDF, gescannt) erschweren strukturierte Extraktion; falsche Zuordnung „Beschluss → Parzelle“ kann zu rechtlich problematischen Aussagen im Report führen.

Maßnahme: NER-basierte Anonymisierung vor dem RAG-Index, Sub-Prozessor-AVV mit OCR-Anbieter, Output nur als „indikativer Planungshinweis“ mit Quellenangabe und Zeitstempel — kein Direktbezug auf benannte Personen.

Google / Bing AGB für Karten- und Bilderdienste

Hoch

Maps Platform ToS verbieten Bulk-Download, dauerhaftes Caching (> 30 Tage), ML-Training auf Inhalten und Aufbau konkurrierender Datenbanken. Street-View-AI-Auswertung fällt direkt darunter. Verstoß führt zu sofortiger API-Konto-Sperre (betrifft auch Geocoding, Maps Embed) plus zivilrechtliche Schritte.

Maßnahme: Street-View-Bilder nur als Embed-Player im Report, keine AI-Auswertung. Für Fassaden-Analyse: Mapillary (CC BY-SA) oder eigene Fassaden-Erfassung beim Beratungs­termin (siehe §05 Phasierungs­karte „Eigene Fassaden-Daten“). Lizenz-Compliance-Audit vor Phase-3-Launch.

Tenant-Isolation und Account-Takeover

Mittel-Hoch

Multi-Tenant-Plattform mit B2C-, B2B- und B2G-Personas gleichzeitig — ein vergessener Tenant-Filter in einer Query leakt Gemeinde-Daten zu Planungs­büro oder Privat-User. Platform-Admin-Account-Übernahme würde Vollzugriff auf alle Tenants bedeuten (Impersonation, Sync-State-Manipulation).

Maßnahme: Zwei-Stufen-RLS ab Tag 1 (App-Ebene Drizzle-Helper + Postgres Row-Level Security mit Org-Isolation-Policies), TOTP-2FA für platform_admin ab Tag 1, Audit-Log für Admin-Aktionen, periodische DSGVO-Löschung von Anonymous-Sessions. Details: ADR-0006 + ADR-0007 in docs/decisions/.

Wirtschaftliche Bottlenecks (der Cofounder als Beratungs-Bottleneck, zweiter Tech-Hire ab Monat 18) sind in §09 „Zahlen & Szenarien“ mit konkreter ARR-Implikation festgehalten — hier nicht doppelt geführt.

08 — Governance, Recht & Beteiligung

Die Strukturfrage — vor dem Marktbetrieb geklärt, nicht vor dem POC.

Anteile und Rolle sind vereinbart (siehe unten). Die formelle Gesellschaftsgründung ist bewusst auf nach dem POC verschoben — bis dahin reicht ein schriftliches Cofounder-Memo als Foundation. Strukturell für die Gründungs­phase nach POC zu fixieren: welche Gesellschaftsform Haftung trägt, wie IP geregelt ist, wie Vesting und Leaver-Regeln aussehen, welche Konflikt-Mechanik im Streitfall greift. Der technische Cofounder übernimmt in der Vorphase Programmier- und Designaufgaben in Personalunion — kein externer Designer, kein NDA-Bedarf.

IP-Eigentum — drei Modelle

ModellMechanikBewertung
(a) Gesellschaft besitzt Code ab Start Alle Code-Ergebnisse werden direkt in die Gesellschaft eingebracht. Gut für die Gesellschaft, riskant für mich, solange Anteil / Vesting / Leaver nicht sauber sind.
(b) Lizenzmodell — Präferenz Vorphase Code bleibt bei mir; Gesellschaft erhält exklusive Nutzungs­lizenz solange ich beteiligt bin. Bei GmbH-/FlexKapG-Umwandlung 1:1-Einbringung gegen entsprechende Anteile. Schutz in der Vorphase, sauberer Ausstieg im Konflikt­fall, klarer Pfad zur GmbH-Einbringung.
(c) Werkvertrag Gesellschaft / der Cofounder kauft die Umsetzung gegen Bezahlung. Nur passend, wenn ich nicht Mitgründer bin — dann klare Vergütung, keine CTO-Pflichten.
Revenue-Share-Mechanik — wirtschaftlicher Hinweis. Eine automatisierte Aufteilung der Stripe-Einnahmen via Stripe Connect auf mehrere Gründer-/Atelier-Konten kostet $2 pro aktivem Auszahlungs­konto / Monat plus 0,25 % + $0,25 pro Transfer (siehe §06). In der GesbR-Phase und auch in der frühen GmbH-Phase ist die manuelle Buchhaltungs­ausschüttung über das Hauptkonto deutlich günstiger. Stripe Connect erst ab strukturell komplexer Beteiligung evaluieren.

Cofounder-Vereinbarung

Zwei Cofounder.

Der fachliche Cofounder bringt Idee, Domain, Akquise und Pilotzugang ein, der technische Cofounder Tech, Produkt, Architektur, KI und Skalierung. Operative Konflikt-Mechanik in der Tabelle unten.

Konflikt- und Entscheidungs-Mechanik

Die Cofounder-Aufteilung ist nur professionell, wenn Streitfälle vorher geregelt sind. Eskalation in dieser Reihenfolge:

EbeneGreift beiMechanikEntscheidungsträger
1 — Domain-Tiebreaker Operative Tagesfragen. Der Cofounder: Marke, Vertrieb, Kundenkontakt, Förderlogik, fachliche Nutzungs­szenarien. Ich: Tech-Stack, Architektur, Datenmodell, KI-Qualität, Security, Tech-Hiring. Einzeln nach Domain.
2 — Mediator / Beirat Strategische Fragen: Finanzierung, Pivot, neue Gesellschafter, Verträge oberhalb Schwelle. Schriftliche Eskalation an gemeinsam benannten Mediator/Beirat. Zwei Kandidaten vor Vertragsunterzeichnung benennen. Beirat berät, Gründer entscheiden gemeinsam.
3 — Buy-Sell-Klausel Echter Deadlock, nicht auflösbar. Texas Shoot-Out: Gründer A bietet Anteil zu Preis X. Gründer B kauft zu X oder verkauft zu X. Notfall­versicherung, nicht Alltags­mechanik. Markt-Mechanik.
09 — Vorgehen

Vier Wochen Proof of Concept — vor jedem Vollbau.

Statt direkt in den vollen MVP zu rennen, testet ein 4-Wochen-POC die kritischen Annahmen: Datenzugang, Domain-Logik, Reportqualität, Zusammenarbeit. Erst danach Entscheidung zum MVP — oder Scope reduzieren.

01

Rechts- & Datenzugang

Entscheidungs­liste: Gründer, Anteile (✅ erledigt). Gesellschafts­form / IP / Vesting bewusst auf nach POC verschoben. BEV/HORA/NÖGIS-Zugriff getestet.

02

POC Datenlayer

Eine NÖ-Adresse → Parzelle, Widmungs­indikator, Risiko­hinweise in PostGIS oder lokalem Prototyp.

03

Szenario-Engine v0

Regelwerk für 6 Nutzungs­klassen als strukturierte Entscheidungs­logik — noch ohne Perfektion.

04

Demo-Report

Ein Rollenprofil, ein PDF/HTML-Report, klare Disclaimer, demo-fähig für die interne Abnahme.

Entscheidung nach 4 Wochen: Nicht „Ist alles fertig?“, sondern: Sind die kritischen Annahmen wahr? Funktionieren Datenzugriff, Domain-Logik, Reportqualität und Zusammenarbeit? Ja → MVP-Phase starten. Nein → Scope reduzieren oder Projekt stoppen.
10 — Zahlen & Szenarien

Was realistisch zu erwarten ist.

Hochrechnungen sind keine Versprechen — sondern die Bandbreite, gegen die die Erwartung des Cofounders abgeglichen werden muss. Wenn seine Vorstellung systematisch oberhalb der optimistischen Linie liegt, ist das ein eigenes Gesprächs-Thema.

Drei Szenarien nach 4 Jahren (Österreich)

SzenarioWahrscheinl.ARR Jahr 4CharakteristikExit-Bewertung
Pessimistisch 30 % 100–250 k € NÖ-Pilot, 1–2 Bundesländer, wenig Planer-Abos, kein DACH-Rollout. Asset-Verkauf, 0,5–1,5 M €.
Realistisch 50 % 500 k – 1,5 M € 3–4 Bundesländer, 30–60 Gemeinden, 80–150 Planer-Lizenzen, erste ESG-Pilotkunden. Strategischer Käufer 3–8 M €.
Optimistisch 20 % 2–5 M € DACH-Rollout läuft, ESG-Datenprodukt mit Bank/Versicherung, White-Label für Bundesländer. Trade Sale 5–15 M €.
Failure-Wahrscheinlichkeit insgesamt: 25–35 %. Hauptkippstellen: OGD-Potenzialhinweise werden überinterpretiert oder nicht durch eine systematische Inventur ergänzt · Gemeinde-Sales-Cycle länger als Cash · GesbR-Haftungsfall · Szenario-Engine bleibt generisch · der Cofounder als Beratungs-Bottleneck wird nicht skaliert.

Funnel-Annahmen (B2C & B2B)

Funnel-SchrittKonversionImplikation
Visit → kostenlose Erst­einschätzung20–40 %Anonyme Nutzung, niederschwellig. SEO entscheidend.
Erst­einschätzung → Beratungs-Lead1–3 %Bei 10 000 Reports/Jahr = 100–300 Leads.
Lead → zahlende 490 €-Beratung10–20 %10–60 zahlende Beratungen/Jahr aus B2C-Funnel.
Gemeinde-Outreach → Vertrag5–15 %Sales-Cycle 6–18 Monate (Budgetzyklus). Phase 3-Zeitplan ist eng.
Planungsbüro-Demo → Abo15–25 %Schnellerer Cycle (Wochen). Hauptwachstumshebel kurzfristig.

Bottlenecks & strategische Hebel

Der Cofounder als Beratungs-Bottleneck

Mittel-Hoch

490-€-Beratungen tragen 30–50 % des Frühumsatzes. Der Cofounder realistisch 100–200 Beratungen/Jahr — das deckelt den B2C-Umsatz bei ~50–100 k €.

Hebel: Zweite Beraterperson ab Monat 12, Beratungs­template als Produkt verkaufen, oder die Beratungs­zeit des Cofounders gezielt auf 2× pro Woche begrenzen.

Daten-Asset als unterschätzter Wert

Chance

Aggregierte, anonymisierte Leerstands- und Brachflächen-Daten haben für Banken, Versicherungen, ESG-Berichter­statter eigenen Wert — unabhängig vom Eigentümer-Frontend.

Hebel: ESG-Daten-API als zweite Produktlinie ab Monat 18 evaluieren. Potenzial 200 k – 1,5 M € ARR.

Konkurrenzfeld

Mittel

ImmoUnited, Realbest, Hypoport-Tochter, einzelne Bundesland-Portale. Keiner bündelt Brachen + Szenarien + Förderung + Klima — aber Teilkonkurrenz existiert pro Achse.

Hebel: USP-Schärfung auf „Brachflächen-Potenzial + Nutzungs­szenarien“ — nicht auf generische Immobilien­bewertung. Konkurrenz­matrix für nächste Iteration aufbauen.

Zweiter Tech-Hire ab Monat 18

Mittel

Single-Tech-Founder erträgt MVP + Launch, nicht parallel Skalierung + Daten­integration zweites Bundesland + Pflege.

Hebel: Budget-Korridor 60–90 k €/Jahr für Junior-/Mid-Backend ab Monat 18. Finanzierung über Phase-3-Umsatz oder aws/Förderung.

11 — Entscheidungs­matrix

Grün, Gelb, Rot — die Frage, ob LandNutzen tragfähig ist.

FrageGrünGelbRot
Wer ist beteiligt? Nur reale operative Gründer; Rollen klar. Einige Kandidaten offen, aber keine Fixanteile. Phantom­anteile oder unklare stille Beteiligte.
Rollen & Anteile  ✓ erledigt Cofounder-Struktur vereinbart · Details §08.
Vesting / IP Vor Codebeginn schriftlich geregelt. Grundsätzlich akzeptiert, Details offen. „Brauchen wir nicht“ oder „später“.
Gesellschaft / Haftung GesbR eng begrenzt, GmbH/FlexKapG geprüft. Anwaltliche Prüfung zugesagt. Persönliche Haftung wird bagatellisiert.
Datenzugang BEV/NÖGIS/HORA/ALSAG getestet; Brachflächen-OGD-Snapshot als potential_lookup live. Potenzialhinweis live, systematische Leerstandsinventur bleibt Konzept. KI-Potenzialhinweis wird als amtlicher Befund oder vollständige Inventur verkauft.
Domain-Input Der Cofounder liefert Regelwerk, Kostenlogik, Pilotgemeinden. Input kommt in Workshops. Nur Vision, keine fachlichen Regeln.
Arbeitsmodus 4-Wochen-POC mit klaren Deliverables. Grob klar, aber noch unscharf. Direkt Vollbau ohne Struktur.
Praktische Entscheidungs­linie. Ja zum 4-Wochen-POC, wenn Beteiligte, Rollen, Datenzugang, IP/Vesting und Haftung als schriftliche Arbeits­grundlage vorliegen. Nein zu unbezahlter Vollumsetzung, wenn Anteile, IP oder Haftung offen bleiben.
Cofounder-Open · operativ, asynchron

Was auf dem Tisch des Cofounders wartet — ohne dass der Code stehen bleibt.

Fachliche Freigaben und externe Nachweise werden in zugewiesenen GitHub-Issues erfasst. Reversible technische Arbeit kann weiterlaufen; offene Daten-, Rechte- und Produktgates bleiben bestehen. Dieses Briefing zeigt den belegten Status und den historischen Kontext.

Sichtungspaket — entschieden am 16.07.2026. Alle elf M-Punkte wurden am 16.07.2026 durchentschieden (M1 teilweise: Adress-Profile bleiben offen). Die Ergebnistabelle direkt darunter fasst jede Entscheidung mit Issue-Referenz zusammen; das vollständige Protokoll liegt im internen Repository. Der historische Detailstand bleibt im internen Repository erhalten; aktuelle Fragen stehen ausschließlich in den zugewiesenen Issues. Weiterhin offen sind fünf externe Gates: Pilotgemeinde (#289), AVV-Kette (#290), Szenario-Review (#291), Cofounder-/Rechtsformklärung (#292) und Beirat/Mediation (#293). Das frühere Brachflächen-Gate #294 ist abgeschlossen; der produktive Snapshot folgte in #376. Strategisch daneben relevant: das Leerstandstool (§13).
PunktEntscheidung 16.07.2026Issue
M1 — Wien-PilotMarketing-Aussage tragbar, R-03-konform; Indikator-Nutzen bestätigt. Adress-Profile/viertes Profil nicht explizit behandelt — bleibt offen.#317, #318
M2 — BEV-RechteDie am 16.07.2026 vereinbarte Bestätigungsanfrage ist seit 04.08.2026 erfüllt: Spiegelung und abgeleitete Exporte in wertschöpfenden Kundenreports sind mit BEV-Namensnennung bestätigt. Kataster-Status, Export-Pointer und Consumer-Bindung sind umgesetzt; DXF ist seit dem Produktions-, Parser- und Rollback-Readback aus #412 kontrolliert aktiv.#77, #320, #321, #412
M3 — Mapire-AboVertagt bis Pilotgemeinde-Demo; Wiedervorlage erst bei Projekteinnahmen.#137
M4 — BreitbandSchwellen, Attribution und Framing bestätigt („so lassen“). Neu: geförderter Ausbau (BBA2020/2030) als Zukunftssignal.#322
M5 — UmgebungslärmSchwellen unverändert bestätigt; Gutachten-Abgrenzung umgesetzt; Straße, Schiene, Flug und Industrie/IPPC sind release-gebunden integriert.#324
M6 — HochwasserHQ30 + HQ100 bleiben rot, HQ300 gelb. HORA vertagt (Phase 3/Einnahmen). Bestätigt zugleich POC-Kriterium B5.—
M7 — SchutzgebieteNatura 2000 wird differenziert (NVP-Vorbehalt statt pauschal rot). Neues Konzept „Rechtsrahmen-Block“ (vier Wirkungskategorien statt Ampel) + Wald/ForstG, Bergrecht, Ortsbildschutz/Kellergassen, Siedlungsgrenzen, Biotoptypen.#325
M8 — DenkmalschutzAmpel rot → gelb; Zielbild Rechtsrahmen-Block (BDA-Bewilligungsvorbehalt); Nachbarparzellen mitprüfen (Radius offen).#326
M9 — Szenario-RisikenRote WLV-Zone wird harter Ausschluss für Wohnen + Tourismus; alles Übrige bestätigt. Erstes bestätigtes Stück des C1-Regelwerk-Reviews.#327
M10 — Wildbach & LawineRaumrelevanter Bereich wird von der Gelben Zone getrennt (Hinweis statt Warnfarbe); Wording + Attribution bestätigt.#328
M11 — ÖV-GüteklassenD bleibt gelb; Bilanz-Rollup für PV/Lager wird auf gelb gekappt; Rot später datenbasiert weicher (Bedarfsverkehr).#330

Datierter M5-Beleg vom 26.08.2026 · Entschieden und produktiv belegt. Umgebungslärm verwendet die EU-Lärmkarten 2022 für Straße, Schiene, Flug und Industrie/IPPC; IPPC ist auf die kartierten Ballungsräume begrenzt. Lden ≥ 70 dB oder Lnight ≥ 60 dB ergibt Rot, eine kartierte Zone darunter Gelb, keine kartierte Zone Grün. Nicht kartierter lokaler oder Nachbarschaftslärm ist damit nicht erfasst.

Die Ampel ist ein Screening auf Basis der EU-Lärmkarten und ersetzt kein schalltechnisches Gutachten; Ansprüche auf Schallschutzmaßnahmen richten sich nach eigenen, teils niedrigeren Grenzwerten.

Der Produktionsnachweis vom 26.08.2026 dokumentiert die initiale Aktivierung des Releases 63575c23-0121-506d-8baa-210a82dd957f. Das ist kein neuer Readback des heutigen Cron-Betriebs. Lizenz: CC BY 4.0 · Datenquelle: www.laerminfo.at.

Die historischen Kartenbelege und Prüfschritte zu M1–M11 sind im verlinkten Detailstand dokumentiert. Die Wien-Pilot-Screenshots liegen im internen Repository unter docs/discovery/screenshots/wien-pilot/. Die interne Live-Ansicht ist öffentlich nicht erreichbar; der öffentliche Kontext steht unter Altlasten-Indikation. Die Adressprofile bleiben in #468 offen.

Drei Schwerpunkte bis Tag 90

Nachfragebeleg: Ziel sind fünf konkrete Pilot- oder Zugangsanfragen bis 31. Oktober 2026. Die Planung ist offen (#686); die Messung läuft in #694 weiter.

Fachliche Freigaben: Pilotgemeinde und Szenario-Regelwerk sind vorrangige offene Nachweise (#289, #291). Alle fünf POC-Gates bleiben bestehen.

Produktfokus: Das bestehende Produkt mit Interessenten erproben und fachlich prüfen oder zusätzliche Datenquellen priorisieren. Die Priorisierungsentscheidung ist offen (#686).

Acht Themen · Status am 8. Oktober 2026. Der folgende Überblick benennt belegte Ergebnisse und offene Grenzen. Entscheidungsoptionen, Antwortformen und Zuständigkeiten stehen in den verlinkten GitHub-Issues.

  1. Demo, nur ansehen: datierte Einzelbelege zu Standort-Check, Bericht und PDF stehen unten.
  2. Nachfragebeleg bis Tag 90: Nachfrageplanung offen (#686); die Messung wird in #694 fortgeführt.
  3. Fünf offene POC-Gates: Pilotgemeinde #289, AVV-Kette #290, Szenario-Review #291, Cofounder-Memo #292 und Beirat/Mediation #293 bleiben offen.
  4. Denkmal-Nachbarradius: im Standort-Check weiterhin 14 m ab Adresspunkt als informativer Hinweis; fachliche Klärung in #686.
  5. Wien-Pilot: Adressprofile: drei Profile und ein mögliches viertes Profil bleiben fachlich offen (#468).
  6. T05 Förderradar: bleibt Discovery; keine Build- oder Versandfreigabe (#449).
  7. Nächste Datenquellen priorisieren: weitere Widmungsbundesländer, Boden und Bevölkerung bleiben Kandidaten; keine neue Import- oder Produktfreigabe (#686).
  8. Öffi-Daten im Bericht: der Bericht nutzt weiterhin den älteren Pilot-Ausschnitt mit sichtbarem Unterschied zum Standort-Check; Rechteklärung offen (#686).

1 · Demo-Strecke (geprüft am 04.10.2026 auf www.landnutzen.at, nicht angemeldet, frischer Browser ohne Cookies). Bei allen drei Adressen schlägt die Adresssuche genau die gesuchte Adresse vor; jedes Ergebnis stand nach weniger als neun Sekunden. „Treffer“ heißt: Die Quelle hat für diesen Punkt einen Befund. „Kein Treffer“ heißt: geprüft, nichts verzeichnet. „Außerhalb“ heißt: Für diesen Punkt gibt es keinen freigegebenen Datenstand.

AdresseTrefferKein TrefferAußerhalb oder nicht freigegeben
Rathausplatz 1, 1010 WienWidmung GB5 (gemischtes Baugebiet, Bauklasse 5) · Denkmal (Rathaus, per Verordnung) · Öffi-Anbindung Güteklasse A · Radon Klasse 1, kein Vorsorgegebiet · Breitband ab 1.000 Mbit/s · Klima · Hitzetage · Erdbebenzone 3Brachflächen-Potenzial · Hochwasser-RisikogebieteParzelle · Wildbach und Lawine · Lokale Klimazone
Rathausplatz 1, 2230 GänserndorfParzelle (Datenpilot) · Widmung Bauland Wohn- oder Mischnutzung · Breitband bis 177 Mbit/s · Denkmal (Rathaus, ehem. Schloss) · Radon Klasse 2, Vorsorgegebiet · Öffi-Anbindung Güteklasse C · Klima · Hitzetage · Erdbebenzone 2Brachflächen-Potenzial · Hochwasser (Pilotzone)Wildbach und Lawine · Lokale Klimazone
Jainzentalstraße 42, 4820 Bad IschlWildbach: gelbe Gefahrenzone · Hochwasser HQ100 · Radon Klasse 2, Vorsorgegebiet · Breitband ab 1.000 Mbit/s · Klima · Hitzetage · Erdbebenzone 1Brachflächen-Potenzial · Öffi-Anbindung (keine Güteklasse) · Denkmal (auch nicht im 14-m-Umkreis)Parzelle · Widmung: Grenzfall, weniger als 5 m zur nächsten Flächengrenze, daher bewusst keine Widmung gewählt (Oberösterreich seit 08.10.2026 angebunden, am 08.10.2026 neu geprüft) · Lokale Klimazone

Keine der drei Adressen ist schwach, ein Tausch ist nicht nötig: Wien zeigt die Wiener Widmung mit Bauklasse, Denkmal und Güteklasse A; Gänserndorf als einzige den Parzellenbezug und damit den Übergang zum Bericht; Bad Ischl zwei Naturgefahren zugleich und ehrlich ausgewiesene Lücken; bei der Widmung zeigt die oberösterreichische Quelle hier einen Grenzfall statt einer geratenen Zuordnung. Einen eindeutigen Widmungstreffer in Oberösterreich zeigt etwa Hauptplatz 1, 4020 Linz (Kerngebiet, Kennzahl 11002). Die „Lokale Klimazone“ ist überall noch nicht freigegeben.

Bericht und PDF: Der Nutzungspotenzial-Report für Rathausplatz 1, 2230 Gänserndorf entsteht ohne Login in rund vier Sekunden: Parzelle 2678 mit 517 m², Widmung Bauland (grün), alle sechs Szenarien gelb und als Entwurf gekennzeichnet, Standort-Bilanz mit vier gelben Faktoren (Radon, Öffi-Anbindung, Wasserschongebiet, Denkmal). Das PDF desselben gespeicherten anonymen Gänserndorf-Berichts umfasst nach der Layoutüberarbeitung in der lokalen Prüfung 11 Seiten; Hinweise und Quellen bleiben vollständig erhalten. Für diese Prüfung wurde kein neuer Bericht gespeichert und kein Konto verwendet.

Was in der Demo auffallen kann: Der Bericht bewertet die Öffi-Anbindung in Gänserndorf noch aus dem älteren Pilot-Ausschnitt mit Güteklasse D, der Standort-Check aus dem neuen österreichweiten Datenstand mit C. Die Breitbandzeile ist bereinigt: Die Quelle liefert zu 177 Mbit/s die Klassenangabe „≥ 300 bis < 1000 Mbit/s“ und widerspricht sich damit selbst; ihre eigene Karte färbt die Zelle nach dem Wert. Seit 04.10.2026 leitet der Bericht die Klasse aus dem Wert ab („≥ 100 bis < 300 Mbit/s“, passend zum Standort-Check), auch für bereits gespeicherte Berichte, und das PDF nennt darunter den Wert. Weitere Änderungen seit der Prüfung: Der Bericht nennt seit 5. Oktober vor der Auswertung die gefundene Adresse („Gefunden: …“) und bevorzugt bei einer Eingabe ohne Ort Niederösterreich. Der Abschnitt „Noch nicht im Report“ nennt seit 6. Oktober Klartext statt interner Kürzel. Ein einzelner Netzwerkfehler beim PV-Dienst führt zu einem zweiten Versuch statt zu „nicht verfügbar“.

Weitere Änderungen bis 8. Oktober: Bei Anbieterfehlern der Adressvorschläge gibt es einen sichtbaren Hinweis und einen manuellen Wiederholungsweg (#708). Im Standort-Check bleibt der Ergebnisanfang unter der Navigation sichtbar (#700); technische Quelleninformationen öffnen separat und erhalten den laufenden Check (#702). Die lokale PDF-Prüfung aus #704 belegt die Verdichtung des genannten Einzelbeispiels, keine feste Seitenzahl für alle Berichte und keine PDF/UA-Abnahme.

Nachvollziehbarer Status. Offene fachliche Entscheidungen werden in GitHub-Issues geführt. Dieses öffentliche Briefing beschreibt Ergebnisse, Abdeckungsgrenzen und datierte Einzelbelege; es ersetzt keine fachliche oder rechtliche Freigabe.

12 — Scoping-Gespräch

Reihenfolge, Formulierungen, erwarteter Ausgang.

Historischer Scoping-Stand vom 11. Juni 2026. Er beschreibt die damaligen Strukturthemen, keine heutige Freigabe oder neue Sperre für reversible technische Arbeit. Die weiterhin offenen Gates werden in #289–#293 geführt.

Hinweis (Stand 11.06.2026): Diese Sektion dokumentiert das frühe Scoping-Gespräch zu Projektbeginn — Punkte 1–3 sind erledigt, 4–6 bleiben offen. Aktuell strategisch im Fokus: §13 Leerstandstool und das Sichtungspaket unter Cofounder-Open.
01 ✓
Wer ist real am Tisch — geklärt
Erledigt

Vereinbart: Zwei operative Kern-Cofounder. Designer, Investoren oder Pool-Kandidaten ggf. später separat zu evaluieren — keine Platzhalter-Anteile im Cap Table.

Offen

Das bestehende Atelier des Cofounders als juristische Hülle vs. der Cofounder privat — vertragliche Klärung in Phase-0-Aufgabe.

02 ✓
Meine Rolle — geklärt
Erledigt

Vereinbart: Der technische Cofounder mit Domain-Tiebreaker für Tech-Stack, Architektur, Datenmodell, KI-Qualität, Security und technisches Hiring.

Status

Folgt logisch aus der Cofounder-Vereinbarung — beide Gründer bringen unverzichtbare Wertschöpfung ein.

03 ✓
Anteile — vereinbart
Erledigt

Vereinbart: Zwei operative Kern-Cofounder — eine fachliche und eine technische Rolle. Der fachliche Cofounder: Idee, Domain, Akquise. Der technische Cofounder: Tech, Produkt, Architektur, Skalierung.

Strukturell weiter zu fixieren: Konflikt-Mechanik (§08), Vesting 4 J / 1 J Cliff, Deadlock-Regel.

Outcome

Diskussion zu Punkten 1–3 abgeschlossen. Verbleibende Strukturfragen (Punkt 4 — IP, Vesting, Haftung, GmbH; Punkt 5 — Daten-Gates & ARR; Punkt 6 — POC & Beirat) noch zu klären.

04
IP, Vesting, Haftung, GmbH
10 Min

IP: Code bei mir, exklusive Lizenz an die Gesellschaft solange beteiligt, automatische Einbringung bei GmbH-Umwandlung. Vesting: 4 Jahre / 1 Jahr Cliff, beide Gründer. Haftung: GesbR eng begrenzt, GmbH-/FlexKapG-Umwandlung 1:1 vertraglich fixiert vor Marktbetrieb. Anwaltsprüfung: jeder eigenen Anwalt, kein gemeinsamer.

Erwartung

Zustimmung im Grundsatz; Detail-Klärung mit Anwalt in Woche 1–2 des POC.

05
Daten-Gates & ARR-Erwartung
10 Min

Daten: BEV-Rechte, Export-Pointer, Consumer-Bindung sowie DXF-Produktions-, Parser- und Rollback-Readback sind mit #412 abgeschlossen. NÖGIS — Speicher-/Exportrechte je Distribution separat in #413 klären. HORA / LFRZ — kommerzielle Reseller-Lizenz nötig oder OGD-frei? EUIPO-KMU — aktueller Status, eingereicht, offen, Frist? Pilotgemeinden — welche, wer hat Ja gesagt, schriftlich?

Fassaden-Daten: Bereit, beim 490 €-Beratungs­termin systematisch Fotos der Liegenschaft zu erfassen (mit Eigentümer-Einwilligung)? Das wird zur eigenen IP — Street View darf rechtlich nicht per AI ausgewertet werden, eigene Erfassung ist die saubere Alternative.

ARR-Erwartung: „Was ist deine Vorstellung von realistischem Umsatz nach 4 Jahren?“ Abgleich mit Szenarien-Tabelle aus §10.

Erwartung

Wenn die ARR-Vorstellung des Cofounders deutlich über der optimistischen Linie (5 M+) liegt → gemeinsames Sortieren statt Streit. Pilotgemeinden müssen Namen haben.

06
4-Wochen-POC & Beirat
10 Min · Abschluss

POC-Vorschlag (siehe §09): Woche 1 Rechts + Datenzugang, Woche 2 BEV / HORA-POC + Luftbild-Score-Test, Woche 3 Szenario-Engine v0, Woche 4 Demo-Report.

Beirat: Zwei mögliche Mediator-Kandidaten für Tiebreaker-Ebene 2 benennen.

Reihenfolge: POC zuerst, formelle Gesellschaftsgründung danach. Der technische Cofounder macht Programmierung & Design — kein externer Designer, kein NDA-Bedarf in der 2-Personen-Phase. Schriftliches Cofounder-Memo reicht als Foundation für den POC.

Outcome des Gesprächs

Klares Ja zum 4-Wochen-POC + Strukturklärung schriftlich auf dem Tisch des Cofounders. Oder klares Nein / Pause, wenn 1–4 nicht zufrieden­stellend geklärt sind.

Mitnehmen. Cofounder-Memo · IP-Modelle (§08) · Konflikt-Mechanik (§08) · Szenarien-Tabelle (§10) · 4-Wochen-POC-Plan (§09) · Luftbild-Score-POC-Frage (§05) · LLM-Token-Ökonomie + Stripe-Mathematik (§06). 1–2 Seiten Notizen reichen für das Gespräch selbst.
13 — Leerstandstool · Ortskern & Region

Leerstand systematisch — und der ehrliche Abstand zwischen heute und „systematisch“.

Ortskern-Leerstand ist für drei Akteure dasselbe Problem aus verschiedenen Blick­winkeln: Für die Gemeinde geht es um Ortsbild, Versorgung und Bodenpolitik. Für das Regionalmanagement um die Priorisierung der Belebungs­arbeit — welche Objekte zuerst, mit welcher Förderung. Für einen regionalen Partner um Werthaltigkeit im Bestand und Finanzierungs­anlässe bei Sanierung und Umnutzung. Ein systematisches Leerstandstool bedient alle drei — und ist damit die naheliegende Produktlinie für die Gemeinde-/Regions­schiene.

Einordnung: Die Roadmap kennt ein Partner-Kooperations­modell bisher erst als Phase-4-Task (Monat 13–24). Wo die Regions­schiene früher relevant wird, gilt eine klare Linie: zeigen, was live ist; benennen, was Konzept ist; nichts zusagen, was offene Rechts- oder Datenfragen voraussetzt.

Live Was das Produkt heute kann

  • Einzel-Adress-Report: Adresse → Karte → Ampel-Steckbrief → Nutzungs­szenarien → PDF/Permalink, live auf www.landnutzen.at
  • Standort-Indikatoren mit Ampel-Logik je Adresse: Widmung, ALSAG, Hochwasser, Wildbach/Lawine, Lärm, Breitband, ÖV-Güteklassen, Denkmal, Schutzgebiete, Radon u. a.
  • Anonym nutzbar (10 Reports/Tag/IP) — für eine Demo vor externem Publikum ausreichend
  • Gemeinde-Überblick (/gemeinde/[slug], login-pflichtig): k-anonymes Ampel-Aggregat über die bereits erstellten Reports einer Gemeinde — Stand 11.06.2026 für Gänserndorf demo-fähig (105 aktive Reports, Schwelle ≥ 5)
  • Szenario- und Förderwerte tragen den permanenten Entwurfs-Banner („fachlich unbestätigt“) — Freigabe siehe M9

Konzept Was das „systematische“ Tool wäre

  • Gemeinde-Leerstandsinventar mit Objektliste, Filtern und Berichtsexport = Phase 3 der Roadmap, existiert nicht. Der live geschaltete Gemeinde-Überblick aggregiert nur, was Nutzer bereits geprüft haben — ein Stimmungsbild der geprüften Adressen, keine Vollerhebung des Leerstands
  • Gemeinde-Abo 990 €/Jahr ist ein Roadmap-Preis („Leerstandsbericht, Förder-Dashboard, Aggregat-Ansicht“) — Stripe-Checkout ist technisch angebunden, läuft aber im Test-Mode: heute ist kein Tarif buchbar
  • Der release-gebundene BMLUK/Umweltbundesamt-OGD-Snapshot ist als neutraler potential_lookup live. Er liefert keinen amtlichen Brachflächenbefund und ersetzt weder eine kommunale Erhebung noch eine systematische Leerstandsinventur
  • Gemeinde-Sales-Cycle laut eigener Analyse 6–18 Monate (Budgetzyklus) — ob ein Partner-/Regionalmanagement-Pfad das verkürzt, ist eine Hypothese, kein Beleg

Nutzen je Akteur — heute und in der Ausbaustufe

AkteurHeute (live)Mit Leerstandsinventar (Konzept, Phase 3)
Gemeinde Objektive Erstbewertung je Objekt: einheitlicher, quellenbasierter Report statt Bauchgefühl; neutraler Befund als Argumentations­basis gegenüber Eigentümern Aggregatsicht aller Verdachtsflächen auf Karte und Liste; Berichtsexport als Arbeitsgrundlage für Gemeinderat und Ausschüsse
Regionalmanagement Fördermatching je Szenario (Katalog derzeit Entwurfsstatus); teilbare Permalinks/PDFs für die Arbeit mit Eigentümern Priorisierung der Belebungs­arbeit: welche Objekte zuerst — nach Widmung, Risikolage und Szenario-Eignung; Förder-Dashboard
Partner (Finanzierung & Region) Anknüpfung Finanzierungs­geschäft: Objekte mit tragfähigem Nutzungs­szenario sind potenzielle Sanierungs- und Umnutzungs­finanzierungen Objektive Datenbasis zum Leerstand in einer Region statt anekdotischer Einzelfälle; Ausblick (Roadmap, nicht Teil des heutigen Produkts): ESG-/Taxonomie-relevante Gebäudedaten aus den Klimarisiko-Indikatoren
Ausbaugrenze: Ein Leerstandsinventar setzt einen klar abgegrenzten Gemeindeauftrag und geklärte Datenrechte voraus (#447). Ein systematisches Inventar, Gemeinde-Abos und Beratung sind derzeit nicht buchbar. Der kostenlose Einzel-Adress-Report bleibt die belegte Produktfunktion.
Sprachregelung für externe Gespräche: Der Einzel-Adress-Report ist live und zeigbar; das Leerstandsinventar ist Konzept und wird auch so benannt. Die BEV-Rechtefrage ist gelöst; der begrenzte GeoJSON-/PDF-/DXF-Pilot ist report- und releasegebunden produktiv. Positiv-, Negativ-, Parser- und Flag-Rollback-Readbacks sind in Issue #412 dokumentiert. Ein eigenständiger Parzellenpass, NÖGIS-Rechte, HORA-Lizenz und weitere externe Gates bleiben separat offen. Alle Aussagen bleiben Indikatoren, keine Rechtsverbindlichkeit (R-03).

Begleitdokument

Das Konzept-Mockup ist ein Entwurf (Stand 11.06.2026) als Diskussions­grundlage — kein gebautes Produkt, keine Zusagen:

Konzept-Mockup: Gemeinde-Leerstandsinventar
Offene Voraussetzungen: Datenbasis, Auftrag und Rollenrahmen sind vor einem Ausbau zu klären. Gemeinde-Indikatoren (#446), Auftragsverarbeitung (#447), Bild-/Geometriesignale (#448) und Bewertung einer bereitgestellten Objektliste (#452) bleiben getrennte Konzepte.